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Konflikt in Mali

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     Kommentar von Mathis Feldhoff

    Nach Tagen der Ratlosigkeit hat sich die deutsche Bundesregierung endlich durchgerungen. Wir werden den französisch-afrikanischen Militäreinsatz in Mali mit zwei Transall unterstützen… Mit zwei Transall! Hackt's? Noch weniger geht ja kaum. 

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    Die größte Wirtschaftsnation Europas bekommt es hin, sich auch bei Minimalanforderungen der internationalen Partner zu blamieren. 60 Transall-Transportflieger mit entsprechender Schutzausrüstung gegen Raketenangriffe hat die Bundeswehr im Bestand. Rund sechs bis acht davon sollen derzeit in Afghanistan gebunden sein.

    Und die anderen? Will uns keiner oder können wir nicht? Selbst Politiker aus den eigenen Reihen, wie der CDU-Abgeordnete Andreas Schockenhoff - als stellvertretender Fraktionsvorsitzender für Außenpolitik sicher kein No-Name - fordern mehr Mut von der eigenen Regierung, indem er verlangt, man solle auch über Kampftruppen nachdenken. Ja, warum denn nicht?

    Mathis Feldhoff / Quelle: ZDF

    Autor: Mathis Feldhoff
    Quelle: ZDF

    Verzagtes deutsches Handeln

    Frankreich wird seine Truppen jetzt stufenweise auf 2.500 Soldaten aufstocken. "Wir gehen erst wieder, wenn Mali stabil ist", hat Präsident François Hollande gesagt. Vielleicht sind solche Ansagen ja innenpolitisch motiviert, vielleicht sogar etwas starker Tobak, aber es sind Ansagen. Die deutschen Führungskräfte verstecken sich hinter - zwei Transall!

    Als der deutsche Außenminister Guido Westerwelle im Herbst in Mali war, konnte man ihn dabei beobachten, wie er mit großer diplomatischer Geste für eine Unterstützung von Mali warb. Ein Land, das am Abgrund stehe, bedroht von islamistischen Rebellen, vergessen von der Weltgemeinschaft. Alles richtig und dennoch so verzagt. Schon damals wollte Westerwelle einen Militäreinsatz partout nicht befürworten. Politische Initiativen seien notwendig. Das Einzige, was es gebracht hat, ist, dass Mali wertvolle Zeit verloren hat.

    Einsatz ist notwendig

    Es ist nicht schön, in fremden Ländern militärisch zu intervenieren. Aber manchmal ist es notwendig. Mali ist so ein Fall. Die Analyse der Diplomaten ist richtig: Mali droht zu zerfallen, die Islamisten wollen einen Gottesstaat, der Drogen- und Menschenschmuggel nach Europa bekommt einen stabilen Handelsweg, die für Europa wichtigen Vorkommen an Bodenschätzen sind bedroht – auch wir sollten helfen, das alles zu verhindern. Und wir?  Wir schicken zwei Flugzeuge.

    Links
    Paris: "Ein langer Kampf"

    Dass die jetzt ohne Bundestagsmandat auf den Weg geschickt werden, macht die Sache zwar schneller, aber die Verzagtheit setzt sich fort. So fliegen deutsche Transportflieger also mutmaßlich westafrikanische Soldaten aus dem Senegal oder Nigeria nach Mali. Aber wohin denn? Nach Bamako? In die Hauptstadt? In den Süden Malis? Die ist hunderte Kilometer vom Einsatzgebiet entfernt. Sollen die etwa laufen? Man könnte auch auf den französischen Stützpunkt im Norden fliegen. Aber das ist nicht ohne Risiko.

    Mein Gott Deutschland… Verzagtheit hat einen Namen.
     

    16.01.2013
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