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Frauenfußball - EM-Qualifikation

Erleichterung vor dem Urlaub

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    Die deutschen Fußball-Frauen haben Rang eins in ihrer EM-Qualifikationsgruppe souverän verteidigt. Mit 5:0 besiegte das Team von Bundestrainerin Silvia Neid die drittplatzierten Rumäninnen.

    (01.06.2012)
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    (23.05.2012)
    BilderserieDeutschland - Rumänien
    EM-Qualifikation Deutschland-Rumänien / Quelle: dpa
    (31.05.2012)
    InteraktivFrauenfußball-Fundstücke
    Frauenfußball-Fundstücke
    (23.05.2012)
    Von Kathrin Steinbichler

    Das 5:0 über Rumänien bringt Deutschlands Frauenfußball-Nationalelf nicht nur die fast sichere EM-Teilnahme 2013 – sondern auch endlich auch das Gefühl, bei der Verarbeitung des WM-Traumas auf dem richtigen Weg zu sein.

     

    Toller Mannschaftsgeist

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    UEFA - Frauenfußball-EM-Qualifikation in ZahlenDas ZDF ist für Inhalte externer Internetseiten nicht verantwortlich

    Das Hotel Klosterpforte in Marienfeld wirbt in diesem Jahr mit einem speziellen Angebot. "Teamspirit 2012" heißt das Rundum-Paket, das sich an Fußballmannschaften richtet und neben der Nutzung eines gepflegten Rasenplatzes und des Wellness-Bereichs auch das kostenlose Upgrade für den Trainer in ein größeres Einzelzimmer beinhaltet. Der FC Bayern und Borussia Dortmund, der FC Porto und die Glasgow Rangers, auch die Nationalteams von Portugal und der Türkei haben die Vorzüge der weitläufigen Vier-Sterne-Anlage bereits genutzt. Ideale Voraussetzungen also für die deutsche Frauenfußball-Nationalelf, die nach ihrem Aufenthalt am Donnerstag in Bielefeld mit dem 5:0 (3:0) gegen Rumänien eine weitere Etappe zur EM 2013 genommen hat.

    Ob Silvia Neid nun das versprochene Zimmer-Upgrade bekommen hat, war nicht herauszufinden. Den angepriesenen "Teamspirit" aber, den Mannschaftsgeist also, den hat die Bundestrainerin mit der deutschen Nationalelf gerne aus Marienfeld mitgenommen: "Die Einstellung der Mannschaft stimmte zu 100 Prozent. Sie hat versucht, alles umzusetzen, was wir uns vorgenommen haben", freute sich Neid nach dem souveränen letzten Auftritt vor der Sommerpause und legte nach:  "Wir haben nie nachgelassen, das spricht für den guten Charakter der Mannschaft."  Neid lächelte dabei, sie wusste: Dieser Sommer wird ruhig und angenehm. Ganz anders als der vor einem Jahr.

    Souveräner Gruppenerster

    ZITAT
    Wir haben nie nachgelassen, das spricht für den guten Charakter der Mannschaft
    Silvia Neid
    Im Sommer 2011 noch schien die vermeintlich gefestigte Welt des deutschen Frauenfußballs eingestürzt, als die Titelverteidigerinnen bei  der WM im eigenen Land schon im Viertelfinale ausschieden und damit nicht nur alle selbstgesetzten Ziele, sondern auch das Ticket für die Olympischen Spiele in London verpassten. Es folgten Rücktritte (Birgit Prinz, Ariane Hingst, Kerstin Garefrekes, Ursula Holl) und Diskussionen über den offensichtlich missglückten Umgang mit dem Druck. Und die Hoffnung, dass die selbstverschuldete Turnierpause für einen Neuaufbau in der Mannschaft genutzt wird.

    Seitdem jedenfalls hat Deutschland kein Spiel mehr verloren, nach jetzt sieben Siegen in acht EM-Qualifikationsspielen (bei einem Unentschieden)  steht Neids Mannschaft in der Gruppe 2 mit einem Torverhältnis von 47:3 unangefochten an der Spitze. "Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, souverän durch die EM-Qualifikation zu gehen und uns als Gruppenerster direkt für das Turnier 2013 in Schweden zu qualifizieren", sagte Neid nach dem 5:0 über Außenseiter Rumänien. "Das ist uns gelungen, entsprechend bin ich total zufrieden." Neid wirkte erleichtert. Wie jemand, der vor dem Urlaub eine unangenehme Aufgabe erledigt hat und sich freut, dass er es endlich hinter sich hat.

    Auch ohne Da Mbabi stark

    Dabei war vor der Partie gar nicht klar, wie verlässlich die verjüngte Mannschaft wirklich schon ist. Torjägerin Célia Okoyino da Mbabi hatte sich kurzfristig verletzt abmelden müssen. Die Offensivspielerin vom SC 07 Bad Neuenahr, die in diesem Jahr allein 15 der nun 26 deutschen Treffer erzielt hat, hatte sich am letzten Bundesligaspieltag an Pfingsten einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen.

    Doch die Mannschaft bewies, dass auch andere für Wirbel sorgen können:  Allen voran Dreifach-Torschützin Alexandra Popp (34., 50., 90.), die nach dem schnellen Führungstreffer der wiedererstarkten Linda Bresonik (1.) ein tolles Spiel ablieferte. Mittelfeldtalent Dzsenifer Maroszan (40.) traf dazu zum zwischenzeitlichen 3:0. "Wenn alle fit sind, haben wir mit Sicherheit eine gute Mannschaft", meinte Neid. In den beiden letzten EM-Qualifikationsspielen am 15. September in Kasachstan und am 19. September gegen die Türkei sollte die EM 2013 jedenfalls nicht mehr in Gefahr geraten. Bis dahin hat sich die Frauen-Nationalelf wirklich einen schönen Sommer verdient.

    Deutschland - Rumänien 5:0 (3:0)

    Statistik

    Deutschland: Schult (SC 07 Bad Neuenahr) - Schmidt (Turbine Potsdam - 77. Henning/VfL Wolfsburg), Goeßling (VfL Wolfsburg), Bartusiak (1. FFC Frankfurt), Peter (Turbine Potsdam) - Odebrecht (Turbine Potsdam - 77. Huth/1. FFC Frankfurt), Laudehr (FCR Duisburg) - Bresonik (FCR Duisburg), Marozsan (1. FFC Frankfurt), Behringer (1. FFC Frankfurt - 46. Krahn/FCR Duisburg) - Popp (FCR Duisburg)


    Rumänien: Paraluta - Oprea, Olar, Ficzay, Spanu (78. Zinka) - Bortan (57. Iusan), Dusa - Sinka, Sarghe, Banuta (46. Banuta) - Rus

    Schiedsrichterin: Ihringova (England)

    Tore: 1:0 Bresonik (1.), 2.0 Popp (34.), 3:0 Marozsan (40.), 4:0 Popp (50.), 5:0 Popp (90.)

    Zuschauer: 8183

    Kommentar der Bundestrainerin

    Bundestrainerin Silvia Neid: "Ich bin total zufrieden. Die Einstellung der Spielerinnen war hundertprozentig gut. Wir haben nie nachgelassen, das spricht für den guten Charakter der Mannschaft."

    Fahrplan bis zur EM

    Am 15. September reist das DFB-Team nach Kasachstan, vier Tage später steht das Heimspiel gegen die Türkei (live im ZDF) auf dem Programm. Dass die Qualifikation dann noch in Gefahr geraten könnte, ist ziemlich unwahrscheinlich: Im Hinspiel in der Türkei gelang dem zweimaligen Weltmeister ein 5:0-Erfolg, das 17:0 gegen Kasachstan war der höchste Sieg in der 29-jährigen Geschichte der DFB-Frauen.

    Die Gruppenphase der Qualifikation ist am 19. September beendet. Die Gruppensieger und Zweitplatzierten mit der besten Bilanz gegen den Ersten, Dritten, Vierten und Fünften einer jeden Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde. Die anderen sechs Zweitplatzierten spielen am 20./21. und 24./25. Oktober in den Playoffs die letzten drei Teilnehmer aus.

    Bei der Endrunde in Schweden spielen vom 10. bis 28. Juli 2013 zwölf Teams um den Titel. Die Gruppenauslosung findet am 9. November 2012 statt.

    31.05.2012
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