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19.05.2013

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Kommunen in Finanznot

Sparen zu Lasten der Gesundheit

  • Video Klinik-Verkauf als Notlösung
  • Video Öko-Umlage setzt Kommunen unter Druck
  • Video Zu wenig Kita-Plätze - Klagen erwartet
  • Video Landsberg: "Kinder sind Zukunftsmusik"
  • VideoKlinik-Verkauf als Notlösung

    Wenn Kommunen sparen müssen, sind Bibliotheken und Schwimmbäder zumeist die ersten Opfer. Gemeinden müssen aber immer häufiger auch städtische Kliniken privatisieren. Dass es private Investoren am Ende besser machen, ist dabei nicht gesagt.

    (04.01.2013)
    VideoÖko-Umlage setzt Kommunen unter Druck

    Die steigenden Stromkosten belasten zunehmend die Kommunen. So muss beispielsweise die Stadt Leipzig im laufenden Haushalt rund eine Million Euro mehr für den Strom zahlen, den sie selbst verbraucht.

    (26.11.2012)
    VideoZu wenig Kita-Plätze - Klagen erwartet

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    (06.11.2012)
    VideoLandsberg: "Kinder sind Zukunftsmusik"

    "In Sachen Tagesmütter brauchen wir weniger Bürokratie und bessere Bezahlung", so Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Gerd Landsberg. Deutschland sei kein kinderfreundliches Land.

    (13.07.2012)

    Sparkurs geht an die Substanz

    Die deutschen Kommunen sind 2012 ohne neue Schulden ausgekommen und wollen auch im neuen Jahr keine zusätzlichen Kredite aufnehmen. Doch die schwarze Null ist teuer erkauft: Dringende Investitionen in Straßen und Gebäude werden zurückgestellt. 

    "Bei Schulen, Straßen und öffentlichen Gebäuden wird seit Jahren eher geflickt als grundlegend renoviert", beklagte der Oberbürgermeister von Bautzen und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Christian Schramm. "Der Verfall der Infrastruktur wird zunehmend zur Wachstumsbremse", warnte er. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund vertritt die Interessen der kommunalen Selbstverwaltung von rund 14.000 kreisangehörigen Städten und Gemeinden.

    Zwei Billionen Euro Schulden

    In Deutschland sind Bund, Länder und Kommunen mit mehr als zwei Billionen Euro verschuldet. Täglich müssen dafür etwa 170 Millionen Euro allein an Zinsen aufgebracht werden. Schramm verlangte: "Wir brauchen in Deutschland deutlich mehr öffentliche Investitionen, und dies sollte Vorrang vor weiteren höheren Transferleistungen haben."

    Schramm wies darauf hin, dass sich die Kosten sozialer Leistungen von 28,2 Milliarden Euro im Jahr 2002 auf 45,5 Milliarden Euro im Jahr 2012 verteuert hätten. "Das ist einfach nicht aushaltbar", sagte er und forderte eine Agenda 2020 mit dem Ziel einer Neuausrichtung der Gesellschaft. "Wie bei der Energiewende brauchen wir ein komplettes Umsteuern, um den Weg aus dem Schuldenstaat zu finden und den Sozialstaat zukunftsfest zu machen", so Schramm.

    Warnung vor "Strompreishysterie"

    Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg verlangte ein neues Förderkonzept für die Energiewende. "Es macht keinen Sinn, erneuerbare Energieanlagen mit Steuergeldern zu subventionieren, wenn deren Strom in absehbarer Zeit nicht in ein tragfähiges Netz eingespeist oder wegen der regionalen Situation nicht verwendet werden kann", sagte er. Auch müsse der Netzausbau konsequent vorangetrieben werden.

    Landsberg warnte jedoch vor einer "Strompreishysterie". Die Energiepreise seien innerhalb von zwölf Jahren um 85 Prozent gestiegen. "Andere Produkte des täglichen Lebens wie Benzin oder auch nur der Cappuccino im Café haben sich in gleicher Zeit vergleichbar entwickelt", sagte er.

    Tagesmütter und "Kindergartenplatz-Sharing"

    Bis zum Sommer können die deutschen Kommunen wahrscheinlich nicht ausreichend Kita-Plätze für unter Dreijährige zu Verfügung stellen. Derzeit fehlten noch 150.000 Plätze, sagte Schramm und räumte ein: "Zu 100 Prozent wird die Quote zum 1. August nicht zu schaffen sein." Von diesem Stichtag an gibt es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige.

    Insgesamt sollen für 39 Prozent der Kinder Plätze zur Verfügung stehen. Das sind 780.000. Um Engpässe zu vermeiden, warb der Bautzener Oberbürgermeister dafür, bürokratische Hindernisse abzubauen und mehr Stellen für Tagesmütter zu schaffen. Genutzt werden solle auch das "Kindergartenplatz-Sharing" - zwei Kinder teilen sich einen Platz. Denn viele Eltern wünschten sich nur eine stundenweise Betreuung.

    04.01.2013, Quelle: dapd
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