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Menschenrechte in Russland
Pussy Riot trotzen dem Straflager
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Weggesperrt hinter hohen Gefängnismauern: Einer oppositionellen Zeitung in Russland ist es gelungen, Pussy-Riot-Aktivistinnen in ihrem Straflager in Sibirien zu besuchen. Zwei Jahre lang müssen sie dort ohne warmes Wasser und ohne eine Sekunde Privatleben auskommen. Doch gebrochen hat die Haft die Freiheitskämpferinnen bisher nicht.
Ein inhaftiertes Mitglied der russischen Punkband Pussy Riot hat die Zustände im Arbeitslager kritisiert. Die Insassen entwickelten eine "Sklavenmentalität", sagte Maria Alechina, die in einem Lager in der Region Perm inhaftiert ist, der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta". "Grobheiten, Feigheit, Verrat und Denunzierungen" seien an der Tagesordnung.Morddrohungen erhaltenSie habe sich bei einem Ombudsmann darüber beklagt, dass sich weibliche Gefangene mit kaltem Wasser waschen müssten und keine ausreichend warmen Stiefel und Kopftücher hätten für die Temperaturen von minus 30 Grad, sagte die 24-Jährige der Zeitung. Wegen der Beschwerde hätten andere Gefangene damit gedroht, sie umzubringen. Niemand sonst traue sich, von Missständen in dem Arbeitslager zu berichten, sagte Alechina.
Ein weiteres inhaftiertes Pussy-Riot-Mitglied, Nadeschda Tolokonnikowa, äußerte sich zurückhaltender über die Bedingungen im Arbeitslager. Sie komme sowohl mit den anderen Häftlingen als auch mit den Haftbedingungen gut zurecht, sagte die 23-Jährige, die in der Region Mordowien inhaftiert ist, der Zeitung. Auch das Essen im Lager sei in Ordnung.Alechina und Tolokonnikowa waren im August wegen einer regierungskritischen Aktion gegen den heutigen Staatschef Wladimir Putin zu jeweils zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden.



