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Vergewaltigungsopfer tot
Stiller Jahreswechsel in Indien
BildIndien: Trauer statt Silvesterfeiern
VideoIndien: Protestwelle nach Vergewaltigung
VideoIndien: Vergewaltigungsopfer gestorben
VideoRegierung will Proteste klein halten
Wut und Trauer: Nach dem Tod der vergewaltigten Studentin fällt der Jahreswechsel in Indien vielerorts still aus. Zahlreiche Partys wurden abgesagt. Die Regierungspartei erwägt Berichten zufolge die Zwangskastration von Vergewaltigern.
Nach dem Tod einer brutal vergewaltigten Studentin rief die indische Armeeführung alle Einheiten dazu auf, auf Partys zum Jahreswechsel zu verzichten. Die Chefin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, appellierte an Parteimitglieder, nicht zu feiern. Auch das staatliche Ashok Hotel sagte seine Silvesterparty ab. Die "Economic Times" berichtete, bei privaten Hotels seien Buchungen für Partys zurückgegangen, weil den Menschen nach dem Tod der Frau nicht nach Feiern zumute sei. Silvesterpartys abgesagtAuch große Traditionsclubs in Neu Delhi sagten ihre Silvesterpartys ab. "Unsere Mitglieder glauben, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für eine laute Feier ist", sagte der Vorsitzende des 7.000 Mitglieder starken Vasant-Vihar-Clubs, Sudhir Mittal. Der ebenso große, 99 Jahre alte Gymkhana-Club strich seine traditionelle Silvesterparty ebenfalls. Beide Clubs luden stattdessen zu Kerzenmahnwachen ein.Nach einer besonders brutalen Vergewaltigung in Neu Delhi war am Samstag eine 23-Jährige gestorben. Mehrere Männer hatten die Studentin am 16. Dezember in einem Bus vergewaltigt, mit einer Eisenstange malträtiert und nackt aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen. Die sechs Beschuldigten müssen sich wegen Mordes verantworten. Die Anklageschrift soll am Donnerstag eingereicht werden. Das Gericht legt danach ein Datum für den Prozessbeginn fest.Kastration von Vergewaltigern erwogenDie regierende Kongresspartei erwägt Berichten zufolge nun einen Gesetzesvorstoß zur chemischen Kastration von Vergewaltigern. Das gehöre zu einem Katalog schärferer Strafen, die diskutiert würden, berichtete unter anderem die "Economic Times" unter Berufung auf Parteikreise.Die oppositionelle hindu-nationalistische BJP forderte am Montag Schnellverfahren und die Todesstrafe für Vergewaltiger. Der Bruder des Opfers sagte der Zeitung "Indian Express": "Wir wollen die Beschuldigten hängen sehen, und wir werden dafür bis zum Ende kämpfen."Der Fall hatte landesweit Trauer und Wut ausgelöst. In in der indischen Hauptstadt Neu Delhi demonstrierten auch am Montag wieder Hunderte Menschen. Mindestens zwei Demonstranten seien im Hungerstreik, berichtete die Nachrichtenagentur IANS.



