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Stiftung Warentest

Schlechte Noten für Stromtarif-Rechner

  • Bild Strompreis-Portal
  • Video Vorsicht bei Stromvergleichsportalen!
  • Video Ärger mit Billig-Stromanbietern
  • Video Gegenwind für Strompreisbremse
  • Bild Strompreis-Portal
    Strompreisvergleich - Verivox
    VideoVorsicht bei Stromvergleichsportalen!

    Die Entwicklung der Strompreise kannte bisher nur eine Richtung: nach oben. Daher lohnt sich der Anbietervergleich. Keines der Internetportale wurde aber von der Stiftung Warentest mit "gut" bewertet.

    (21.02.2013)
    VideoÄrger mit Billig-Stromanbietern

    Billigstromanbieter locken Kunden mit Tiefstpreisen und Bonuszahlungen. Doch nicht selten scheitern die Anbieter an ihrem Geschäftsmodell. Gehen sie pleite, hat der Kunde das Nachsehen.

    (28.01.2013)
    VideoGegenwind für Strompreisbremse

    Seit Bundesumweltminister Peter Altmaier die Strompreisbremse präsentierte, kriselt es gewaltig. Gegenwind bekommt er von allen Seiten: Von der Opposition, von der Koalition und aus der Union selbst.

    (04.02.2013)

    Vergleichsportale für Stromtarife sind nach Ansicht der Stiftung Warentest zu unübersichtlich. Von zehn getesteten Portalen erhielt keines eine gute Note. Das beste bekam die Note 2,6 - das schlechteste Portal schnitt mit 4,9 ab. 

    Vergleichsportale sind bei der Suche nach einem neuen Stromanbieter laut Stiftung Warentest nur für geübte Nutzer auch eine Hilfe. Kein Stromtarifrechner sei verbraucherfreundlich, urteilte das Magazin "Test" in seiner März-Ausgabe. Von zehn Portalen kamen demnach fünf auf ein "befriedigend", vier auf ein "ausreichend" und eins sogar auf "mangelhaft". Gute Noten gab es für keines der Portale.

    Die Tester bemängelten vor allem, dass Verbraucher mit den voreingestellten Suchoptionen nicht unbedingt den fairsten Anbieter empfohlen bekämen. Stattdessen landeten sie bei Tarifen mit Vorkasse, undurchsichtigen Preisen und wenig Flexibilität bei einer Kündigung. Das Versprechen, durch einen Anbieter bis zu 1.000 Euro einsparen zu können, sei zudem unrealistisch.

    Testergebnisse im Detail

    Getestete Portale

    Von zehn getesteten Portalen bekam verivox.de die Bestnote 2,6, allerdings müsse man hier für faire Angebote in den Voreinstellungen einige Häckchen entfernen.

    Fairere Angebote trotz Voreinstellungen bietet dagegen das zweitplatzierte Portal hauspilot.de (Note 2,8), allerdings ist hier der Stromanbieter-Wechsel kostenpflichtig.

    Die letzten Plätze belegte presivergleich.de/strom mit der Note 4,3. Für stromtarife.de gab es mit 4,9 ein mangelhaft.

    Faire Tarife

    Faire Tarife zeichnen sich durch monatliche Abschlagszahlung aus.
    Sie geben eine Preisgarantie -  mindestens für Strombeschaffung und Netzentgelte.
    Es gibt einen festen Neukundenbonus. Die Kündigungsfrist ist kurz, nicht mehr als sechs Wochen zum Ende der ersten Laufzeit. Bei fairen Tarifen gibt es auch eine kurze Anschlusslaufzeit, zudem bieten sie Ökostrom mit Gütesiegeln an.

    Unfaire Tarife

    Unfaire Tarife verlangen den geschätzen Stromverbrauch per Vorkasse, bis zu 12 Monate im Voraus. Ein großer Neukundenbonus macht den Tarif  nur im ersten Jahr günstig, im zweiten Jahr wird es teurer. Lange Anschlusslaufzeiten binden bei verpasster Kündigung ein Jahr oder länger an den Vertrag. Unfaire Tarife verkaufen feste Strommengen im Pakettarif. Verbraucht der Kunde mehr, muss er dazuzahlen, vebraucht er weniger, gibt es kein Geld zurück. Für Ökostrom gibt es kein Siegel.

    (Quelle: Stiftung Warentest 03/2013)

    Kein Portal ist verbraucherfreundlich

    Den besten Schutz vor Bauernfängerei bieten laut "Test" die beiden Portale Energieverbraucherportal und Hauspilot. Wer hier mit den voreingestellten Filtern auf die Suche nach einem neuen Anbieter gehe, finde auf den ersten zehn Plätzen "überwiegend bis ausschließlich" faire Tarife, "allerdings sind hier Preise oder Tarife wenig transparent dargestellt", so das Testurteil. So ist ein direkter Wechsel über Energieverbraucherportal nicht möglich, bei Hauspilot kostet er bis zu 45 Euro. Bei den anderen Portalen ist der Wechsel kostenlos.

    Geübte Nutzer, die die Fallstricke kennen, könnten auch bei Verivox, Check24 und Toptarif auf die Suche gehen. Laut "Test" landen hier viele unfaire Tarife auf den vorderen Plätzen, wenn die Voreinstellungen nicht geändert werden.

    Faire Tarife sparen bis zu 20 Prozent

    Ein fairer Tarif zeichnet sich laut "Test" unter anderem durch eine möglichst umfassende Preisgarantie, eine monatliche Zahlweise und eine kurze Kündigungsfrist zum Ende der ersten Laufzeit aus. Bei einem Wechsel vom Basistarif des örtlichen Grundversorgers in einen dieser fairen Tarife sei im Durchschnitt eine Ersparnis von zehn bis 20 Prozent drin. So könne ein Drei-Personen-Haushalt in Berlin mit einem fairen Tarif derzeit bis zu 140 Euro im Jahr sparen, in Mainz sogar fast 240 Euro.

    21.02.2013, Quelle: dpa, afp, Stiftung Warentest
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