- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dortmund
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Ingolstadt
- Kalkar
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Maizière besucht Patriot-Truppen
Prinzip Abschreckung
VideoTürkei: De Maiziere auf Truppenbesuch
Video"Religion wurde wichtiger"
VideoAnschlagsserie in Aleppo
Mit sechs Raketenabwehr-Staffeln schützt die NATO die Türkei vor Angriffen aus Syrien. Auch 300 Bundeswehrsoldaten leisten ihren Beitrag. Bei seinem ersten Besuch bei der Truppe versichert Verteidigungsminister de Maizière: Wir bleiben so lange wie nötig.
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat am Samstag die deutschen Patriot-Raketeneinheiten im osttürkischen Kahramanmaras besucht. "Die NATO steht hier, damit niemand in Syrien auf dumme Gedanken kommt", sagte er nach einer Besichtigung der Stellungen oberhalb der Stadt. Zugleich stellte er klar, die deutschen Soldaten würden so lange dort im Einsatz bleiben, "wie es nötig ist".Das deutsche Kontingent gehört ebenso wie Soldaten der USA und der Niederlande zu der NATO-Mission "Active Fence" zum Schutz des Bündnismitgliedes Türkei vor möglichen Raketenangriffen aus Syrien. Beteiligt sind derzeit 309 Soldaten der Bundeswehr. De Maizière wurde bei seinem Besuch von seinen Ressortkollegen aus der Türkei und den Niederlanden, Ismet Yilmaz und Jeanine Hennis-Plasschaart, begleitet.Türkei: Angriff aus Syrien derzeit nicht wahrscheinlich
Syriens Opposition sagt Treffen ab
Aus Protest gegen das "weltweite Schweigen" zum Konflikt in Syrien hat das wichtigste Oppositionsbündnis eine Reihe von Treffen im Ausland abgesagt. Die syrische Nationale Koalition sagte in einer Erklärung ihre Teilnahme an der internationalen Konferenz der Freunde Syriens in Rom ab, die am kommenden Donnerstag stattfinden soll. Auch von Besuchen in Moskau und Washington wolle die Gruppe absehen, hieß es.
Syriens größtes Oppositionsbündnis will derweil zumindest in einem Teil des Landes die Macht übernehmen. Wie ein Oppositionssprecher ankündigte, soll am 2. März bei einem Treffen in Istanbul eine Übergangsregierung gebildet werden, die dann die Verantwortung in den von Rebellen eroberten Gebieten übernimmt.
Aus Protest gegen das "weltweite Schweigen" zum Konflikt in Syrien hat das wichtigste Oppositionsbündnis eine Reihe von Treffen im Ausland abgesagt. Die syrische Nationale Koalition sagte in einer Erklärung ihre Teilnahme an der internationalen Konferenz der Freunde Syriens in Rom ab, die am kommenden Donnerstag stattfinden soll. Auch von Besuchen in Moskau und Washington wolle die Gruppe absehen, hieß es.
Syriens größtes Oppositionsbündnis will derweil zumindest in einem Teil des Landes die Macht übernehmen. Wie ein Oppositionssprecher ankündigte, soll am 2. März bei einem Treffen in Istanbul eine Übergangsregierung gebildet werden, die dann die Verantwortung in den von Rebellen eroberten Gebieten übernimmt.
Übereinstimmend betonten die Verteidigungsminister den defensiven Charakter der Mission, gegen die es zu Beginn in der Türkei Proteste gegeben hatte. Schon technisch seien die deutschen Raketen wegen ihrer begrenzten Reichweite nicht in der Lage, Ziele in Syrien anzugreifen oder sich dort beispielsweise an der Durchsetzung einer Flugverbotszone zu beteiligen, sagte de Maizière.De Maizière dankt Türkei für GastfreundschaftMit Blick auf Syrien äußerten sich die drei Minister besorgt über die Lage. De Maizière verwies auf die aktuellen Raketenangriffe innerhalb des Landes, unter denen die Zivilbevölkerung zu leiden habe. Zugleich lobte er die türkische Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge aus Syrien, deren Zahl in der Türkei inzwischen auf rund 300.000 angewachsen sei.De Maizière dankte der Türkei für ihre Gastfreundschaft. Noch offene Fragen würden sicher bald in gutem Einvernehmen gelöst sein, fügte er mit Blick auf die teils noch provisorische Unterbringung der Soldaten hinzu. So sollen von der Türkei eigens neu hergerichtete Unterkünfte erst demnächst bezogen werden. Zu den deutsch-türkischen Beziehungen sagte der CDU-Politiker, diese sollten weiter "mit dem Herzen gestaltet werden".Merkel reist am Sonntag in die TürkeiDe Maizière und Plasschaart besuchten am Morgen auch gemeinsam das Patriot-Kontingent der Niederlande, das in Adana stationiert ist. Laut de Maizière handelt es sich um den ersten derartigen gemeinsamen Truppenbesuch zweier NATO-Ressortchefs. Er wertete dies als Ausdruck der "sehr freundschaftlichen Beziehungen" beider Länder.
Am Sonntag reist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in die Türkei, die dort gleichfalls die deutschen Soldaten besuchen will. Nach Angaben de Maizières war das enge Nacheinander der beiden Visiten allerdings nicht geplant, sondern ein Zufall der beidseitigen Terminplanung.
Das "Patriot"-System
Mobile Flugabwehr
"MIM-104-Patriot" ist ein bodengestütztes Raketensystem zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und Mittelstreckenraketen. Der Name "Patriot" ist kein Akronym, wird aber oft fälschlich mit "Phased Array Tracking Radar to Intercept On Target" übersetzt. Alle Komponenten sind auf Lastwagen bzw. Sattelaufliegern montiert. Damit können die "Patriot"-Einheiten schnell in ihre Einsatzräume verlegt werden. Durch ihre hohe Mobilität können sie auch weniger leicht geortet und zerstört werden.
Das System wurde in den 1960er Jahren von den US-Unternehmen Raytheon und Lockheed entwickelt und seitdem mehrfach modernisiert. Es besteht im Wesentlichen aus den Komponenten Radar, Feuerleitstand, Raketenstarter und Raketen. Deutschland wird seine Systeme zur Unterstützung der Luftabwehr in Kahramanmaras stationieren.
Die Raketen
Die "Patriot"-Raketen sind einstufige Feststoffraketen. Sie sind – je nach Typ – zwischen 5,18 und 5,30 Meter lang, wiegen zwischen 312 und 914 Kilogramm und tragen Gefechtsköpfe mit 73 bzw. 90 Kilogramm Sprengstoff. Sie erreichen bereits rund sieben Meter nach Verlassen des Starters Überschallgeschwindigkeit. Ihre Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als dreifacher bzw. fünffacher Schallgeschwindigkeit.
"Patriot" international begehrt
"Patriot"-Systeme sind nicht nur bei den US-Streitkräften im Einsatz. Sie wurden nach Deutschland, in die Niederlande, Saudi-Arabien, Kuwait, Japan, Israel, Taiwan und Griechenland exportiert. Neben den USA verfügen Deutschland und die Niederlande über die modernste Version.



