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Zukunft deutscher Werften
"Wir haben Fähigkeiten, die unser Überleben sichern"
BildDie Zukunft deutscher Werften
VideoP+S Werften stehen zum Verkauf
VideoStralsund bangt um Werft
Steckt der Schiffbau in der Dauerkrise? Die Wirtschaftskrise nach 2008 sowie die Konkurrenz aus Asien machen den deutschen Werften schwer zu schaffen. Reinhard Lüken vom Verband für Schiffbau und Meerestechnik ist dennoch optimistisch: "Wir haben Fähigkeiten, die unser Überleben sichern", sagt er im Interview mit heute.de.
heute.de: Was macht den deutschen Werften besonders zu schaffen?Reinhard Dirk Lüken: Da gibt es mehrere Ursachen. In vielen Ländern, insbesondere in China und Korea, wird der Schiffbau als strategische Industrie betrachtet und entsprechend gefördert. Das befeuert den Aufbau von Überkapazitäten. Es werden also mehr Schiffe produziert als benötigt werden. Auf den Massenmärkten zählte in der Vergangenheit nur ein Argument: der Preis. Wichtige Dinge wie Effizienz spielten dagegen keine Rolle. Das ändert sich derzeit, vor allem wegen der steigenden Energiepreise. Manche Reeder geben an, dass bis zu 70 Prozent ihrer Kosten Spritkosten sind. Verbrauchsärmere und damit effizientere Schiffe werden damit immer mehr zum Thema. Daraus ergeben sich für deutsche Werften und Zulieferer riesige Chancen.Ein weiteres Problem ist, dass wir es in Asien mit riesigen Werften zu tun haben, die viel größere Serien herstellen können als wir. Das bringt große Vorteile im Einkauf für den Bau von Standardschiffen. In Europa rechnen sich solche Großwerften aufgrund der höheren Kosten nicht und wären auch aufgrund der hohen Investitionen nicht finanzierbar.heute.de: Wie ist die aktuelle Lage? Belastet der langsamer wachsende Welthandel das Geschäft?
Zur Person
Reinhard Dirk Lüken ist Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM).
Reinhard Dirk Lüken ist Hauptgeschäftsführer des Verbands für Schiffbau und Meerestechnik e.V. (VSM).



