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Weihnachtsbotschaft zu Syrien

Papst fordert "Ende des Blutvergießens"

  • Video Papst Benedikt XVI. betet für Frieden
  • Video Christen in Bethlehem
  • Video Christen stellen die soziale Frage
  • VideoPapst Benedikt XVI. betet für Frieden
    (25.12.2012)
    VideoChristen in Bethlehem

    Christen aus aller Welt haben sich zu Weihnachtsfeierlichkeiten im Heiligen Land versammelt. Am Mittag begann die traditionelle Prozession von Jerusalem nach Bethlehem zur Geburtskirche.

    (24.12.2012)
    VideoChristen stellen die soziale Frage

    Die beiden christlichen Kirchen haben zur Weihnacht mehr soziale Gerechtigkeit angemahnt. Schneider, Präses der evangelischen Kirche, hat vor einer Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich gewarnt.

    (24.12.2012)

    Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft das Abschlachten der "Wehrlosen" im syrischen Bürgerkrieg angeprangert. Vor Tausenden Gläubigen auf dem Petersplatz spendete er den Segen "Urbi et Orbi - der Stadt und dem Erdkreis". 

    Papst Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft zu einer friedlichen Lösung der aktuellen Konflikte im Nahen Osten und in anderen Regionen der Welt aufgerufen. Konkret appellierte er auf dem römischen Petersplatz an die Konfliktparteien in Syrien, das Blutvergießen zu beenden, Hilfsorganisationen Zugang zu Flüchtlingen zu gewähren und nach einer politischen Lösung zu suchen. Die syrische Bevölkerung sei zutiefst verletzt und gespalten "durch einen Konflikt, der nicht einmal die Wehrlosen verschont und unschuldige Opfer hinwegrafft".

    Christen in aller Welt

    Vor Zehntausenden Gläubigen erteilte der Papst den traditionellen Segen "Urbi et Orbi  - der Stadt und dem Erdkreis". In 65 Sprachen richtete er Weihnachtsgrüße an die Christen in aller Welt. In seiner Ansprache äußerte der Papst auch die Hoffnung, dass Israelis und Palästinenser den Mut aufbringen, die Kämpfe zu beenden. Sie müssten mit Entschlossenheit die Verhandlungen für eine Beilegung des Konflikts wieder aufnehmen.

    Weihnachtsansprache live

    Die erste Weihnachtsansprache von Bundespräsident Joachim Gauck sehen Sie live am 25. Dezember ab 19 Uhr auf heute.de und um 19.08 Uhr im ZDF.


    Besonderes Augenmerk richtete Benedikt in seiner Weihnachtsbotschaft auf die Lage in den arabischen Ländern Nordafrikas. Wenige Tage nach dem Verfassungsreferendum in Ägypten mahnte er zum gemeinsamen Aufbau von Gesellschaftsformen, "die auf Gerechtigkeit und der Achtung der Freiheit und Würde eines jeden Bürgers gegründet sind".

    Nahost als Thema in der Christmette

    Das Thema "Frieden in Nahost" war auch das Thema des Papstes in der Christmette. An die Stelle von Aufrüstung müsse Hilfe für die Leidenden treten, hatte er an Heiligabend bei der Christmette im römischen Petersdom betont: "Beten wir darum, dass dort Friede sei, dass Israelis und Palästinenser im Frieden des einen Gottes und in Freiheit ihr Leben entfalten können."

    Weitere Links zum Thema

    Benedikt machte Gottesvergessenheit für Gewalt und Krieg verantwortlich. Wenn der Glaube verloren gehe, verliere der Mensch den Respekt vor der Menschenwürde. "Welche Arten von anmaßender Gewalt dann erscheinen, wie dann der Mensch den Menschen missachtet und zertritt, haben wir in seiner ganzen Grausamkeit im vergangenen Jahrhundert gesehen", sagte der 85 Jahre alte aus Deutschland stammende Pontifex.

    In seiner Predigt wies der Papst die Auffassung zurück, Religionen verursachten durch ihren uneingeschränkten Wahrheitsanspruch Krieg. In der Geschichte habe der Glaube an einen Gott als Vorwand für Intoleranz und Gewalt gedient. So könne Religion "erkranken, wenn der Mensch meint, selbst die Sache Gottes in die Hand nehmen zu müssen und Gott zu seinem Privateigentum macht".

    Friedenslicht entzündet

    Vor der Messe hatte Benedikt bei der Enthüllung der Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz im Fenster seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast erstmals mit dem Friedenslicht aus der Geburtsgrotte von Bethlehem eine Kerze entzündet. Das in der Adventszeit in der Grotte entzündete Licht, in der nach der Überlieferung Jesus geboren wurde, wird jedes Jahr im Advent von Pfadfindern nach Europa getragen.

    Die Krippe auf dem Petersplatz war nach Enthüllungen über die Kosten von 500.000 Euro in den vergangenen Jahren diesmal durch eine kleinere Version für 120.000 Euro ersetzt worden, die die süditalienische Region Basilicata gespendet hatte. Anstatt überlebensgroßer Figuren aus der Zeit des Barock zieren knapp 30 Zentimeter große Skulpturen die Szenerie.

    25.12.2012, Quelle: dapd
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