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Razzia bei Deutscher Bank
Steuerbetrug: Ermittlungen gegen Co-Chef Fitschen
VideoMitarbeiter der Deutschen Bank verhaftet
BildCo-Vorstandschef Jürgen Fitschen
VideoNeue Doppelspitze bei Deutscher Bank
VideoHohe Strafen für Libor-Manipulationen
Razzia bei der Deutschen Bank: Gut 25 Mitarbeiter stehen im Verdacht, Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Höhe von Hunderten Millionen Euro geleistet zu haben - darunter Co-Vorstandschef Fitschen. Es geht um illegalen Handel mit Verschmutzungsrechten und um Geldwäsche. Gegen fünf Mitarbeiter wurde Haftbefehl erlassen.
Im Skandal um Umsatzsteuerbetrug mit CO2-Emissionszertifikaten bei der Deutschen Bank haben die Ermittlungen den Vorstand erreicht. Das teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Mittwoch mit. Die Ermittlungen richteten sich gegen den heutigen Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und Finanzchef Stefan Krause. Die beiden Manager hätten die Umsatzsteuererklärung 2009 der Bank unterschrieben. Die Angaben seien später korrigiert worden. "Anders als die Staatsanwaltschaft vertritt die Deutsche Bank die Auffassung, dass diese Korrektur rechtzeitig erfolgte", erklärte das Institut. "Die Deutsche Bank kooperiert weiter vollumfänglich mit den Behörden."Steuerhinterziehung, Geldwäsche, StrafvereitelungRund 500 Beamte von Bundeskriminalamt, Steuerfahndung und Bundespolizei durchsuchten am Morgen Geschäftsräume der Bank-Zentrale in Frankfurt und zahlreiche weitere Wohnungen und Geschäftsräume, unter anderem in Berlin und Düsseldorf.Bei den Ermittlungen zur Steuerhinterziehung geht es um Emissionsrechte. Deshalb war die Deutsche Bank bereits im Frühjahr 2010 durchsucht worden. Gegen insgesamt 25 Mitarbeiter der Bank werde wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung, Geldwäsche und versuchten Strafvereitelung ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Es bestehe der Verdacht, dass den Ermittlungsbehörden von Mitarbeitern der Bank Beweismittel vorenthalten wurden.2011 gab es bereits Haftstrafen Im Dezember 2011 hatte das Landgericht Frankfurt sechs Männer zu Haftstrafen verurteilt. Sie hatten weitgehend gestanden, über einen Handel mit Luftverschmutzungsrechten über europäische Grenzen hinweg mindestens 230 Millionen Euro Umsatzsteuer hinterzogen zu haben. Da die Geschäfte über die Deutsche Bank abgewickelt wurden, musste sie sich in dem Prozess vorhalten lassen, den grenzüberschreitenden CO2-Zertifikatehandel erst so richtig in Schwung gebracht zu haben.


