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200 Jahre Grimms Märchen
"Ohne Fantasie sind wir armselige Realisten"
BildSchneewittchen und ihre sieben Zwerge
QuizWie gut kennen Sie Grimms Märchen?
VideoWas Grimms Märchen unsterblich macht
VideoKaren Duve liest aus "Grrrimm"
Ob Rotkäppchen oder Aschenputtel – die Märchen der Brüder Grimm sind um die Welt gegangen. 200 Jahre ist es her, dass der erste Band ihrer Märchen erschien. Bis heute vermitteln die Märchen Hoffnung, sagt Kinderbuchforscher Doderer im heute.de-Interview.
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Zur Person
Klaus Doderer ist der Gründer des weltweit ersten Instituts für Kinder- und Jugendliteratur-Forschung in Frankfurt am Main. Für seine Forschungen erhielt der 87-Jährige neben weiteren Auszeichnungen 1987 den ersten "Internationalen Grimm-Preis" des Internationalen Instituts für Kinderliteratur in Osaka/Japan.
Klaus Doderer ist der Gründer des weltweit ersten Instituts für Kinder- und Jugendliteratur-Forschung in Frankfurt am Main. Für seine Forschungen erhielt der 87-Jährige neben weiteren Auszeichnungen 1987 den ersten "Internationalen Grimm-Preis" des Internationalen Instituts für Kinderliteratur in Osaka/Japan.
Die Gebrüder Grimm
Die Erfinder der Hausmärchen
Nach ihrem Studium begannen die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm im Alter von 20 bzw. 21 Jahren im Jahr 1806 mit der Sammlung von Volksmärchen. Auf diese Idee hatte sie ihr Freund, der Schriftsteller Clemens Brentano, gebracht. 1812 erschien der erste Band, diese Urfassung enthält 18 Märchen. Insgesamt 200 solcher Geschichten haben die Brüder in sechs Auflagen bis 1850 herausgegeben. Die meisten Märchen hatten sie von intellektuellen und adligen Freunden, vor allem aus der Region Kassel. Einige der Märchen wie "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" gehen auf die Witwe Dorothea Viehmann zurück, die nahe Kassel lebte und 1813 als Erzählerin von den Brüdern Grimm entdeckt wurde.
200 Jahre später sind Grimms Märchenbücher auf der ganzen Welt berühmt: Originalexemplare aus der Zeit der Grimms befinden sich in Kassel und wurden 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Auf 600 Kilometern erstreckt sich seit 1975 die "Deutsche Märchenstraße": Zwischen Hanau, dem Geburtsort der Brüder Grimm und Bremen (Bremer Stadtmusikanten) liegen 40 Städte, die in dem Märchenstraßenverbund sind und die Märchen touristisch nutzen. Darunter auch Kassel, wo sich das "Brüder Grimm-Museum" und der Sitz der "Brüder Grimm-Gesellschaft" befinden.



