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US-Waffenrecht nach Amoklauf

Obama unterstützt Verbot von Sturmgewehren

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  • Video Amokläufer - Eigenbrödler und instabil
  • Video Erste Opfer des Amoklaufs beigesetzt
  • Video Deutsche bunkern Millionen von Waffen
  • BildBarack Obama
    Barack Obama
    VideoAmokläufer - Eigenbrödler und instabil

    Der Amokläufer von Newtown soll ein Eigenbrödler und psychisch instabil gewesen sein. In den USA wird derweil heftig über die Waffengesetze diskutiert. Selbst Waffenbefürworter kommen ins Zweifeln.

    (18.12.2012)
    VideoErste Opfer des Amoklaufs beigesetzt

    In Newtown sind die ersten der zwanzig erschossenen Kinder beerdigt worden - es wird eine Woche der Trauer für die USA. In neuesten Umfragen ist die Hälfte der Amerikaner für schärfere Waffengesetze.

    (18.12.2012)
    VideoDeutsche bunkern Millionen von Waffen

    Sieben Millionen Waffen sind in Deutschland registriert, etwa 30 Millionen illegale Waffen soll es geben. Der Amoklauf an einer US-Schule hat die Debatte um schärfere Waffengesetze neu entfacht.

    (17.12.2010)

    Der Amoklauf von Newtown scheint die Haltung vieler Amerikaner zum Waffenbesitz zu ändern. Eine Mehrheit spricht sich für Beschränkungen aus. Auch US-Präsident Obama will ein Gesetz unterstützen, das Sturmgewehre verbietet. 

    Nach dem Amoklauf von Newtown will sich US-Präsident Barack Obama nun doch mit Nachdruck für strengere Waffengesetze einsetzen. Obama werde einen Gesetzentwurf der demokratischen Senatorin Dianne Feinstein, die bestimmte halbautomatische Waffen wie Sturmgewehre verbieten will, "aktiv unterstützen", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney. Zudem trete der Präsident für ein Gesetz ein, das den Verkauf von Waffen durch Privathändler ohne eine Überprüfung der Käufer untersagt.

    Obama gilt schon länger als Befürworter eines strengeren Waffenrechts, allerdings hat er sich bislang nicht aktiv für eine Gesetzesreform eingesetzt. Nach dem Schulmassaker vom vergangenen Freitag in Newtown kündigte er an, alles zu tun, um Gewalttaten mit Schusswaffen künftig zu verhindern.

    Links
    Deutsche Schulen gut gerüstet

    Nach dem Amoklauf in Newtown scheint die Unterstützung für schärfere Waffengesetze zu wachsen. Während die Stadt im US-Bundesstaat Connecticut Abschied von den 26 Opfern der Sandy-Hook-Grundschule nimmt, sprach sich in einer Umfrage eine deutliche Mehrheit der US-Bürger für Beschränkungen im Umgang mit Waffen aus. In Washington äußerten mehrere Senatoren ihre Bereitschaft, über Verschärfungen zu verhandeln.

    Trauerfeiern in Newtown

    In Newtown sollten am Dienstag zwei sechsjährige Mädchen zu Grabe getragen werden. Bereits am Montag waren zwei gleichaltrige Jungen beerdigt worden.  Hunderte Trauergäste folgten den Toten. Kameras waren nicht zugelassen. "Wenn man diese kleinen Särge sieht, bricht es einem das Herz", sagte der Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy.

    Insgesamt kamen bei dem Massaker am vergangenen Freitag 28 Menschen zu Tode. Der Amokläufer Adam Lanza erschoss 20 Kinder. Sie waren alle sechs und sieben Jahre alt. Auch sechs Mitarbeiterinnen der Schule starben, außerdem die Mutter des Täters. Lanza hat sich nach Angaben der Polizei selbst erschossen. Sein Motiv lag auch am
    Dienstag noch im Dunkeln.

    Neuer Gesetzes-Vorstoß für Januar geplant

    Die Sandy Hook Elementary School blieb weiter geschlossen. Die übrigen Schulen in der Stadt öffneten dagegen wieder. "So schwer es ist, wir müssen weitermachen", zitierte der Sender MSNBC eine Lehrerin an einer High School.

    Feinstein kündigte für Januar einen neuen Vorstoß im Kongress für ein Verbot von Sturmgewehren an. Lanza hatte bei seinem Amoklauf eine solche Waffe benutzt. Er gab nach Polizeiangaben mehrere hundert Schüsse ab, seine Opfer wiesen jeweils bis zu elf Schusswunden auf.

    NRA-Mitglied: Massaker macht nachdenklich

    Seit Jahren hat es in den USA praktisch keinen Vorstoß für schärfere Waffengesetze gegeben - sie hätten sich im Kongress auch kaum durchsetzen lassen. Nicht nur die meisten Republikaner waren dagegen, sondern auch viele Demokraten. Das lag auch zum Teil am Druck der NRA (National Rifle Organisation), der mächtigen Organisation der Waffenlobby, die vier Millionen Mitglieder hat.

    Joe Manchin, Senator des US-Bundesstaates West Virginia und langjähriges NRA-Mitglied, sagte am Montag, das Schulmassaker habe ihn nachdenklich gemacht. Es sei nun Zeit, über ein Verbot von Sturmgewehren zu sprechen. Ähnlich äußerte sich Senator Mark Warner aus Virginia, ebenfalls begeisterter Jäger und Waffenbesitzer. 

    18.12.2012, Quelle: dpa, dapd
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