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Verdacht auf Pferdefleisch
Rewe nimmt weitere Produkte aus dem Verkauf
Videovid skandal ausweitet
VideoEU für europaweite Fleisch-Gentests
VideoDer Weg des Fleisches
Rewe hat wegen des Verdachts auf Pferdefleisch zwei weitere Tiefkühlprodukte aus dem Verkauf genommen. Betroffen sind "Rewe Chili con Carne" und "Rewe Spaghetti Bolognese".
Der Hersteller SGS Geniesser Service könne nicht ausschließen, dass die beiden Produkte Anteile von Pferdefleisch enthalten, teilte Rewe mit. Das Unternehmen habe vorsorglich die Produkte aus dem Verkauf genommen. Kunden können die Artikel im jeweiligen Rewe-Markt zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet.In Deutschland und anderen europäischen Ländern waren in den vergangenen Tagen Spuren von Pferdefleisch in Fertiggerichten, die eigentlich Rindfleisch enthalten sollten, entdeckt worden. In Deutschland nahmen die Supermarktketten Edeka, Real, Rewe und Kaiser's Tengelmann sowie der Tiefkühllieferservice Eismann Lasagneprodukte aus dem Handel. Lidl stoppte den Verkauf von Rindfleischtortelloni der Eigenmarke Combino. Aldi Süd nahm Ravioli Bolognese und Rindergulasch in der Dose aus dem Handel. Ins Rollen gekommen war der Skandal nach entsprechenden Funden in Fertiglasagne in Großbritannien.
Pferdefleisch: Verdächtige Gerichte
Lasagne von Real
- Die Supermarktkette Real ruft die "TiP Lasagne Bolognese, 400g, tiefgekühlt" zurück, nachdem in einzelnen Stichproben Anteile von Pferdefleisch gefunden worden waren. An das Zentrallager eines Handelsunternehmens in Rheinland-Pfalz wurden nach Behördenangaben etwa 1000 Kilogramm falsch etikettierte "TiP"-Lasagne geliefert. Die Ware sei aber nicht mehr in den Verkauf gelangt.
Lasagne von Kaiser's Tengelmann
- Die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann nimmt in ihren rund 500 Filialen in den Regionen Berlin, Nordrhein und Oberbayern ihre Tiefkühllasagne vorsorglich aus dem Verkauf. Sie geht davon aus, dass auch ihre Eigenmarke A&P Pferdefleisch enthält. Der französische Hersteller Comigel habe seine Kunden offiziell informiert, dass unabhängige Labore in Fertiggerichten aus seiner Produktion Pferdefleisch entdeckt hätten.
Lasagnen von anderen Firmen
- Die Supermarktkette Edeka entfernt vorsorglich das Produkt "Gut & Günstig Lasagne Bolognese". In einzelnen Stichproben seien geringe Mengen Pferdefleisch gefunden worden.
- Das Handelsunternehmen Konsum Leipzig nimmt "Lasagne Bolognese Gut & Günstig" aus den Tiefkühltruhen seiner etwa 70 Filialen in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.
- In Baden-Württemberg wird verdächtige Tiefkühllasagne der Firma Eismann aus dem Handel genommen.
- Auch Rewe Dortmund zieht nach Unternehmensangaben vorsorglich eine verdächtige Lasagne zurück.
- Die Metro-Großhandelsmärkte für Gewerbetreibende nehmen die "Lasagne Bolognese Capri 400 g" vorsorglich aus dem Verkauf. Die Metro-Großhandelssparte hat gut 100 Märkte in Deutschland.
Rindergulasch
- Aldi nimmt "Gulasch 540 g Dose, Sorte Rind" aus den Regalen. Nach Angaben der Dreistern-Konserven GmbH & Co. KG aus dem brandenburgischen Neuruppin wurden Spuren von Pferdefleisch in "Rindergulasch 540g Omnimax" nachgewiesen. Sie könnte auch "im Rahmen der Fleischverarbeitung bereits durch die Nutzung gemeinsamer Schlachthäuser oder Transportbehälter entstanden sein".
Ravioli
- Aldi Süd nimmt "Ravioli, 800g Dose (Sorte Bolognese)" vorsorglich aus den Regalen.
Tortelloni
- Der Discounter Lidl stoppt den Verkauf von "Tortelloni Rindfleisch" der Handelsmarke Gusto. Bei Lidl in Österreich war darin Pferdefleisch gefunden worden. Die Gusto GmbH gehört zur Hilcona AG mit Sitz in Liechtenstein.
Pasta Bolognese
- Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch nimmt die Supermarktkette Rewe ihr Produkt "Spaghetti Bolognese" aus dem Programm.
- Aldi sortiert die "Tiefkühl Penne Bolognese 750 g" aus, nachdem dort Anteile von Pferdefleisch nachgewiesen wurden.
Chili con Carne
- Wegen des Verdachts auf Pferdefleisch nimmt die Supermarktkette Rewe ihr Produkt "Chili con Carne" aus dem Programm.
Rückrufliste im Netz
Verbraucher können jetzt im Internet verfolgen, welche Fertigmahlzeiten im Zuge des Pferdefleischskandals in Nordrhein-Westfalen zurückgerufen oder aus den Regalen genommen wurden. Das Düsseldorfer Verbraucherschutzministerium startete am Montag eine Rückrufliste im Netz. Verbraucherschutzminister Johannes Remmel (Grüne) begründete die Aktion mit der aus seiner Sicht unzureichenden Information durch einen Teil der Lebensmittelwirtschaft.
Die Liste enthält Produkte von Unternehmen, die ihren Hauptfirmensitz in Nordrhein-Westfalen haben. Die Liste, die auf Veröffentlichungen der Unternehmen beruht, soll fortlaufend aktualisiert werden. Mit den anderen Bundesländern sei vereinbart, dass auch dort entsprechende Seiten aufgebaut werden.
(Quelle: dpa)
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