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Vergewaltigungsopfer tot

Stiller Jahreswechsel in Indien

  • Bild Indien: Trauer statt Silvesterfeiern
  • Video Indien: Protestwelle nach Vergewaltigung
  • Video Indien: Vergewaltigungsopfer gestorben
  • Video Regierung will Proteste klein halten
  • BildIndien: Trauer statt Silvesterfeiern
    Inder gedenken der Toten der Vergewaltigung / Quelle: ap
    (Quelle: ap)
    VideoIndien: Protestwelle nach Vergewaltigung

    Der Tod der 23-Jährigen, die vor wenigen Tagen brutal vergewaltigt wurde, löste eine Protestwelle in Indien aus. Kritisiert wird die Ineffizienz mit welcher der Staat gegen diese Verbrechen vorgeht.

    (30.12.2012)
    VideoIndien: Vergewaltigungsopfer gestorben

    Vor fast zwei Wochen war eine 23-Jährige in Neu Delhi von sechs Männern in einem Bus vergewaltigt und misshandelt worden und kämpfte seitdem ums Überleben. Nun ist die junge Frau tot.

    (29.12.2012)
    VideoRegierung will Proteste klein halten

    Die indische Regierung hat Angst vor großen Protesten und versucht die Kundgebungen nach dem Tod der vergewaltigten Studentin klein zu halten, berichtet ZDF-Reporter Stephan Hallmann aus Neu Dehli.

    (30.12.2012)

    Wut und Trauer: Nach dem Tod der vergewaltigten Studentin fällt der Jahreswechsel in Indien vielerorts still aus. Zahlreiche Partys wurden abgesagt. Die Regierungspartei erwägt Berichten zufolge die Zwangskastration von Vergewaltigern. 

    Nach dem Tod einer brutal vergewaltigten Studentin rief die indische Armeeführung alle Einheiten dazu auf, auf Partys zum Jahreswechsel zu verzichten. Die Chefin der Kongresspartei, Sonia Gandhi, appellierte an Parteimitglieder, nicht zu feiern. Auch das staatliche Ashok Hotel sagte seine Silvesterparty ab. Die "Economic Times" berichtete, bei privaten Hotels seien Buchungen für Partys zurückgegangen, weil den Menschen nach dem Tod der Frau nicht nach Feiern zumute sei.

    Links
    Was läuft falsch in Indien?
    Indien trauert und protestiert
    UNO verurteilt Vergewaltigung
    Silvesterpartys abgesagt

    Auch große Traditionsclubs in Neu Delhi sagten ihre Silvesterpartys ab. "Unsere Mitglieder glauben, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für eine laute Feier ist", sagte der Vorsitzende des 7.000 Mitglieder starken Vasant-Vihar-Clubs, Sudhir Mittal. Der ebenso große, 99 Jahre alte Gymkhana-Club strich seine traditionelle Silvesterparty ebenfalls. Beide Clubs luden stattdessen zu Kerzenmahnwachen ein.

    Nach einer besonders brutalen Vergewaltigung in Neu Delhi war am Samstag eine 23-Jährige gestorben. Mehrere Männer hatten die Studentin am 16. Dezember in einem Bus vergewaltigt, mit einer Eisenstange malträtiert und nackt aus dem fahrenden Fahrzeug geworfen. Die sechs Beschuldigten müssen sich wegen Mordes verantworten. Die Anklageschrift soll am Donnerstag eingereicht werden. Das Gericht legt danach ein Datum für den Prozessbeginn fest.

    Kastration von Vergewaltigern erwogen

    Die regierende Kongresspartei erwägt Berichten zufolge nun einen Gesetzesvorstoß zur chemischen Kastration von Vergewaltigern. Das gehöre zu einem Katalog schärferer Strafen, die diskutiert würden, berichtete unter anderem die "Economic Times" unter Berufung auf Parteikreise.

    Die oppositionelle hindu-nationalistische BJP forderte am Montag Schnellverfahren und die Todesstrafe für Vergewaltiger. Der Bruder des Opfers sagte der Zeitung "Indian Express": "Wir wollen die Beschuldigten hängen sehen, und wir werden dafür bis zum Ende kämpfen."


    Der Fall hatte landesweit Trauer und Wut ausgelöst. In in der indischen Hauptstadt Neu Delhi demonstrierten auch am Montag wieder Hunderte Menschen. Mindestens zwei Demonstranten seien im Hungerstreik, berichtete die Nachrichtenagentur IANS.

    31.12.2012, Quelle: dpa, afp
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