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Überprüfung der Doktorarbeit

Schavan geht es um ihre Integrität

  • Video Schavan geht es um Integrität
  • Video Schavan weist Plagiatsvorwürfe zurück
  • Video Glaubwürdigkeit einer Ministerin
  • VideoSchavan geht es um Integrität

    Nach der Einleitung des Plagiatsverfahrens geht es Annette Schavan (CDU) um ihr Ansehen: "Ich kämpfe nicht um einen Titel, es geht um Integrität", sagte sie der ZDF-Sendung Berlin direkt.

    (27.01.2013)
    VideoSchavan weist Plagiatsvorwürfe zurück
    (23.01.2013)
    VideoGlaubwürdigkeit einer Ministerin

    Annette Schavan will kämpfen: Um ihren Doktortitel, ihr Amt, ihre Glaubwürdigkeit. Aber wie beschädigt ist eine Wissenschaftsministerin, der unsauberes wissenschaftliches Arbeiten vorgeworfen wird?

    (21.10.2012)

    Nach der Einleitung des Plagiatsverfahrens geht es Bundesbildungsministerin Annette Schavan um ihr Ansehen: "Ich kämpfe nicht um einen Titel, es geht um Integrität", sagte sie im ZDF. Mehrere Unions-Politiker stärkten ihr den Rücken. 

    Im Plagiatsstreit mit der Universität Düsseldorf erhält Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) Unterstützung aus den eigenen Reihen. Sie selbst wies die Vorwürfe am Wochenende im ZDF noch einmal zurück.
    TV-Hinweis

    Interviews und Hintergründe zum Berliner Politikgeschehen heute um 19.10 Uhr bei Berlin direkt.

    Schavan steht wegen ihrer 1980 verfassten Doktorarbeit "Person und Gewissen" in der Kritik. Ein anonymer Blogger hatte ihr im Frühjahr 2012 vorgeworfen, an mehreren Stellen ihrer Doktorarbeit abgeschrieben und Quellen nicht genannt zu haben. Am vergangenen Dienstag leitete der Rat der Philosophischen Fakultät an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ein förmliches Prüfverfahren ein. An dessen Ende könnte die Aberkennung des Doktortitels stehen.

    Vorwurf "hat mich ins Mark getroffen"
    Die 57-jährige Ministerin bestreitet vehement, abgeschrieben oder Quellen nicht korrekt zitiert zu haben. Am 5. Februar tritt der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf erneut zusammen.

    Schavan selbst äußerte sich im Interview mit der ZDF-Sendung "Berlin direkt" bei ihrer Wiederaufstellung als Bundestagskandidatin des Alb-Ulm-Donaukreises am Freitagabend in Ulm: Der Vorwurf der Täuschung "hat mich ins Mark getroffen". "Selbstverständlich habe ich weder getäuscht noch abgeschrieben", so Schavan. Ihr Kreisverband gab ihr Rückhalt und nominierte sie mit 96 Prozent der Stimmen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Nach ihrer Wahl gab es stehende Ovationen. Vor vier Jahren musste sich Schavan noch gegen vier Gegenkandidaten durchsetzen, mit knappen 57 Prozent.

    Seehofer kritisiert Uni-Verfahren
    CSU-Chef Horst Seehofer kritisierte das Verfahren der Universität Düsseldorf am Wochenende scharf. Der bayerische Ministerpräsident sagte der "Bild am Sonntag": "Ich halte das Verfahren der Universität Düsseldorf gegen Frau Schavan für in hohem Maße unfair. Die Universität muss es jetzt schnell abschließen."
    Auch Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) stärkte seiner Parteifreundin den Rücken. "Annette Schavan hat unser volles Vertrauen", sagte Kauder der "Welt am Sonntag" und betonte, es sei keine abschließende Entscheidung gefallen. Kritikern aus der CSU hielt der CDU-Politiker entgegen: "In der Union sollten wir stets miteinander wie Freunde und nicht wie Gegner umgehen."

    Kauder auch für externes Gutachten
    Kauder sagte weiter, er unterstütze die Forderung, dass die Universität ein externes Gutachten einholen sollte. "Die Universität würde sich selbst den Gefallen tun, externen Sachverstand einzubeziehen." Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält bislang zu ihrer Vertrauten. Merkel habe weiter "volles Vertrauen" in Schavans Arbeit als Ministerin, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert am vergangenen Mittwoch gesagt.
    Der emeritierte Juraprofessor George Turner ergriff Partei für Schavan. "Nicht nur die Doktorandin, sondern auch der Doktorvater war überfordert", betont der ehemalige Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz in einem Kommentar für den "Spiegel". Laut Turner lenkt die Prominenz der Autorin vom wahren Missstand ab, nämlich der "Wissenschaftsaufblähung" an Universitäten in den 60er und 70er Jahren.

    Turner wirft der Universität Düsseldorf vor, sie habe damals Professoren "hochbefördert", die mit der Betreuung von Doktoranden "überfordert" gewesen seien. An Schavans mangelhaftem Zitierstil seien sowohl ihr Doktorvater als auch die Universität Düsseldorf schuld.

    27.01.2013, Quelle: dapd, ZDF
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