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Karneval lässt Kassen klingeln
Tolle Tage, toller Reibach
BildKostümsuche für Karneval
VideoHochbetrieb im Karnevals-Shop
VideoAuf das Kostüm kommt es an
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Karneval macht vielen Leuten nicht nur mächtig Spaß – die tollen Tage lassen auch die Kassen kräftig klingeln. Das Geschäft mit dem Frohsinn ist ein Milliardenmarkt. Rund 250 Millionen Euro dürften die Deutschen in dieser Saison alleine für Kostüme und Accessoires ausgeben.
Kostüme, Hüte, Perücken und anderer Krimskrams: Nach Angaben der Fachgruppe Karneval im Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI), die rund 75 Prozent des Marktes mit Karnevals-Kostümierungen und Accessoires abdeckt, hält sich das Geschäft seit Jahren auf einigermaßen gleich bleibendem Niveau. Für die Saison 2011/2012 bedeutete dies einen Umsatz über die Ladentheke in Höhe von 293 Millionen Euro – Halloween inklusive.950.000 Perücken für einen Tag"Halloween ist ein ernst zu nehmender Faktor geworden, der beim Umsatz für die Spielwarenindustrie für Kostüme und Co mittlerweile gut zehn bis zwölf Prozent ausmacht" sagt DVSI-Sprecher Dieter Tschorn. Ein erkleckliches Zusatzgeschäft mit stetig wachsenden Umsätzen also, das dem großen Bruder Fasching allerdings noch nicht den Rang abläuft.
Christian Thomann-Busse schreibt für heute.de über Gesellschaftsthemen.
Gastronomie hat alle Hände voll zu tunDie wirtschaftliche Bedeutung der drei Säulen Sitzungskarneval, Karnevalsumzüge und Kneipenkarneval/private Partys liegt in Köln mit jeweils 150 bis 160 Mio. Euro so gut wie gleichauf. "Generell ist Karneval eine für die Wirtschaft wichtige Einrichtung", sagt Ulrich S. Soénius von der IHK Köln. Ein Standardfaktor, bei dem an drei tollen Tagen eine Menge Geld umgesetzt wird – Hotel, Gaststätten, Taxis und auch Parkhäuser haben bei mehr als einer Million Besuchern alle Hände voll zu tun.Auf der anderen Seite, so der IHK-Experte für Standortpolitik, habe der Karneval auch für zahlreiche Unternehmen gewisse Folgen: "Man muss wissen, dass da an gewissen Tagen nichts läuft – außer vielleicht eigener Karnevalspartys oder gemeinsamen Besuchen beim Zug", so Soénius. Rosenmontag und Weiberfastnacht seien ja eigentlich ganz normale Arbeitstage. Aber was soll man schließlich machen, wenn an diesen Tagen keiner der Belegschaft zur Arbeit bereit sei? "Wenn man das einplant und übers Jahr umlegt, dann geht das hier in Köln."Jedes Jahr ein neues Kostüm Rechnet man die Kölner Zahlen auf die verbleibenden Hochburgen Düsseldorf und Mainz sowie auf die vielen weiteren Nebenschauplätze hoch, dann überschreiten Karneval und Fasnacht in Sachen Wirtschaftsfaktor schnell die Milliardenmarke. Und das Jahr für Jahr. Denn nicht nur Getränke sind schnell verzehrt – auch das Karnevalskostüm vom letzten Jahr mag ein eingefleischter Jeck nicht noch mal tragen. Zumal es auch da Trends gibt, was die Neigung zur Verkleidung angeht."Wir hatten über einige Jahre die Piraten an vorderster Front, jetzt sind sie eher ein Standardprodukt", sagt Dieter Tschorn von der Spielzeugindustrie. Stark im Kommen seien hingegen nun Modelle aus plüschigen Stoffen. Und eine wachsende Anzahl an sexy Outfits sowie Glamour und Glitzer. Außerdem, so die Spielwarenindustrie, seien in dieser Saison Verkleidungen aus dem Gebiet Obst und Gemüse gefragt. Was immer das nun wieder sein mag – lassen wir uns an den kommenden Tagen einfach überraschen, welche Kostüme diesmal über die Ladentheken gegangen sind.



