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Nach Papst-Rücktritt
Reformieren oder bewahren? Pro und Contra
VideoKirche: Reformieren oder bewahren?
InteraktivPolitbarometer Extra
VideoKlare Mehrheit gegen Zölibat der Kirche
VideoKatholische Pfarrer unter Druck
Altersgrenze für Papst: Mehr dagegen als dafür
43 Prozent aller Deutschen fänden es gut, wenn ein Papst mit Erreichen eines bestimmten Alters aus dem Amt ausscheiden müsste. Von den Katholiken befürworten laut aktuellem ZDF Politbarometer Extra 41 Prozent eine solche Altersgrenze, 52 Prozent sind dagegen.
Die weitaus meisten Deutschen würden es begrüßen, wenn es in der katholischen Kirche bei den Themen Zölibat, Frauen im Priesteramt oder Wiederverheiratung Geschiedener zu Reformen käme. So sind 88 Prozent aller Befragten und 84 Prozent der Katholiken der Meinung, katholische Priester sollten heiraten dürfen. Nur acht Prozent lehnen das ab, unter den Katholiken sind es zwölf Prozent (weiß nicht: alle: vier Prozent, Katholiken: vier Prozent).Wunsch nach ReformenEine Öffnung des Priesteramtes für Frauen wünschen sich 83 Prozent, 13 Prozent sind dagegen (weiß nicht: vier Prozent). Auch hier unterscheidet sich die Einstellung der Katholiken nicht wesentlich von der Gesamtheit (dafür: 75 Prozent, dagegen: 22 Prozent, weiß nicht: drei Prozent). Ähnlich hoch ist die Zustimmung, wenn es um die kirchliche Heirat von Geschiedenen geht. 81 Prozent sprechen sich dafür aus (Katholiken: 79 Prozent), nur 13 Prozent (Katholiken: 16 Prozent) meinen, Geschiedenen sollte es nicht erlaubt sein, wieder kirchlich zu heiraten (weiß nicht: alle: sechs Prozent, Katholiken: fünf Prozent).Zwischen Kirche und Privatleben
Vom Priester zum Exkleriker
Katholische Priester sollen ihre ganze Liebe für Gott reservieren. Mit Frauen beispielsweise sollen sie sich nicht einlassen. Auch ein öffentliches Amt dürfen sie nicht annehmen - ein Priester als Politiker? Ausgeschlossen.
Manchmal klappt das nicht. heute.de listet Beispiele auf, in denen Priester ihr Amt ablegen mussten.
Ernst-Ewald Roth
Vor sieben Jahren entschied sich der Stadtdekan und Pfarrer aus Wiesbaden, seine Vorstellungen von Sozialpolitik als Politiker umzusetzten. Nach seiner Entscheidung, die Kirche nicht mehr als Kleriker zu unterstützen, kandidierte er in der Landeshauptstadt als Oberbürgermeister.
Das katholische Kirchenrecht untersagt es "öffentliche Ämter anzunehmen, die eine Teilhabe an der Ausübung weltlicher Gewalt mit sich bringt." Roth wurde von dem damaligen Bischof aus Limburg, Franz Kamphaus, von seinen Kirchenämtern suspendiert.
Heute ist er Abgeordneter der SPD im hessischen Landtag.
Anton Aschenbrenner
Nach 15 Jahren im Priesteramt in der Diözese Passau wurde Anton Aschenbrenner 2003 vom Bistum Passau suspendiert, weil er sich für ein Leben mit Frau und Kind entschieden hatte.
Seine Erfahrungen mit der Kirchenleitung ließen ihn aus der Kirche austreten. Es folgten Exkommunikation und ein Aufbruch in die Selbständigkeit - beruflich, aber noch mehr theologisch, philosophisch und weltanschaulich.
Peter Janousek
Im November 2012 sorgte Peter Janousek, Pfarrer der österreichischen Gemeinde Hausleiten für reichlich Diskussionsstoff. Er entschied sich nach 12 Jahren im Amt für einen "Rücktritt aus Liebe". Er wollte mit seiner Freundin zusammenziehen.Die Erzdiözese Wien akzeptierte Janouseks Entscheidung, wenn auch mit Bedauern.
Papst Benedikt XVI. tritt zurück
Quelle: dpa
Quelle: dpa
Die Umfrage zum ZDF Politbarometer ...
... wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Daten wurden in Interviews am 18. Februar 2013 bei 1.091 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei 1.000 Befragten und einem Anteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteil von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.
... wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Daten wurden in Interviews am 18. Februar 2013 bei 1.091 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei 1.000 Befragten und einem Anteil von 40 Prozent gut +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteil von zehn Prozent gut +/- zwei Prozentpunkte.



