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Nordkorea

Raketenstart mit Hilfe aus Iran?

  • Video Trotz Kritik: Nordkorea testet Rakete
  • Bild Nordkorea startet Rakete
  • Video Proteste gegen Raketenstart in Nordkorea
  • VideoTrotz Kritik: Nordkorea testet Rakete

    Allen Warnungen zum Trotz hat Nordkorea eine Langstreckenrakete abgefeuert. Die USA drohen mit Konsequenzen. Sie und ihre Verbündeten fürchten, dass die Rakete Atomsprengköpfe transportieren könnte.

    (12.12.2012)
    BildNordkorea startet Rakete
    Nordkorea startet Langstreckenrakete von Musudan-Ri / Quelle: ap

    Archivbild

    (Quelle: ap)
    VideoProteste gegen Raketenstart in Nordkorea

    Allen Warnungen zum Trotz: Nordkorea hat nach eigenen Angaben eine Langstreckenrakete abgefeuert. Die USA und ihre Verbündeten fürchten, dass die Rakete Atomsprengköpfe transportieren könnte.

    (12.12.2012)

     von Stefan Lehmacher

    Nach dem vermutlich erfolgreichen nordkoreanischen Raketenstart wächst der Verdacht, dass Iran der Regierung in Pjöngjang geholfen haben könnte. Unabhängig voneinander berichten Medien davon, dass sich iranische Raketentechniker auf Basis eines Abkommens zwischen beiden Staaten in Nordkorea aufhalten sollen. 

    Rüstungsexperten des "Arms Control Wonk", des führenden Weblogs zu Nuklearwaffen und ballistischen Raketen, vermuten, dass sich die iranischen Techniker in einer Anlage bei Sino-Ri im Nordwesten Nordkoreas aufhalten. Sino-ri gilt nach Informationen von "Jane's Defence" als einzige Trainings-Einrichtung für ballistische Raketen in Nordkorea und ist eine Basis für ballistische Raketen vom Typ Nodong. Ungefähr 45 Kilometer entfernt liegt der Raketenstartplatz von Tongch'ang-dong, auch bekannt als Sohae-Raumfahrtzentrum, der für den jüngsten Raketenstart genutzt wurde.

    Links
    USA und Japan verurteilen Test


    Shahab-3-Techniker in Nordkorea
    Wie die Nachrichtenagentur UPI am 7. Dezember berichtete, sollten auch iranische Wissenschaftler und Militärs bei dem Raketenstart in Tongchang anwesend sein. Ein Technikerteam der iranischen "Shahid Hemmat Industrial Group", die für die Entwicklung der Shahab-3-Rakete zuständig ist, sollte ebenfalls vor Ort sein. Wie UPI unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, sollen im Austausch auch nordkoreanische und chinesische Techniker im "Shahid Hemmat"-Komplex nahe Teheran arbeiten.

    Südkoreas größte Tageszeitung, die konservative "Chosun Ilbo", berichtete am 12. Dezember unter Berufung auf "Regierungskreise", dass Südkorea und die USA der Ansicht seien, iranische Techniker hätten Nordkorea in Sachen Raketentechnologie Hilfestellung geleistet. Auch die Nachrichtenagentur Reuters hatte am 2. Dezember unter Berufung auf die japanische Nachrichtenagentur Kyodo News berichtet, iranisches Militärpersonal und Raketentechniker hielten sich zum Start der nordkoreanischen Rakete in Nordkorea auf.

    Abkommen zwischen Iran und Nordkorea
    Grundlage für die zitierte Zusammenarbeit zwischen Iran und Nordkorea soll ein Abkommen aus dem September dieses Jahres sein. Vertreter beider Länder hatten sich nach Berichten der iranischen Nachrichtenagentur IRNA und der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA in einem "Memorandum of Understandig" auf eine umfassende wissenschaftliche und tehnologische Zusammenarbeit geeinigt.

    Links
    KCNA
    Reuters
    IRNA
    Kyodo News
    Chosun Ilbo
    Arms Control Wonk
    UPI
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    Auffällig ist dabei nach Ansicht von Fachleuten die Zusammensetzung der iranischen Delegation. Während die iranische Pressemeldung sparsam mit Details ist, nennt die Nordkoreanische KCNA zumindest Namen. Danach sollen auch Fereydoon Abbasi-Dabani, Chef der iranischen Atomenergiebehörde und Ahmad Vahidi, iranischer Verteidigungsminister präsent gewessen sein. Die iranischen Raketentechniker, so berichtete Kyodo News seien direkt Ahmad Vahidi unterstellt, was auch die Bedeutung der Kooperation unterstreicht.

    12.12.2012
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