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iWatch
Plant Apple eine Hightech-Armbanduhr?
Apple-Aktien im Sinkflug. Seit Monaten hält die Talfahrt an. Die Gerüchteküche brodelt. Plant Apple zur Geschäftsbelebung iWatch, eine Armbanduhr mit Mini-Rechner? Google jedenfalls entwickelt schon ein Konkurrenzgerät: die Datenbrille Google Glass.
Vor einem halben Jahr war für Apple die Welt noch in Ordnung. Die Aktie des iPhone-Erfinders kletterte im September 2012 auf ein Allzeithoch. Über 700 US-Dollar war sie damals wert. Seitdem haben Apple-Aktien ein Drittel ihres Wertes eingebüßt. Ein neues Apple-Produkt könnte den Trend umkehren. Gerüchten zufolge arbeitet Apple an der Entwicklung einer intelligenten Armbanduhr.Nur jedes fünfte Smartphone stammt von Apple
Der Smartphone-Markt ist hart umkämpft. Weltweit werden zwar immer mehr Smartphones verkauft. Allein in Deutschland wanderten laut IT-Branchenverband Bitkom im letzten Jahr rund 22 Millionen Geräte über die Ladentheken. Doch der größte Teil stammt nicht von Apple, sondern von der Konkurrenz.Für Apple wird es eng. Schon jetzt dominieren Android-Smartphones den Markt. Mehr als die Hälfte der verkauften Geräte hat das von Google entwickelte Betriebssystem an Bord – mit steigender Tendenz. Dagegen dümpelt Apples Marktanteil laut Marktforschungsfirma Comscore bei knapp über zwanzig Prozent. Nur jedes fünfte Smartphone, das hierzulande verkauft wird, ist ein iPhone.Neues Gerät könnte Wachstum bringen
Höhere Marktanteile sind beim iPhone derzeit nicht in Sicht. Eine neue Gerätekategorie könnte Apple dagegen neues Wachstum bringen. Offizielle Mitteilungen gibt es dazu nicht. Apple betreibt traditionell eine strenge Informationspolitik. Über neue Geräte soll vor dem Marktstart nichts nach außen dringen. Kein Wunder also, dass die Gerüchteküche mittlerweile kräftig brodelt. Seit Wochen hält sich das Gerücht, dass Apple an einer intelligenten Armbanduhr arbeitet: einem tragbaren Mini-Computer plus Display fürs Handgelenk. Die iWatch werde per Bluetooth mit dem iPhone verbunden, zitiert die Washington Post anonyme Quellen aus dem Apple-Umfeld. Man könne mit der iWatch telefonieren und sich anzeigen lassen, wer gerade anruft. Die Uhr könne etwa zur Navigation genutzt werden oder den Puls messen. Natürlich werde sie auch eine Kamera besitzen.Hohe Gewinnmargen
Was Apples Aktionäre freuen dürfte: Die Gewinnmargen sind bei Uhren besonders hoch. Sie könnten Apple ein kräftiges Wachstum bescheren und die Aktie wieder aus dem Keller holen, spekuliert die Washington Post. Dass es Armbanduhren mit Computertechnik von anderen Anbietern längst gibt, ficht die Verbreiter der iWatch-Gerüchte nicht an. Apple habe sich ja auch mit dem iPod durchgesetzt, obwohl schon Mitbewerber existierten.Dass tragbare Mini-Computer nicht nur ein Spielzeug für technikbegeisterte Minderheiten, sondern ein Massenmarkt mit Zukunft sind, glaubt man auch bei Google. Der Suchprimus entwickelt zurzeit seine Datenbrille Google Glass. Die Brille besitzt einen Mini-Computer mit Kamera und Online-Zugang, der Informationen in das Sichtfeld des Nutzers projiziert. Google Glass soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und könnte der iWatch von Apple, so sie denn tatsächlich produziert wird, gehörig Konkurrenz machen.Ideenwettbewerb bei Twitter
Ob es für Mini-Computer, die man als Brille oder Uhr am Körper trägt, tatsächlich einen Markt gibt, bleibt abzuwarten. Google jedenfalls wirbt bereits kräftig für sein neues Produkt. Google-Gründer Sergey Brin trägt die Brille demonstrativ bei öffentlichen Auftritten, und bei Twitter ging gerade ein Ideenwettbewerb zu Ende. Unter dem Hashtag #ifIhadglass wurden Vorschläge gesammelt, was man mit der Brille alles machen könnte.


