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Historischer Dezemberfrost

Russland: 123 Kälte-Tote - 250.000 Schüler zu Hause

  • Bild Russland: Menschen in einer Tram
  • Video Eiseskälte lähmt weite Teile Russlands
  • Video Fast Frühling in Süddeutschland
  • Video Der Norden Deutschlands friert
  • BildRussland: Menschen in einer Tram
    Kälte in Russland - Fahrgäste in einer Tram
    VideoVideo_Rekordkälte

    Die Rekordkälte dieser Tage sprengt sogar sibirische Maßstäbe. Es ist der kälteste Winter seit über 50 Jahren in Russland, dem nach offiziellen Angaben schon Dutzende Menschen zum Opfer gefallen sind.

    (23.12.2012)
    VideoFast Frühling in Süddeutschland

    Schneeschmelze und Regen lassen die Flüsse im Südwesten ansteigen. Und die frühlingshaften Temperaturen sorgen für leere Glühweinstände auf den Weihnachtsmärkten - die Eisdielen hingegen freuen sich.

    (23.12.2012)
    VideoVideo_Kälte im Norden

    Der kalte Seewind ließ die Temperaturen heute im Norden und Nordosten teils auf gefühlte Minus 10 Grad sinken. Autofahrer mussten mit sehr winterlichen Straßenverhältnissen und Eisglätte rechnen.

    (23.12.2012)

    Mindestens 123 Tote - die klirrende Kälte in Russland fordert immer mehr Menschenleben. Noch immer lähmen Temperaturen unter minus 30 Grad weite Teile des Riesenreiches. Etliche Kinder haben kältefrei. In Moskau wird es milder - deshalb drohen neue Gefahren. 

    Die schwersten Dezemberfröste seit einem halben Jahrhundert haben in Russland bisher mindestens 123 Menschen das Leben gekostet, mehr als 1.700 Kälteopfer brauchten medizinische Hilfe. Etwa 900 Menschen befänden sich noch in Kliniken, zitierte die Agentur Interfax Gesundheitsbehörden. Wegen der klirrenden Kälte fiel für mehr als 250.000 kleine Kinder die Grundschule oder der Kindergarten aus.

    Zu wenig Notunterkünfte

    Allein am Vortag seien sieben Menschen in verschiedenen Regionen des Riesenreiches erfroren, hieß es seitens der Behörden. Experten gehen sogar von weit mehr Kälteopfern aus. Noch am Sonntagabend hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 88 angegeben.

    Kritiker bemängeln, dass für Obdachlose kaum Notunterkünfte bereitstehen. In mehreren Gegenden östlich des Urals herrschte weiter schwerer Frost weit unter minus 30 Grad. Für Moskau sagten Meteorologen allerdings einen deutlichen Temperaturanstieg voraus.

    Warnung vor Blitzeis und Eiszapfen

    Zugleich warnte das Zivilschutzministerium vor Gefahren aufgrund des milderen Wetters. Vor allem tauende und herabfallende Eiszapfen an Dächern sowie Blitzeis auf den Straßen seien eine Gefahr. Der oberste Amtsarzt Gennadi Onischtschenko rechnet mit einer deutlichen Zunahme von Grippeerkrankungen.

    In der südsibirischen Teilrepublik Tuwa gingen die Reparaturarbeiten an einem kaputten Heizkraftwerk weiter. Ein Flugzeug des Zivilschutzes brachte Dutzende Heizöfen in die Region an der Grenze zur Mongolei, in der seit Tagen Temperaturen unter minus 40 Grad herrschen. Republikchef Scholban Kara-ool bat die Zentralregierung um zusätzliches Geld für den Bau eines modernen Kesselhauses, das dem harten Wetter besser standhalten könne.

    25.12.2012, Quelle: dpa
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