- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Wechsel im Vorstand
Telekom-Chef Obermann geht 2013
BildTelekom-Manager Höttges und Obermann
René Obermann und Tim Höttges sind das Rückgrat der Deutschen Telekom. Im Vorstand spielen sich beide die Bälle zu. Der eine ist Vorstandschef, der andere Herr über die Finanzen. Nun hat Obermann genug von seinem Posten, und Höttges wird sein Nachfolger - Ende 2013.
Nach sieben Jahren legt Konzernchef René Obermann, der im März kommenden Jahres seinen 50. Geburtstag feiert, seinen Posten an der Spitze des Unternehmens nieder, die Übergabe an Höttges erfolgt Ende 2013. Elf Jahre gehört er dem obersten Führungsgremium an, 16 Jahre lang arbeitet er bei der Telekom. "Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, für Produktentwicklung und Technik haben", beteuerte er. Mehr wollte Obermann, bis dato einer der mächtigsten Konzernchefs der Republik, noch nicht verraten.Kein Abschied mit GrollObermann räumt seinen Posten ohne Groll, anders als so manche seiner Vorgänger - wie Ron Sommer zum Beispiel, der Obermann von einem kleinen Wettbewerber zur Telekom geholt hatte, und der schließlich an seinen Visionen und dem dramatischen Fall der T-Aktie gescheitert war. ABC-Telecom hieß das Unternehmen, das Obermann nach seinem abgebrochenen Studium gründete und erfolgreich zu einem mittelständischen Unternehmen ausbaute.
"Die Nachfolge ist aus meiner Sicht in besten Händen", betonte Obermann, nachdem der Aufsichtsrat seinen Wunsch nach vorzeitiger Entlassung aus seinem Vertrag entsprach. Und mit Höttges übernimmt am 1. Januar 2014 der Mann das Ruder, der auch in den vergangenen Jahren mehr tat, als nur Zahlen addieren und Kassenbestände prüfen. "Ich freue mich über die neue Aufgabe, spüre aber auch die Verantwortung", sagte Höttges. Obermann hatte ihn einst in den Vorstand geholt.
Kundenverlust gestopptTatsächlich zieht der 50-jährige Manager und Vater von zwei Kindern schön länger bei der Telekom gemeinsam mit Obermann die Fäden. Als Deutschland-Chef machte er dem stagnierenden Festnetzgeschäft wieder Beine und stoppte die Kundenverluste. Bei der Lösung der Probleme der US-Mobilfunktochter T-Mobile wirkte er an entscheidender Stelle mit, bei der Fusion der Tochter mit US-Betreiber MetroPCS zog er die Strippen.
Für die Telekom ist der Zeitpunkt für den Vorstandswechsel gar nicht so schlecht gewählt - auch wenn Aufsichtsratschef Ulrich Lehner den Ausstieg bedauerte. Amtsmüde fühlt sich Obermann nicht, wenngleich sie zwischen den offiziellen Worten doch leicht hindurchscheint: "Wir haben in den vergangenen Jahren Lösungen für die wesentlichen Baustellen gefunden", erklärt Obermann. Die Telekom habe heute das beste Netz, den besten Kundenservice der Branche und gewinnt Kunden mit innovativen Produkten.T-Aktie kam glimpflich davonGenau das waren auch die Ziele, die sich Obermann seinerzeit gesetzt hatte, als der Posten im November 2006 quasi über Nacht frei wurde. Zuvor hatte der Aufsichtsrat Kai-Uwe Ricke vor die Tür gesetzt. Tatsächlich steht die Deutsche Telekom unter den großen Anbietern in Europa heute gar nicht so schlecht da. Mit Ausnahme von Vodafone wurden im vergangenen Jahr praktisch alle Aktien der Telekom-Konzerne gerupft - besonders die von KPN, Telefónica und France Télécom. Die T-Aktie kam noch glimpflich weg. Telekommunikationswerte sind schon lange keine Lieblinge auf dem Börsenparkett mehr.
"Wir haben gemeinsam noch viel vor", sagte Obermann mit Blick auf das kommende Jahr, in welchem er und Höttges den geordneten Übergang gestalten und das Geschäft nicht aus den Augen verlieren wollen. Milliardeninvestitionen in die Zukunft sind geplant, ins mobile Internet und dass ab 2014 das Unternehmen wieder den Umsatz steigern will.



