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24.05.2013

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19:33Deutsche-Bank-Chefs: Kulturwandel braucht Zeit

19:0026 Tote bei Doppelanschlag in Niger - Islamisten bekennen sich

18:20Merkel: Deutsch-niederländisches Kabinettstreffen überfällig

17:59Gabelstapler-Bauer Kion schließt Werk in Wales

17:26EU-Betrugsbekämpfer haben so viel zu tun wie nie zuvor

16:40Hisbollah schickt weitere Kämpfer nach Syrien

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Nach Papst-Rücktritt

Reformieren oder bewahren? Pro und Contra

  • Video Kirche: Reformieren oder bewahren?
  • Interaktiv Politbarometer Extra
  • Video Klare Mehrheit gegen Zölibat der Kirche
  • Video Katholische Pfarrer unter Druck
  • VideoKirche: Reformieren oder bewahren?

    Frauen im Priesteramt? Zölibat? Pille danach? Wo die einen enormen Reformbedarf sehen, stoßen andere auf Grenzen der Möglichkeiten: Ein Pro & Contra zum Thema Kirchenreform.

    (19.02.2013)
    InteraktivPolitbarometer Extra
    Die katholische Kirche sollte sich stärker an ihren Mitgliedern orientieren / Quelle: ZDF
    (Quelle: ZDF)
    VideoKlare Mehrheit gegen Zölibat der Kirche

    Neun von zehn Deutschen wünschen sich die Abschaffung des Zölibats in der Kirche. Zudem sprechen sich nach Zahlen des ZDF-Politbarometers mehr als 80 Prozent für Frauen im Priesteramt aus.

    (19.02.2013)
    VideoKatholische Pfarrer unter Druck

    In den vergangenen Jahren sind zahlreiche katholische Pfarrer in Rente gegangen. Da es kaum Nachwuchs gibt, wurden zahlreiche Gemeinden zusammengelegt. Viele Pfarrer fühlen sich deshalb überfordert.

    (19.02.2013)

    Altersgrenze für Papst: Mehr dagegen als dafür

    43 Prozent aller Deutschen fänden es gut, wenn ein Papst mit Erreichen eines bestimmten Alters aus dem Amt ausscheiden müsste. Von den Katholiken befürworten laut aktuellem ZDF Politbarometer Extra 41 Prozent eine solche Altersgrenze, 52 Prozent sind dagegen.  

    Links
    Videos: Wohin geht die Kirche?
    Die weitaus meisten Deutschen würden es begrüßen, wenn es in der katholischen Kirche bei den Themen Zölibat, Frauen im Priesteramt oder Wiederverheiratung Geschiedener zu Reformen käme. So sind 88 Prozent aller Befragten und 84 Prozent der Katholiken der Meinung, katholische Priester sollten heiraten dürfen. Nur acht Prozent lehnen das ab, unter den Katholiken sind es zwölf Prozent (weiß nicht: alle: vier Prozent, Katholiken: vier Prozent).

    Wunsch nach Reformen

    Eine Öffnung des Priesteramtes für Frauen wünschen sich 83 Prozent, 13 Prozent sind dagegen (weiß nicht: vier Prozent). Auch hier unterscheidet sich die Einstellung der Katholiken nicht wesentlich von der Gesamtheit (dafür: 75 Prozent, dagegen: 22 Prozent, weiß nicht: drei Prozent). Ähnlich hoch ist die Zustimmung, wenn es um die kirchliche Heirat von Geschiedenen geht. 81 Prozent sprechen sich dafür aus (Katholiken: 79 Prozent), nur 13 Prozent (Katholiken: 16 Prozent) meinen, Geschiedenen sollte es nicht erlaubt sein, wieder kirchlich zu heiraten (weiß nicht: alle: sechs Prozent, Katholiken: fünf Prozent).

    Zwischen Kirche und Privatleben

    Vom Priester zum Exkleriker

    Bischofskonferenz / Quelle: dapd

    Katholische Priester sollen ihre ganze Liebe für Gott reservieren. Mit Frauen beispielsweise sollen sie sich nicht einlassen. Auch ein öffentliches Amt dürfen sie nicht annehmen - ein Priester als Politiker? Ausgeschlossen.

    Manchmal klappt das nicht. heute.de listet Beispiele auf, in denen Priester ihr Amt ablegen mussten.

    Ernst-Ewald Roth

    Vor sieben Jahren entschied sich der Stadtdekan und Pfarrer aus Wiesbaden, seine Vorstellungen von Sozialpolitik als Politiker umzusetzten. Nach seiner Entscheidung, die Kirche nicht mehr als Kleriker zu unterstützen, kandidierte er in der Landeshauptstadt als Oberbürgermeister.

    Das katholische Kirchenrecht untersagt es "öffentliche Ämter anzunehmen, die eine Teilhabe an der Ausübung weltlicher Gewalt mit sich bringt." Roth wurde von dem damaligen Bischof aus Limburg, Franz Kamphaus, von seinen Kirchenämtern suspendiert.
    Heute ist er Abgeordneter der SPD im hessischen Landtag.

    Anton Aschenbrenner

    Nach 15 Jahren im Priesteramt in der Diözese Passau wurde Anton Aschenbrenner 2003 vom Bistum Passau suspendiert, weil er sich für ein Leben mit Frau und Kind entschieden hatte.

    Seine Erfahrungen mit der Kirchenleitung ließen ihn aus der Kirche austreten. Es folgten Exkommunikation und ein Aufbruch in die Selbständigkeit - beruflich, aber noch mehr theologisch, philosophisch und weltanschaulich.

    Peter Janousek

    Im November 2012 sorgte Peter Janousek, Pfarrer der österreichischen Gemeinde Hausleiten für reichlich Diskussionsstoff. Er entschied sich nach 12 Jahren im Amt für einen "Rücktritt aus Liebe". Er wollte mit seiner Freundin zusammenziehen.Die Erzdiözese Wien akzeptierte Janouseks Entscheidung, wenn auch mit Bedauern.

    Zudem fordert eine Mehrheit, die katholische Kirche solle sich stärker an den Wünschen der Basis orientieren. Bei strittigen Themen sollten nach Meinung von 79 Prozent aller Befragten und 74 Prozent der Katholiken die Wünsche der Kirchenmitglieder als Richtschnur dienen, nur elf Prozent (Katholiken: 15 Prozent) sind der Meinung, die Kirche solle sich – im Zweifelsfall auch gegen den Willen vieler ihrer Mitglieder - nach ihren traditionellen Grundsätzen richten (weiß nicht: alle: zehn Prozent, Katholiken: elf Prozent).

    Papst Benedikt gibt Amt auf / Quelle: dpa

    Papst Benedikt XVI. tritt zurück
    Quelle: dpa

    Altersgrenze für Päpste

    Nach dem angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. wird auch darüber diskutiert, ob es in Zukunft für Päpste eine Altersgrenze geben soll. 43 Prozent fänden es gut, wenn ein Papst mit Erreichen eines bestimmten Alters aus dem Amt ausscheiden müsste, 46 Prozent lehnen das ab (weiß nicht: elf Prozent). Von den Katholiken befürworten 41 Prozent eine solche Altersgrenze, 52 Prozent sind dagegen (weiß nicht: sieben Prozent).

    Die Umfrage zum ZDF Politbarometer ...

    ... wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Daten wurden in Interviews am 18. Februar 2013 bei 1.091 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei 1.000 Befragten und einem Anteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteil von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.

    19.02.2013
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