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24.05.2013

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Wegen Kirch-Prozess

Neue Razzia bei Deutscher Bank

  • Video Wieder Razzia bei der Deutschen Bank
  • Video Deutsche Bank in der Kritik
  • Video Deutsche Bank muss an Kirch-Erben zahlen
  • VideoWieder Razzia bei Deutscher Bank

    Die Zentrale des größten deutschen Geldhauses ist erneut von Ermittlern durchsucht worden. Der Vorwurf: Ehemalige Vorstandsmitglieder der Bank sollen die Justiz im Kirch-Prozess hintergangen haben.

    (20.12.2012)
    VideoDeutsche Bank in der Kritik

    Steuerbetrug, Anruf beim Ministerpräsidenten – der Empörung über die Deutsche Bank ist groß. Nun will die SPD mehr Kontrolle und die Linkspartei fordert im Bundestag Antworten.

    (17.12.2012)
    VideoDeutsche Bank muss an Kirch-Erben zahlen

    Die Deutsche Bank ist zur Zahlung von Schadenersatz an die Erben des Medienmoguls Leo Kirch verurteilt worden. Kirch hatte den Ex-Chef der Bank für seine Unternehmenspleite verantwortlich gemacht.

    (14.12.2012)

    Keine Ruhe bei der Deutschen Bank: Im Ermittlungsverfahren gegen die Ex-Chefs Ackermann und Breuer im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess durchsuchten Staatsanwälte erneut die Räume. Die Bankmitarbeiter, die seit der letzten Razzia noch in U-Haft waren, sollen heute entlassen werden. 

    Links
    Deutsche Bank verurteilt

    Die Deutsche Bank ist erneut von der Staatsanwaltschaft durchsucht worden. Nur eine Woche nach der Steuer-Razzia durchforsteten Ermittler die Bankzentrale in Frankfurt am Main am Mittwoch wegen eines möglichen Betrugsversuchs im Kirch-Prozess. Dabei seien Unterlagen sichergestellt worden, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch in München.

    Drei Verhaftete wieder frei

    Die drei Mitarbeiter der Deutschen Bank, die noch in Untersuchungshaft sitzen, dürfen Weihnachten zu Hause feiern: Noch im Laufe des Tages werden sie aus der U-Haft entlassen. Der Haftgrund "Verdunkelungsgefahr" sei nicht mehr gegeben, gab die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt bekannt. Die Mitarbeiter waren wegen des Vorwurfs des Steuerbetrugs im Zusammenhang mit dem Handel von CO2-Verschmutzungsrechten in Haft genommen worden.

    Ermittlung gegen Ex-Vorstand Ackermann und Breuer

    Das seit einem Jahr laufende Ermittlungsverfahren richtet sich gegen die früheren Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann und Rolf Breuer, Ex-Aufsichtsratschef Clemens Börsig und den einstigen Personalvorstand Tessen von Heydebreck. Die Münchner Justiz verdächtigt sie, im Schadenersatzprozess der Insolvenzverwalter und Erben des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank falsch ausgesagt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte die Deutsche Bank deshalb im November 2011 schon einmal durchsucht.

    Deutsche Bank

    Charts und weitere Info

    Das Oberlandesgericht München hatte die Deutsche Bank am vergangenen Freitag grundsätzlich zu Schadenersatz an die Kirch-Erben verurteilt und eine Zahlung zwischen 120 Millionen und 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Steinkraus-Koch er klärte, die Staatsanwaltschaft wolle jetzt feststellen, wie sich die vier Beschuldigten auf ihre Zeugenaussagen vorbereitet hatten und wie sich die Deutsche Bank verhalten habe. Die Staatsanwaltschaft vermute Absprachen untereinander, hieß es aus Bankkreisen.

    Ende nicht in Sicht

    Ein Schluss des Ermittlungsverfahrens ist nicht in Sicht. Der Kreis der Beschuldigten sei unverändert, jetzt würden die Unterlagen ausgewertet, sagte der Staatsanwalt. Die Bank bestätigte die Durchsuchungen. Man sei weiterhin überzeugt, dass sich die Vorwürfe als unbegründet erweisen werden, sagte ein Bank-Sprecher.

    Juristische Konflikte der Deutschen Bank

    Emissionsrechte

    Das Geschäft mit Zertifikaten zum Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) ist millionenschwer. Seit Jahren ist die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft Umsatzsteuerbetrügern auf der Spur. Im Dezember 2011 wurden sechs Männer verurteilt, mit denen Deutsche-Bank-Mitarbeiter kooperiert haben sollen. Nach einer Razzia am Mittwoch sitzen vier Banker nun in Untersuchungshaft, ermittelt wird gegen insgesamt 25 Mitarbeiter - auch gegen den Co-Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen.

    Kirch

    Die Deutsche Bank muss den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch Schadenersatz zahlen. Die Höhe des Schadenersatzes muss noch in einem Gutachten festgestellt werden. Eine Revision gegen das Urteil sei nicht zugelassen. Der im vergangenen Jahr verstorbene Kirch hatte der Bank vorgeworfen, sie habe 2002 durch Äußerungen des damaligen Bankchefs Rolf Breuer seine Kreditwürdigkeit in Zweifel gezogen und damit den Zusammenbruch seines Konzerns ausgelöst.

    Libor

    Über Jahre sollen Großbanken den Referenzzins manipuliert haben, um höhere Gewinne zu erzielen. Dass einzelne Mitarbeiter des Dax-Konzerns Deutsche Bank 2006/2007 an den Tricksereien beteiligt waren, bestreitet auch die Bank nicht. Zwei Mitarbeiter wurden gefeuert. Das Institut schließt aber aus, dass das höhere Management involviert war. Der Libor gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken Geld leihen und dient als Maßstab für Geschäfte in Milliardenhöhe.

    USA

    Dort landet die Bank wegen Geschäften aus den Zeiten vor der Finanzkrise 2007/2008 immer wieder vor dem Kadi. Oft geht es um windige Hypothekengeschäfte. So soll das Institut Investoren mit Verbriefungsgeschäften übers Ohr gehauen haben. Im Mai schaffte das Geldhaus durch Zahlung von 202 Millionen US-Dollar eine Klage wegen zwielichtiger Geschäfte der US-Tochter MortgageIT aus der Welt.

    Italien

    Ein Gericht in Mailand verurteilt die Deutsche Bank neben drei anderen Banken, weil sie Zinswetten mit der Verwaltung der italienischen Finanzmetropole eingegangen waren, die die Stadt letztlich übervorteilten. Die Bank hat Berufung angekündigt. Klagen von rund 600 weiteren Kommunen in Italien sind noch anhängig.

    20.12.2012, Quelle: dpa, reuters
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