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19.06.2013

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FDP-Mitgliederschwund

"Niemand will zu den Verlieren gehören"

  • Bild Die FDP schrumpft
  • Video Rösler: Kritik halte ich aus
  • Video Zieh den Kopf aus der Schlinge FDP!
  • Video Wahlkampf in Niedersachsen beginnt
  • BildDie FDP schrumpft
    FDP
    VideoRösler: Kritik halte ich aus

    Die FDP müsse "in eine bessere Phase überführt werden", sagt Philipp Rösler, FDP-Parteivorsitzender. Die Kritik werde er aushalten. "Es gibt einen Unterschied zwischen Stärke und Lautstärke".

    (28.12.2012)
    VideoZieh den Kopf aus der Schlinge FDP!

    Wie die FDP bis zur Bundestagswahl 2013 punkten will, steht in den Positionsblättern ihres Vorsitzenden. Ob Philipp Röslers Vorhaben von Erfolg gekrönt sein wird, wird das kommende Jahr zeigen.

    (28.12.2012)
    VideoWahlkampf in Niedersachsen beginnt

    In Niedersachsen hat der Wahlkampfendspurt begonnen - am 20. Januar wird dort der neue Landtag bestimmt. Ein Regierungswechsel hin zu Rot-Grün scheint möglich.

    (27.12.2012)

    Kurzmeldung

    • FDP-Zank: Niebel stellt Röslers Führungsqualität erneut in Frage 17:20 29.12.2012
      In der Debatte über die Zukunft von FDP-Chef Philipp Rösler stellt Entwicklungsminister Dirk Niebel die Führungsrolle des Vorsitzenden erneut infrage. Kurz vor dem FDP-Dreikönigstreffen in Stuttgart sagte Niebel, es wäre aus seiner Sicht ein Zeichen innerparteilicher Demokratie, wenn sich im Mai auf dem Bundesparteitag mehrere Kandidaten um das Vorsitzendenamt bewerben. Die FDP müsste mit dem "stärkstmöglichen Führungsteam" in die Bundestagswahl 2013 gehen, sagte das FDP-Präsidiumsmitglied dem "Tagesspiegel am Sonntag" laut Vorabbericht zu Begründung.

    Der FDP laufen offenbar die Mitglieder davon. 2013 wird die Partei erstmals weniger Beitragszahler haben als die Grünen. Das dürfte so bleiben, denn "niemand will zu den Verlierern gehören", so Parteienforscher Oskar Niedermayer. 

    Die FDP ist - einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" zufolge - bereits bis zum 30. Juni um knapp 3.000 auf 60.181 Mitglieder geschrumpft Da die Entwicklung in mehreren Bundesländern seitdem auf eine Fortsetzung des Negativtrends hindeute, werde innerhalb der Liberalen damit gerechnet, zum Jahreswechsel von den Grünen überholt zu werden. Die einstige Öko-Partei hatte demnach Mitte Dezember knapp 60.000 Mitglieder. Die FDP wolle neue Mitgliederzahlen im Januar bekanntgeben.

    Links
    Politbarometer

    Keine rasche Trendwende

    Der Berliner Parteienforscher Oskar Niedermayer rechnet nicht mit einer raschen Trendwende für die Liberalen. "Niemand will zu den Verlierern gehören", sagte er dem Blatt. Helfen könne aber ein Wechsel an der Parteispitze. "Die Bürger nehmen Philipp Rösler als Politiker nicht ernst", sagte er.

    Ob eine Ablösung Röslers nach einer Niederlage bei der Landtagswahl in Niedersachsen im Januar noch ausreiche, um die Stimmung zu drehen, sei fraglich. Auch die anderen Parteien haben in diesem Jahr dem Bericht zufolge weiter Mitglieder verloren. Die SPD, die nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen zur Jahresmitte kurzfristig die CDU überholt hatte, lag Ende November mit 477.803 Mitgliedern nun wieder hinter der CDU mit 478.810 Mitgliedern.

    Links
    Rösler hält sich Zukunft offen

    Experte: Keine Politikverdrossenheit

    Politikverdrossenheit allerdings sieht Niedermayer im anhaltenden Mitgliederschwund bei fast allen Parteien keine. "Es gibt heute viel mehr Möglichkeiten als früher, sich politisch zu engagieren", sagte der Parteienforscher an der Freien Universität Berlin (FU) der Deutschen Presse-Agentur. Dem stünden aber nicht mehr Menschen gegenüber, die sich engagierten. "Viele Organisationen buhlen um dieselben Leute, darunter die Parteien."

    Die Schrumpfung ist "nicht nur auf eine einzige Ursache zurückzuführen", erklärt  Niedermayer weiter. Dahinter stecke auch ein längerfristiger Wandel der Gesellschaft. Bis in die 1960er Jahre hinein habe es noch soziale Milieus - zum Beispiel Arbeiter oder Katholiken - gegeben. Eine Bindung, die auch einen Eintritt in eine dazu passende Partei nahelegte. "Heute haben wir eine individualisierte Gesellschaft", sagte Niedermayer. Die Zeiten, in denen eine Partei wie die SPD eine Million Mitglieder hatte, seien unwiederbringlich vorbei.

    29.12.2012, Quelle: dpa, reuters
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