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Vorbildliches Fernsehen
ZDF mit 16 Nominierungen für Grimme-Preis
BildGrimme-Preis
VideoPastewka: "Echte Mutter an allem Schuld"
Video#_MME_4_Grimme-Preis 2013
Ende März wird der renommierteste Fernsehpreis in Deutschland, der Grimme-Preis, vergeben. Am Dienstag gab es die Nominierungen. 16 mal wurden dabei ZDF-Produktionen aufgerufen. Unter anderem der Fernsehfilm "Mutter muss weg", die Reportage "37 Grad: Mensch Gottfried" sowie die Serie "Götter wie wir".
Insgesamt 57 ausgewählte Filme, Mehrteiler und Serien dürfen sich Hoffnungen auf einen der bis zu zwölf Grimme-Preise machen. In den Kategorien Unterhaltung, Fiktion und Information dominieren wie auch in den Vorjahren wieder Beiträge von ARD und ZDF, erklärte der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann. Der undotierte Grimme-Preis wird seit 1964 alljährlich im westfälischen Marl verliehen. Benannt ist er nach dem sozialdemokratischen Kulturpolitiker Adolf Grimme (1889-1963). Die Auszeichnung soll insbesondere Produktionen würdigen, "die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind".Kategorie UnterhaltungFür Aufregung in den Feuilletons sorgte die Nominierung des RTL-Dschungelcamps ("Ich bin ein Star - Holt mich hier raus"). Konkurrenten sind "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt" (ProSieben), "Stuckrad-Barre" (Tele5) sowie die öffentlich-rechtlichen Produktionen "Ausflug mit Kuttner" (SWR/EinsPlus) und "Roche & Böhmermann" (ZDF). Auch "Die Wiwaldi Show" (WDR), moderiert von Handpuppen wie dem Hund Wiwaldi, seiner Assistentin Traudl und dem Zirkuspferd Horst-Ferdinand - geführt von einem Puppenspielerteam um Martin Reinl - gehört dazu. Dazu kommen die Serien "Mord mit Aussicht" (WDR), "Der Tatortreiniger" (NDR) und "Götter wie wir" (ZDF).Für den Spezialpreis in der Kategorie Unterhaltung wird der Moderator Günter Jauch für seine "herausragende Leistung" in der Ausgabe "Wer wird Millionär" (RTL) vom 24. September vergangenen Jahres im Zusammenspiel mit dem Kandidaten Aaron Troschke vorgeschlagen. Abweichend vom üblichen Spielprinzip der Sendung seien die Zuschauer allein durch die Interaktion der Beteiligten unterhalten worden, heißt es in der Begründung des Instituts.Kategorie FiktionUnter den Nominierungen für die Kategorie Fiktion finden sich die "Tatort"-Folge "Die Ballade von Cenk und Valerie" des NDR, die "Polizeiruf 110"-Folge "Schuld" (BR) und die ebenfalls vom Bayerischen Rundfunk produzierte "Tatort"-Folge "Der tiefe Schlaf". Neben den Krimis stehen auf der Nominierungsliste auch Filme wie (ZDF/ORF) und die Tragikomödie "Blaubeerblau" (BR/MDR/Degeto). "Mutter muss weg", "Das unsichtbare Mädchen", "Spuren des Bösen-Racheengel", "Das Ende einer Nacht", "Letzte Spur Berlin" sowie "Deckname Luna" gehen für das ZDF an den Start.Kategorie InformationIn der Kategorie "Information und Kultur" schlug die Nominierungskommission unter anderem "Die deutsche Lady Jazz" (NDR/ARTE) über die in den 50er und 60er Jahren erfolgreiche und später in Vergessenheit geratene Jazz-Sängerin Inge Brandenburg und die Dokumentation "Arbeit Heimat Opel" (WDR) über sechs Auszubildende vor. "Lange abendfüllende Dokumentarfilme spielten 2012 eine große Rolle", sagte Thomas Gehringer aus der Nominierungskommission für diese Kategorie. Leider sei bei den Privaten nichts dergleichen zu finden gewesen.Schließlich sind die ZDF-Produktionen "37 Grad: Mensch Gottfried", "Das Leben ist kein Heimspiel" und "Kolumbiens Trauma" "Kolumbiens Trauma" im Rennen.Auszeichnung für GeschonneckDer Filmregisseur Matti Geschonneck wird beim Grimme-Preis mit der Besonderen Ehrung ausgezeichnet. Lobenswert sei die beachtliche Schaffenskraft des Regisseurs, der sich vor allem mit den existenziellen Themen des Lebens beschäftige und das Melodram als "Verpackung für faszinierende Milieu-Studien" benutze, sagte Ulrich Aengenvoort vom preisstiftenden Deutschen Volkshochschulverband.
Die Preisverleihung findet am 12. April im Theater der Stadt Marl statt.
Die Preisverleihung findet am 12. April im Theater der Stadt Marl statt.



