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Plagiatsverfahren gegen Ministerin
Schavan räumt mögliche Flüchtigkeitsfehler ein
BildBildungsministerin Annette Schavan
VideoSchavan geht es um Integrität
VideoSchavan weist Plagiatsvorwürfe zurück
Video#_MME_4_Flüchtigkeitsfehler Schavans
Bildungsministerin Annette Schavan hat erstmals eingeräumt, dass ihr bei ihrer Doktorarbeit "Flüchtigkeitsfehler" unterlaufen sein könnten. Sie habe aber nicht plagiiert oder gar getäuscht, sagte die CDU-Politikerin. Gegen Schavan läuft ein Verfahren zur Aberkennung ihres Doktortitels.
Im Interview mit dem "Zeit-Magazin" erklärte Bundesbildungsministerin Annette Schavan, sie könne nicht in Anspruch nehmen, bei ihrer Doktorarbeit keine Flüchtigkeitsfehler gemacht zu haben. "Aber ich kann in Anspruch nehmen, nicht plagiiert oder gar getäuscht zu haben", sagte die CDU-Politikerin. Flüchtigkeitsfehler seien ihr zudem nicht peinlich."Nicht die technischen Möglichkeiten"Vor 33 Jahren habe es noch keine technischen Möglichkeiten gegeben, einen Text noch einmal zu überprüfen, sagte Schavan. So habe sie etwa im Literaturverzeichnis ihrer 1980 eingereichten Dissertation eine Quelle zweimal genannt, eine andere dafür gar nicht. "Man konnte nur selbst genau lesen und auf die Prüfer vertrauen." Die Ministerin legte Wert darauf, es dürfe nicht andauernd der Eindruck erweckt, "dass Plagiate und Fehler auf der gleichen Ebene liegen", sagte sie weiter. Annette Schavan steht wegen ihrer Doktorarbeit "Person und Gewissen" in der Kritik. Der Rat der Philosophischen Fakultät an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hatte am 22. Januar ein förmliches Prüfverfahren eingeleitet. An dessen Ende könnte die Aberkennung des Doktortitels stehen. Der Fakultätsrat tritt am 5. Februar wieder zusammen.Ungeachtet der weiteren Entwicklung hat der CDU-Kreisverband Alb-Donau/Ulm die Ministerin mit überwältigender Mehrheit erneut als Direktkandidatin für die Bundestagswahl nominiert.


