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Nach Großeinsatz in Bonn
Polizei sucht Bombenleger
VideoSprengsatz in Bonn: Fahndung läuft
VideoBonn: Erste Festnahme nach Bombenalarm
VideoBombenalarm am Bonner Hauptbahnhof
Nach dem Fund von Sprengstoff am Bonner Hauptbahnhof gibt es viele unbeantwortete Fragen. Sicher ist nur: Der Sprengsatz war "höchst gefährlich". Die Polizei fahndet nun nach zwei Personen.
In der am Dienstag entdeckten Sporttasche habe sich ein mit Ammoniumnitrat gefülltes Metallrohr befunden, um das vier Butangaskartuschen gebunden gewesen seien, sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum in Karlsruhe. Ob die Bombe tatsächlich funktionsfähig war, sei aber noch nicht geklärt. Es sei zwar eine Zündvorrichtung mit einem batteriebetriebenen Wecker gefunden worden, aber noch kein Zünder, sagte Griesbaum.Die Bundesanwaltschaft hat bislang die Ermittlungen noch nicht an sich gezogen. Es bestünden keine ausreichenden Anhaltspunkte für einen terroristischen Hintergrund, sagte Generalbundesanwalt Harald Range. Sobald zureichende Anhaltspunkte für eine mögliche terroristische Tat vorlägen, werde die Karlsruher Behörde "selbstverständlich" das Verfahren übernehmen.Fahndung nach dem HaupttäterDie Polizei fahndet derweil nach dem mutmaßlichen Haupttäter. Mit einem Phantombild suchen die Ermittler den Mann, der am Montag eine möglicherweise für einen Sprengstoffanschlag präparierte Tasche auf einem Bahnsteig abgelegt haben soll.
Phantombild: Nach diesem Mann sucht die Polizei
Quelle: Kölner Polizei
Quelle: Kölner Polizei
"Ein Restrisiko bleibt"Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete den Bombenalarm als ein "neues Alarmzeichen, dass wir jederzeit mit Anschlägen auch aus dem islamistischen Bereich rechnen müssen". Der "Passauer Neuen Presse" sagte er: "Wir wissen von einer Reihe hochgefährlicher und gewaltbereiter Leute, deren Aufenthalt immer wieder zwischen Deutschland und arabischen Ländern wechselt." Man versuche, diese Leute zu beobachten, "aber ein Restrisiko bleibt". Angst, jetzt zum Beispiel auf Weihnachtsmärkte zu gehen, müsse aber niemand haben, sagte Herrmann.Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, sprach sich für die Ausweisung von Salafisten aus. Dabei müssten auch Einbürgerungen solcher Islamisten nachträglich überprüft werden, forderte er im "Kölner Stadt-Anzeiger". "Man muss sich die ganzen Einbürgerungsakten aus den Ländern deshalb noch einmal ansehen und fragen, ob womöglich falsche Angaben gemacht wurden. Wenn ja, dann könnte man ihnen die deutsche Staatsbürgerschaft wieder aberkennen." Auch der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), sprach sich in der Zeitung für die erleichterte Ausweisung von Salafisten aus.



