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Nordkorea
US-Experten: Nordkoreas Satellit funktioniert nicht
BildRaketenprogramm: Kim Jong-Un
VideoTrotz Kritik: Nordkorea testet Rakete
VideoProteste gegen Raketenstart in Nordkorea
Der mit großen PR-Trubel ins All beförderte nordkoreanische Satellit funktioniert möglicherweise nicht, sagen US-Astrophysiker. Wasser auf die Mühlen der Kritiker: Der Westen vermutet hinter dem Start ohnehin nur den verschleierten Test einer Interkontinentalrakete.
Der Satellit sende keinerlei Signale aus, sagte Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik. "Unseres Wissens nach funktioniert er nicht." Es sei unklar, ob der am Mittwoch ins All beförderte Satellit nach seinem Start möglicherweise noch funktioniert habe, führte McDowell aus. Er befinde sich aber definitiv im All.Eine mögliche Erklärung sei, dass er zu schwache Signale aussende, sagte der Astrophysiker. Außerdem schwanke die Helligkeit des Satelliten, was bedeute, dass die Sonne aus verschiedenen Winkeln scheine und der Satellit nicht richtig ausgerichtet sein könnte. Verschleierter Raketentest?Nordkorea hatte am Mittwoch erfolgreich eine Trägerrakete für Satelliten namens Unha-3 abgefeuert - und beteuert, das Projekt sei zivilen Charakters. Der Westen vermutet dagegen, hinter dem Start stecke ein verschleierter Test einer Interkontinentalrakete für das nordkoreanische Atomprogramm. Mehrere Nationen hatten das Land vorab aufgefordert, auf das Vorhaben zu verzichten.Interkontinentalraketen können einen atomaren Sprengkopf über Entfernungen von mehr als 10.000 Kilometer tragen. Insbesondere die USA befürchten, dass nordkoreanische Projektile amerikanisches Festland erreichen könnten. Der Weltsicherheitsrat untersagt Nordkorea - das 2006 und 2009 einen Atomtest unternommen hatte - per Resolution den Start von Raketen "unter Verwendung ballistischer Raketentechnik".


