- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dresden
- Düsseldorf
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Neuer Atomwaffentest
Nordkorea jubelt - und düpiert die Welt
VideoNordkorea testet Atomwaffe
VideoNeue Drohungen aus Nordkorea
VideoNordkorea: Diktator will Politikwende
UN-Sicherheitsrat verurteilt neuen Atomwaffentest
Nordkorea bietet der Welt die Stirn. Zum dritten Mal hat das Land einen Atomtest unternommen - dieses Mal mit erhöhter Sprengkraft. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test und will nun an einer neuen Resolution gegen Pjöngjang arbeiten.
Der Atomstreit mit Nordkorea eskaliert: Trotz aller Warnungen hat das kommunistische Land genau zwei Monate nach dem weltweit verurteilten Raketenstart einen dritten Atomtest unternommen. Der unterirdische Atomversuch sei erfolgreich verlaufen, berichteten die nordkoreanischen Staatsmedien. Bei dem Test sei ein "miniaturisierter" Sprengsatz mit höherer Explosionskraft als bei den früheren Tests gezündet worden.Weltweite KritikDer Atomtest wurde weltweit scharf kritisiert. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilte den Test, der gleich mehrere Resolutionen des Gremiums verletzte und eine Bedrohung für Frieden und Sicherheit der Welt sei, teilte der Rat nach einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung in New York mit. Das mächtigste UN-Gremium kündigte an, sofort mit der Arbeit an einer neuen Resolution zu beginnen, die angemessene Maßnahmen beinhalten werde. Erst im Januar hatte der Rat mit einer Resolution die bereits bestehenden Sanktionen gegen Nordkorea ausgeweitet.
"Eine ganz neue Qualität"
"Wenn es stimmt, was Nordkorea sagt, dass man eine miniaturisierte A-Bombe getestet habe, dann hat das eine neue Qualität", sagt der Ost-Asien-Korrespondent des ZDF, Johannes Hano. "Denn das ist Voraussetzung, um einen nuklearen Gefechtskopf für eine Langstreckenrakete zu fertigen. Und daran bauen sie auch." Damit würde Nordkorea auf lange Sicht zu einer Atommacht.
"Wenn es stimmt, was Nordkorea sagt, dass man eine miniaturisierte A-Bombe getestet habe, dann hat das eine neue Qualität", sagt der Ost-Asien-Korrespondent des ZDF, Johannes Hano. "Denn das ist Voraussetzung, um einen nuklearen Gefechtskopf für eine Langstreckenrakete zu fertigen. Und daran bauen sie auch." Damit würde Nordkorea auf lange Sicht zu einer Atommacht.
Nordkorea - bitterarm und hochgerüstet
Das Militär hat Priorität
Das flächenmäßig kleine Nordkorea ist eines der am höchsten gerüsteten Länder Asiens. In Armee, Luftwaffe und Marine leisten ungefähr 1,2 Millionen Soldaten ihren Dienst. Das Militär hat in dem totalitären Staat Priorität: Selbst nach Hungerkatastrophen, wie der von 1997 mit einem Massensterben, fließt viel Geld in die Rüstung - nicht aber in die Versorgung der oft bitterarmen Bevölkerung.
Das Waffenarsenal
Rein quantitativ sind die nordkoreanischen Streitkräfte sehr stark. So verfügt zum Beispiel allein die Armee nach Angaben des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) über mehr als 3.500 Kampfpanzer. Die Artillerie hat rund 21.000 Geschütze in ihren Arsenalen. Aber: Der Großteil der Ausrüstung ist sehr alt. So stammen rund zwei Drittel der Kamfpanzer aus den 40er und 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Außerdem stehen der Luftwaffe etwa 600 Flugzeuge zur Verfügung, darunter rund 440 Kampfflugzeuge, die in der Mehrzahl in den 50er und 60er Jahren entwickelt wurden. Die restlichen Maschinen dienen Transport- oder Aufklärungszwecken.
Das Raketenprogramm
Die Raketentechnik gehört zu den Prestigeprogrammen der nordkoreanischen Streitkräfte. Dabei geht es den Machthabern weniger um Systeme wie die rund 50 Boden-Boden-Raketen sondern um die weitreichenden, sogenannten ballistischen Raketen, die im Bedarfsfall auch Atomsprengköpfe tragen können. Ballistische Raketen verlassen nach dem Start die Atmosphäre, fliegen ein Stück durch das Weltall und kehren dann zu ihrem Ziel auf die Erde zurück. Deshalb können diese Raketen auch sehr weit entfernte Ziele erreichen - Nordkorea könnte beispielsweise die USA mit ballistischen Raketen erreichen.
Im Zusammenhang mit dem Atomprogramm Nordkoreas erregen die Raketentests des Landes deshalb weltweit Besorgnis. Internationale Gespräche blieben aber bisher genauso wirkungslos wie das Angebot westlicher Wirtschaftshilfe oder das Verhängen von Sanktionen.
Die Atomwaffen
Von 2006 bis 2009 testete das nordkoreanische Regime Atomwaffen. Über die aktuelle nukleare Bewaffnung der abgeschotteten Diktatur Nordkoreas ist nur wenig bekannt. Nach Schätzungen der Federation of American Scientists (FAS) verfügt das Regime über 30 bis 50 Kilogramm Plutonium. Das reiche zusammen mit Nordkoreas hoch angereichertem Uran um sechs bis zehn Atomsprengköpfe bestücken zu können. Ungeachtet aller internationalen Proteste drohte Nordkorea mehrfach damit, seine "atomare Abschreckung" noch weiter auszubauen.
(Quelle: dpa, globalsecurity.org)



