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Nach aberkanntem Doktortitel
Schavan: Rücktritt voller Emotionen
VideoZDF spezial: Schavan tritt zurück
VideoSchavan tritt zurück
VideoReaktionen auf Schavans Rücktritt
Video"Ein untypischer Rücktritt"
Annette Schavan ist als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Die CDU-Politikerin zog die Konsequenz aus der Aberkennung ihres Doktortitels durch die Universität Düsseldorf. "Sie habe den Rücktritt sehr schweren Herzens angenommen", sagte Kanzlerin Angela Merkel. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka wird Schavans Nachfolgerin.
Nun ist es vollzogen: Annette Schavan tritt nach neunmonatiger Debatte um ihre Doktorarbeit zurück. Ihre Nachfolgerin Wanka war bereits in zwei Bundesländern Wissenschaftsministerin. Merkel sagte, sie habe den Rücktritt Schavans "sehr schweren Herzens angenommen". Mit ihr werde die anerkannteste und profilierteste Bildungspolitikerin die Bundesregierung verlassen.Schavan: "Amt darf nicht beschädigt werden"Schavan habe sieben Jahre als Bundesministerin und zuvor bereits zehn Jahre als Kultusministerin in Baden-Württemberg "im Dienste des Bildungs- und Forschungsstandortes Deutschland gestanden". Schavan stelle mit ihrem Rücktritt ihr eigenes Wohl hinter das Wohl des Ganzen.
ZDF spezial
Eine Sondersendung zum Schavan-Rücktritt sendet das ZDF heute um 19:20 Uhr, direkt im Anschluss an die 19h-Ausgabe der heute-Sendung.
Eine Sondersendung zum Schavan-Rücktritt sendet das ZDF heute um 19:20 Uhr, direkt im Anschluss an die 19h-Ausgabe der heute-Sendung.
Wechsel im Merkel-Kabinett seit 2009
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Der Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan macht die fünfte Kabinettsumbildung seit Amtsantritt der schwarz-gelben Regierung im Oktober 2009 nötig. Die scheidende niedersächsische Wissenschafts- und Kulturministerin Johanna Wanka soll als neue Bundesbildungsministerin ernannt werden.
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Am 16. Mai 2012 verkündet Bundeskanzlerin Angela Merkel überraschend die Auswechslung von Umweltminister Norbert Röttgen. Nachfolger wird der bisherige Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Peter Altmaier (CDU). Vorausgegangen war eine herbe Wahlniederlage der CDU in Nordrhein-Westfalen, für die Röttgen als Spitzenkandidat die Verantwortung trug. Bereits am Wahlabend war er als Landeschef zurückgetreten.
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Im Zuge der FDP-Krise kommt es im Mai 2011 zu einer weiteren Kabinettsumbildung. Um den Neuanfang der Partei perfekt zu machen, verdrängt der designierte Vorsitzende Philipp Rösler Wirtschaftsminister Rainer Brüderle nach langem Machtkampf aus dem Amt. Rösler wiederum übergibt das Gesundheitsressort an seinen bisherigen Parlamentarischen Staatssekretär Daniel Bahr. Beide erhalten am 12. Mai ihre Ernennungsurkunden. Brüderle wird Fraktionsvorsitzender.
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Am 1. März 2011 zieht Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Konsequenz aus der Plagiatsaffäre und erklärt seinen Rücktritt von allen politischen Ämtern. Wenige Tage zuvor hatte er in seiner Dissertation gravierende Fehler eingeräumt und seinen Doktortitel zurückgegeben. Das Verteidigungsressort übernimmt der damalige Innenminister Thomas de Maiziere. Neuer Chef des Innenressorts wird der bisherige CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich. Sein Amt übernimmt Gerda Hasselfeldt.
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Bereits wenige Wochen nach dem Regierungswechsel erklärt Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung am 27. November 2009 seinen Rücktritt. Zum Verhängnis wird ihm die Kundus-Affäre, die in seine Zeit als Verteidigungsminister der großen Koalition zurückreicht. Nachfolgerin Jungs wird Ursula von der Leyen, die bis dahin Familienministerin war. In dieses Amt folgt ihr CDU-Kollegin Kristina Schröder, die damals noch Kristina Köhler hieß.
Was Schavanplag fand
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Dissertation, Seite 69: Ein aktuelles Beispiel ist die Wehrpflicht und das Recht auf deren Verweigerung bei Gewissensanspruch. Der Einzelne soll nicht in die Situation gebracht werden, etwas tun zu müssen, was gegen sein Gewissen gerichtet ist und seine Persönlichkeit zerstört.
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Fundstelle Niklas Luhmann,1965, Seite: 276: Das bedeutsamste und akuteste Beispiel für direkten Zwang liefert die Wehrpflicht. [...] Der Einzelne soll nicht in Situationen gepreßt werden, in denen sein Gewissen sich gegen ihn selbst wendet und seine Persönlichkeit zerstört.
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Der Vorwurf von Schavanplag: Da die Verfasserin unmittelbar vor und nach dieser Passage auf wörtliche Zitate auf Luhmann (1965) verweist, hat der Leser den Eindruck, das erläuternde Beispiel mit der Wehrpflicht stamme im Gegensatz dazu von ihr. Es stellt sich die Frage, warum sie hier nicht z.B. den Konjunktiv verwendet, um deutlich zu machen, dass sie es lediglich von Luhmann übernimmt.
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Dissertation, Seite 98: Im Gegensatz zu Freud führt also Fromm den Konflikt zwischen Eltern und Kindern nicht primär auf geschlechtliche Rivalitäten zurück, sondern auf den Druck der elterlichen Autorität allgemein.
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Fundstelle Gerhard Klier, 1978, Seite 56: Am Schibboleth der Freudschen Gewissenstheorie, der Lehre vom Ödipuskomplex, erkennt Fromm lediglich das damit angesprochene Autoritätsproblem an, nämlich die Auflehnung des Kindes gegen den Druck der Elternautorität. Nach Fromm wird der ödipale Konflikt also nicht primär durch die geschlechtliche Rivalität ausgelöst.
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Der Vorwurf von Schavanplag: Die Verfasserin komprimiert eine Aussage von Klier (1978) etwas abgewandelt, ohne diesen zu erwähnen.
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Dissertation, Seite 164: Durch die Gründung und Erhaltung von politischen Gemeinwesen schließlich schafft menschliches Handeln die Bedingungen für eine Kontinuität der Generationen und damit für Geschichte.
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Fundstelle Hannah Arendt, 1960, Seite 15: [...] das Handeln schließlich, soweit es der Gründung und Erhaltung politischer Gemeinwesen dient, schafft die Bedingungen für eine Kontinuität der Generationen, für Erinnerung und damit für Geschichte.
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Der Vorwurf von Schavanplag: Die Urheberin des Gedankens, die politische Theoretikerin Hannah Arendt, wird in der vorliegenden Arbeit nicht nur nicht hier, sondern an gar keiner Stelle erwähnt.



