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20.05.2013

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Pulverfass Nahost

Scharfe Kritik an Israel nach Luftangriff in Syrien

  • Video "Israel hat Angst vor Chemiewaffen"
  • Infografik Israels Grenzen - der Gebietskonflikt
  • Video Eine Reise durch das zerstörte Syrien
  • Bilderserie Der Nahostkonflikt - ein Kampf ohne Ende
  • Video"Israel hat Angst vor Chemiewaffen"

    Israels Luftwaffe hat offenbar einen Konvoi in Syrien bombadiert. Eine Erklärung könnte sein, dass Israel Angst davor hat, dass syrische Chemiewaffen in falsche Hände gelangen, so Christian Sievers.

    (31.01.2013)
    InfografikIsraels Grenzen - der Gebietskonflikt
    VideoEine Reise durch das zerstörte Syrien

    Schon über ein Jahr dauert der Konflikt in Syrien. 700.000 Flüchtlinge sind im Ausland, noch viel mehr in Syrien auf der Flucht. Im Land gibt es weiterhin Demonstrationen und dubiosen Waffenhandel.

    (11.01.2013)
    BilderserieDer Nahostkonflikt - ein Kampf ohne Ende
    (04.12.2012)

    Ein israelischer Luftangriff in Syrien verschärft die kritische Lage im Nahen Osten: Nach US-Angaben bombardierte Israel in der Nähe von Damaskus einen Konvoi mit hochmodernen Waffen für die Hisbollah, der auf dem Weg in den Libanon war. Aus der arabischen Welt und Russland kommt scharfe Kritik. 

    Amerikanische Regierungsbeamte bestätigten US-Medien zufolge einen israelischen Raketenangriff in Syrien. Die Kampfjets hätten nahe der Hauptstadt Damaskus einen Konvoi bombardiert, der mit hochmodernen Flugabwehrwaffen auf dem Weg zur Hisbollah-Miliz im Libanon gewesen sei, berichtete die "New York Times". Israel habe die USA über seine Attacke informiert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Informanten.

    Sorge vor Ausweitung des Bürgerkriegs

    Der erste israelische Luftangriff auf syrischem Gebiet seit 2007 löse Besorgnis aus, dass der Bürgerkrieg in dem Land sich auf die Region ausweite, meldete die "Washington Post". Von der israelischen Regierung gab es keinen Kommentar.

    Israels Luftangriff soll einem Konvoi nahe Damaskus gegolten haben

    Das syrische Regime hatte die israelische Luftwaffe beschuldigt, Ziele nahe Damaskus bombardiert zu haben. Die Kampfjets hätten am Mittwoch ein Forschungszentrum für militärische Zwecke attackiert, hieß es in der von Staatsmedien verbreiteten Erklärung. Nach syrischen Angaben sollen bei den Angriffen zwei Menschen getötet worden sein.

    Libanon dementiert Angriff nahe Grenze

    Zuvor hatte es bereits Spekulationen gegeben, Israels Luftwaffe habe einen Waffenkonvoi auf syrischem Territorium an der Grenze zum Libanon angegriffen. Dabei solle es sich möglicherweise um Waffenlieferungen an die Hisbollah gehandelt haben. Aus dem Libanon wurde dies dementiert. "Die Meldungen über einen israelischen Angriff an der syrisch-libanesischen Grenze entbehren jeder Grundlage", meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.

    Allerdings teilten die libanesischen Streitkräfte mit, israelische Flugzeuge seien in der Nacht zum Mittwoch in den südlibanesischen Luftraum eingedrungen. "Jets haben die Region um Mitternacht herum in geringer Höhe überflogen, und es war ein Geräusch wie vom Durchbrechen der Schallmauer zu hören", hieß es aus dem Sicherheitsapparat. Die UN-Truppen im Libanon betonten, sie hätten keine Informationen über einen möglichen Angriff.

    Kritik von Arabischer Liga und Russland

    Israel ist sehr besorgt, dass Chemiewaffen und hochmoderne Waffensysteme aus dem umkämpften Syrien in die Hand der schiitischen Hisbollah-Milizen im Südlibanon fallen könnten. Der israelische Minister für Regionale Entwicklung, Silvan Schalom, hatte erst am Sonntag betont, Israel werde Maßnahmen ergreifen, um das zu verhindern.

    International wurde der Angriff scharf kritisiert: Die Arabische Liga erklärte, mit diesem brutalen Akt auf syrischem Territorium missachte Israel erneut die Souveränität eines arabischen Staates. Dies sei ein klarer Verstoß gegen internationales Recht. Die Hisbollah-Miliz schwor Syrien Treue. "Hisbollah erklärt ihre volle Solidarität mit der syrischen Führung, ihrer Armee und dem Volk", erklärte die radikal-islamische Organisation. Russland zeigte sich tief besorgt: "Wenn die Informationen bestätigt werden, wäre dies ein grober Verstoß gegen die UN-Charta", teilte das Außenministerium in Moskau mit.

    31.01.2013
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