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Frankreichs Einsatz in Mali
Paris: "Das wird ein langer Kampf"
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VideoWesterwelle: Mali darf nicht zerfallen
Immer weiter rücken Frankreichs Truppen in den Norden Malis vor - und stellen sich auf einen langen Kampf ein. Deutschland wird sich zunächst mit zwei Transall-Transportflugzeugen der Bundeswehr am Einsatz beteiligen.
Frankreich hat seine Bodenoffensive gegen die Islamisten im Norden von Mali gestartet und stellt sich auf einen langen Kampf ein. In der von Islamisten kontrollierten Stadt Diabali lieferten sich französische Spezialtruppen Gefechte mit den Aufständischen, wie aus Sicherheitskreisen verlautete. In Algerien wurden bei einem Überfall von Islamisten auf einen BP-Standort mindestens zwei Menschen getötet.Souveränität über das ganze StaatsgebietIm Osten des Konfliktgebiets sei der Einsatz erfolgreich, sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian dem Sender RTL, im Westen sei die Lage schwieriger. Dort befänden sich die "fanatischsten" Gruppen, die obendrein "am besten organisiert" und "am stärksten bewaffnet" seien. Es sei aber von Anfang an klar gewesen, dass es ein schwieriger Einsatz werden würde, sagte er. Es werde ein "langer Kampf", an dessen Ende das Ziel stehe, dass Mali seine Souveränität über das gesamte Staatsgebiet zurückerlange.
Links
Verzagtes Deutschland
Mali: Vorzeigestaat fällt an Islamisten
Militärputsch im Norden Malis
Das westafrikanische Mali galt lange als demokratischer Vorzeigestaat in Afrika. Gleichzeitig kämpfen die Menschen aber seit Jahren ums Überleben: Die durchschnittliche Lebenserwartung der rund 14,5 Millionen Einwohner, darunter etwa 300.000 Angehörige des Berbervolkes der Tuareg, liegt bei nur 53 Jahren. Das 1,2 Millionen Quadratkilometer große Land am Südrand der Sahara ist einer der wichtigsten Baumwoll-Produzenten Afrikas. Dürreperioden haben der Landwirtschaft aber nachhaltig geschadet. 60 Prozent des Landes ist von Wüste bedeckt.
Die Tuareg
In den 1980er Jahre hatten viele Tuareg nach einer Dürre Mali verlassen. Als sie zurückkehrten, führten sie Krieg gegen die Regierungstruppen. Nach langen Verhandlungen wurden die Tuareg in Malis Armee integriert. Auch Libyens Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi rekrutierte Tuareg für seine Streitkräfte. Nach Gaddafis Sturz kehrten viele in die Heimat zurück und schlossen sich Aufständischen im Norden Malis an.
Die Islamisten in Mali
Nach einem Militärputsch gegen die Regierung von Präsident Amadou Toumani Touré im vergangenen März rückten die mit verschiedenen Islamistengruppen verbündeten Rebellen im Norden immer weiter vor. Die Gruppe Ansar Dine, der Verbindungen zu Al-Kaida nachgesagt werden, rief im April gemeinsam mit der Tuarag-"Nationalbewegung" MNLA die unabhängige "Islamische Republik Azawad" in Nord-Mali aus. Seit der Machtübernahme der Islamisten flohen Hunderttausende aus dem Gebiet. In der Stadt Timbuktu, wo drei große Moscheen sowie 16 Friedhöfe und Mausoleen zum Weltkulturerbe gehören, ließen die Islamisten mehrere dieser historischen Heiligtümer zerstören.
Spannungen zwischen Tuareg und Islamisten
Spannungen zwischen Tuareg und Islamisten eskalierten zu offenen Kämpfen. Bei Gefechten der Tuareg mit Kämpfern der mit Ansar Dine verbundenen "Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika" (MUJAO) wurden Ende Juni in der Stadt Gao mindestens 20 Menschen getötet. Um das Chaos im Land zu stoppen, könnte eine Regionaltruppe eingreifen. Jedoch befürchten Experten eine militärische Katastrophe in dem unwegsamen Gebiet sowie eine mögliche Ausbreitung der Gewalt auf die ganze Region.
(Quelle: dpa)



