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20.06.2013

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Syrien

Viele Tote bei Luftangriff auf Tankstelle

  • Video Syrien: Erneut schwere Gefechte
  • Video Syrische Flüchtlinge in Ägypten
  • Video Brutale Gewalt im syrischen Bürgerkrieg
  • VideoSyrien: Erneut schwere Gefechte
    (02.01.2013)
    VideoSyrische Flüchtlinge in Ägypten

    Über eine Millionen Syrer flüchteten zuerst in die Türkei, dann in den Libanon, Jordanien und nun auch nach Ägypten. Viele reiche, aber auch arme Syrer finden dort ihre neue Heimat.

    (29.12.2012)
    VideoBrutale Gewalt im syrischen Bürgerkrieg

    Syrien: Die Kämpfe gehen unvermindert weiter. Augenzeugen berichten von brutaler Gewalt des syrischen Militärs. Ob Rebellen oder Zivilisten, Assads Armee macht keine Unterschiede mehr.

    (27.12.2012)

    Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende: Bei einem Luftangriff auf eine Tankstelle nahe der Hauptstadt Damaskus sind offenbar zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. 60.000 Opfer soll der Konflikt bisher insgesamt gefordert haben, sagen die UN - deutlich mehr als bisher angenommen. 

    2013 beginnt in Syrien so, wie 2012 aufgehört hat. Noch immer sterben täglich viele Menschen und noch immer können Journalisten sich kaum selbst ein Bild von der Lage machen, da die Regierung von Präsident Baschar al-Assad den Zugang verwehrt. Auch heute bezeugt lediglich ein Amateurvideo, eingestellt auf YouTube, den Grad der Grausamkeit, den der 22 Monate alte Konflikt in dem arabischen Land erreicht hat.

    Chaotische Szenerie

    Es zeigt die Bilder einer unruhigen, mutmaßlichen Handy-Kamera, die sich erst der Rauchsäule, dann der chaotischen Szene in Maliha nähert, einem sonst ruhigen Vorort der Hauptstadt Damaskus.

    Ist das YouTube-Video echt?

    Medien wie das ZDF überprüfen solche Amateuraufnahmen aus Syrien auf Glaubwürdigkeit und Stimmigkeit anhand von geografischen Karten, Orientierungspunkten, Wetter und zusätzlichen Informationen, Fotos aus sozialen Netzwerken und versuchen mit Augenzeugen zu sprechen. Nachrichtenagenturen wie die Associated Press (AP) gleichen Tatsachen ab mit wenigen unabhängigen Quellen, die sie in Syrien mit viel Glück und auf ausländischen Telefonen erreichen. AP hat einige Bilder aus dem Video herausgeschnitten, die nicht zu ertragen sind oder die Menschenwürde verletzen, bevor sie es unter ihrem Namen online gestellt hat. (Anne Walkembach, Redaktion heute)

    Der Amateurfilmer versucht, Feuer, Zerstörung und die vielen Toten und Verletzten für die Weltöffentlichkeit festzuhalten. Er hält auf brennende Autos, verzweifelte Rettungsversuche und bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen. Eine so verbrannte Person sitzt immer noch auf ihrerm Motorrad.

    Ein Aktivist aus Maliha erzählt der Nachrichtenagentur Reuters, dass er mindestens 30 Leichen gezählt habe. Ein anderer erzählt AP, dass wegen der Benzinknappheit gerade besonders viele Autos in einer Schlange standen. Dass er glaubt, darauf hätten Assads Kampfjets nur gewartet. 


    UN: 60.000 Tote im Syrien-Konflikt

    Unterdessen bezifferten die Vereinten Nationen die Zahl der Todesopfer seit Beginn des Aufstands gegen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad vor 22 Monaten auf mindestens 60.000. Aktivisten und die Opposition waren bislang von rund 45.000 Toten ausgegangen.

    Das Hohe Kommissariat der UN für Menschenrechte teilte am Mittwoch mit, Experten hätten Opferzahlen von sieben verschiedenen Quellen, darunter auch Regierungsangaben, ausgewertet und seien zwischen 15. März 2011 und 30. November 2012 auf 59.648 Todesopfer gekommen. "Wir gehen davon aus, dass bis Anfang 2013 mehr als 60.000 Menschen getötet wurden", sagte UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay.

    Rebellen greifen offenbar Luftwaffenstützpunkt an

    Warum die syrische Luftwaffe die Tankstelle angriff, war zunächst unklar. In den vergangenen Tagen war es in der Nähe bereits zu Gefechten zwischen Aufständischen und Regierungstruppen gekommen. Nach Angaben von Aktivisten flog die Luftwaffe auch Angriffe auf die Damaszener Vororte Maadamije und Deir al Asafir. "Seit gestern waren die Luftangriffe sehr heftig", sagte der örtliche Aktivist Mohammed Said via Skype.

    Derweil griffen Rebellen nach Angaben von Aktivisten einen wichtigen Luftwaffenstützpunkt im Norden des Landes an. Die Aufständischen hätten versucht, den Militärflughafen in Taftanas zu stürmen, berichtete die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Es habe sich um einen der heftigsten Angriffe auf den Stützpunkt gehandelt, den die Aufständischen seit langem einnehmen wollen. Die syrischen Streitkräfte verteidigten das Gelände demnach mit Hubschraubern und töteten vier Aufständische, ein Helikopter wurde von Gegenfeuer getroffen.

    Die Gegner der syrischen Regierung haben ihre Attacken auf wichtige Luftwaffenstützpunkte in den vergangenen Wochen verstärkt, um den Regierungstruppen strategisch wichtige Bastionen rund um die Wirtschaftsmetropole Aleppo abzuringen. Assads mächtige Luftwaffe ist eines der größten Hindernisse für die Umsturzversuche der Aufständischen.

    02.01.2013, Quelle: von Anne Walkembach; mit Material von dapd, afp
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