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ZDF Politbarometer

Sonntagsfrage: FDP nicht im Bundestag

  • Interaktiv Politbarometer vom 25.01.2013
  • Video Sonntagsfrage: FDP nicht im Bundestag
  • Video Rösler und Brüderle werden Duo Infernale
  • Interaktiv Politbarometer vom 25.01.2013
    VideoPolitbarometer vom 25.1.2013

    Die FDP wäre trotz ihres guten Abschneidens bei der Landtagswahl in Niedersachsen nicht im Bundestag vertreten. Das zeigt das aktuelle ZDF Politbarometer.

    (25.01.2013 Quelle: ZDF)
    VideoFDP verharrt bei vier Prozent

    Die FDP steckt in der Krise. Also gibt Rösler den Parteivorsitz frei. Doch keiner will ihn haben. Nun teilt sich die "gelbe Elf" die Verantwortung, Brüderle gibt den Torhelden, Rösler den Kapitän.

    (22.01.2013)

    Die FDP wäre trotz ihres guten Abschneidens bei der Landtagswahl in Niedersachsen nicht im Bundestag vertreten. Das zeigt das aktuelle ZDF Politbarometer. Nur etwa jeder Fünfte glaubt zudem an einen Aufwärtstrend der Partei durch das neue Führungsduo Philipp Rösler und Rainer Brüderle. Derweil verliert die Union nach ihrem Rekordergebnis im Politbarometer Anfang Januar leicht, während die SPD etwas zulegen kann. 

    Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die CDU/CSU auf 41 Prozent und würde damit - nach ihrem Rekordergebnis Anfang Januar – jetzt einen Punkt abgeben. Die SPD könnte zulegen auf 29 Prozent (plus eins). Dagegen bliebe die FDP, auch nach ihrem guten Abschneiden bei der Landtagswahl in Niedersachsen, im Bund weiter bei vier Prozent und wäre damit aktuell nicht im Bundestag. Die Linke erhielte sechs Prozent, die Grünen 13 Prozent und die Piraten drei Prozent - alle unverändert. Die sonstigen Parteien erreichten zusammen konstant vier Prozent. Neben einer großen Koalition hätte damit nur eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken eine Mehrheit.

    Bundestagswahl: Schwarz-Gelb oder Rot-Grün nicht erwartet

    Wahlzettel mit kleinen Spielfiguren - Rot, Schwarz, Gelb und Grün / Quelle: imago/blickwinkel

    39 Prozent erwarten im Bund eine Mehrheit für Schwarz-Gelb.
    Quelle: imago/blickwinkel

    Auch mit Blick auf den Ausgang der Bundestagswahl in rund acht Monaten glauben mit 50 Prozent beziehungsweise 57 Prozent die meisten Befragten, dass es weder für eine Regierung aus CDU/CSU und FDP noch für eine Regierung aus SPD und Grünen reichen wird. Nur 39 Prozent erwarten im September eine parlamentarische Mehrheit für Schwarz-Gelb (weiß nicht: elf Prozent) und 33 Prozent für Rot-Grün (weiß nicht: zehn Prozent).

    Bei der Wahl in Niedersachsen hatten viele der CDU nahestehende Wähler die FDP gewählt. Dass dies auch bei der Bundestagswahl der Fall sein wird, glauben 34 Prozent, 59 Prozent gehen nicht davon aus (weiß nicht: sieben Prozent). 15 Prozent aller Befragten und 22 Prozent der CDU/CSU-Anhänger würden eine solche Unterstützung der FDP befürworten, 46 Prozent aller Befragten und 41 Prozent der CDU/CSU-Anhänger lehnen das ab und 36 Prozent (alle Befragte) sowie 34 Prozent (CDU/CSU-Anhänger) wäre das egal.

    3 Fragen an die Forschungsgruppe Wahlen

    "Ein kleine Ungenauigkeit bleibt immer"

    Eine Woche vor der Wahl sagen uns Umfragen, wer die Wahl gewinnt. Und am Wahlabend sind die Ergebnisse dann ganz anders. Warum? 3 Fragen an Andrea Wolf von der Forschungsgruppe Wahlen.

    Erwartungen an neues FDP-Führungsduo gering

    Philipp Rösler, Rainer Brüderle / Quelle: ap

    19 Prozent erwarten Aufwärtstrend durch Doppelspitze Brüderle und Rösler.
    Quelle: reuters

    In dieser Woche hat die FDP beschlossen, mit einem Führungsduo aus Philipp Rösler als Parteivorsitzenden und Rainer Brüderle als Spitzenmann in den Bundestagswahlkampf zu gehen. Die Erwartungen an dieses neue Führungsduo sind sehr zurückhaltend: Nur 19 Prozent glauben, dass es mit Rösler und Brüderle an der Spitze für die FDP jetzt aufwärts gehen wird, mit 53 Prozent rechnen die meisten mit keinen größeren Auswirkungen und 17 Prozent sagen, mit dieser Aufstellung wird es für die Partei abwärts gehen (weiß nicht: elf Prozent).

    Im Einzelnen meinen nur 17 Prozent, es wirke sich für die FDP positiv aus, dass Philipp Rösler weiterhin Parteivorsitzender bleiben soll. Aber 40 Prozent sagen, das wirke sich negativ aus. Rainer Brüderle als Spitzenkandidat finden 36 Prozent gut für die FDP und 17 Prozent sagen, das sei schlecht. Jeweils etwas mehr als ein Drittel (Rösler: 37 Prozent; Brüderle: 36 Prozent) erwarten keine Effekte.

    Bei den aktuell zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern kann Bundeskanzlerin Angela Merkel, ebenso wie alle anderen auf der Top Ten Liste, zulegen. Auf der Skala von +5 bis -5 kommt sie jetzt auf einen hervorragenden Durchschnittswert von 2,5 (Jan. I: 2,4). Auf Platz zwei liegt Wolfgang Schäuble mit 1,8 (Jan. I: 1,5). Danach folgen Frank-Walter Steinmeier mit 1,2 (Jan. I: 1,0), Ursula von der Leyen mit 0,8 (Jan. I: 0,7) und Horst Seehofer mit 0,6 (Jan. I: 0,5). Mit einer deutlich verbesserten Bewertung von 0,6 (Jan. I: 0,0) kann Sigmar Gabriel zwei Plätze aufrücken und liegt damit vor Jürgen Trittin (Jan. I: 0,4) und Peer Steinbrück (Jan. I: 0,2), die jetzt beide mit 0,5 eingestuft werden. Im Negativbereich bleiben Guido Westerwelle mit minus 0,4 (Jan. I: minus 0,6) und Philipp Rösler, der mit minus 1,0 (Jan. I: minus 1,6) aber wesentlich weniger schlecht abschneidet als zuletzt.

    Merkel weiterhin deutlich vor Steinbrück

    Angela Merkel erreicht bei der Kandidatenfrage 62 Prozent.
    Quelle: dpa

    Angela Merkel hat hier weiterhin einen großen Vorsprung vor dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, auch wenn sich nach dessen Einbruch Anfang Januar der Abstand etwas verringert. Nach 65 Prozent vor zwei Wochen sprechen sich bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler hätten, jetzt 62 Prozent für Angela Merkel aus und 29 Prozent für Peer Steinbrück (Jan. I: 25 Prozent), neun Prozent äußern sich nicht (Jan. I: zehn Prozent). Unverändert sehr hoch fällt der Rückhalt Merkels bei den CDU/CSU-Anhängern aus (95 Prozent, Jan. I: 97 Prozent), von den SPD-Anhängern präferieren 66 Prozent Peer Steinbrück - nach 63 Prozent Anfang Januar.

    Seit kurzem beteiligt sich auch die Bundeswehr mit zwei Transportflugzeugen am internationalen Militäreinsatz in Mali. 45 Prozent halten diesen Beitrag Deutschlands für gerade richtig, 36 Prozent sind der Meinung, Deutschland solle sich gar nicht daran beteiligen und 15 Prozent fordern ein stärkeres Engagement. Insgesamt sechs Prozent befürworten auch eine Beteiligung mit Kampftruppen.

    Die Umfragen zum Politbarometer ...

    ... wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Daten wurden in der Zeit vom 22. bis 24. Januar 2013 bei 1.249 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch in Interviews erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 45 Prozent, SPD: 31 Prozent, FDP: zwei Prozent, Linke: fünf Prozent, Grüne: 13 Prozent, Piraten: zwei Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 22. Februar 2013.

    25.01.2013
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