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Wahl in Frankreich
Zur Einigkeit verdammt
Kurzporträts: Hollande und Sarkozy
François Hollande - der Sieger
Der langjährige Chef der Sozialistischen Partei (PS) hat sich als linke Alternative zu Sarkozy positioniert. Gegner werfen dem 57-Jährigen jedoch Mangel an Regierungserfahrung vor. Hollande will unter anderem 60.000 neue Stellen im Bildungsbereich, ein teures Programm gegen Jugendarbeitslosigkeit und einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent für Einkommen von mehr als einer Million Euro.
Der Arztsohn Hollande studierte - wie auch Sarkozy - Jura. 1979 trat er in die PS ein. Im Kampf um einen Parlamentssitz unterlag er 1981 Jacques Chirac im Departement Corrèze. Später konnte er es mehrmals gewinnen. Privat lebte er mit der PS-Präsidentschaftskandidatin von 2007, Ségolène Royal, zusammen. Die beiden haben vier Kinder. Heute ist die Journalistin Valérie Trierweiler die Frau an seiner Seite.
Nicholas Sarkozy - der Verlierer
Sarkozy gehört zum konservativen Lager, liebt aber den Tabubruch. Mit seinen Initiativen zwingt der 57-Jährige Freund und Feind zu ständiger Bewegung. In Karikaturen wird er oft verspottet als "Super-Sarko". Im Wahlkampf setzte er unter anderem auf eine drastische Reduzierung der Einwandererzahlen. Wenn auf EU-Ebene Fortschritte im Kampf gegen illegale Migration ausblieben, wollte er einseitig die Grenze schließen.
Nach den Anschlägen in Toulouse versprach er ein härteres Vorgehen gegen islamische Extremisten. Sarkozys Verbündete in der Euro-Krise ist Kanzlerin Angela Merkel. Ihr deutsch-französisches Verhältnis machte unter dem Schlagwort "Merkozy" die Runde. Privat ist seine "First Lady" das singende Ex-Model Carla Bruni. Das Paar heiratete Anfang 2008 und hat eine gemeinsame Tochter. Nach der Niederlage in der Stichwahl um die Präsidentschaft kündigte Sarkozy seinen Rückzug aus der Politik an.
Zur Person
Joachim Bitterlich (63) war von 1993 bis 1998 Leiter der Abteilung Auswärtige Beziehungen, Entwicklungspolitik und äußere Sicherheit im Bundeskanzleramt und damit engster außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl. Danach war er als deutscher Botschafter bei der NATO und in Spanien tätig. Heute arbeitet er unter anderem als Dozent an der Ecole Supérieure de Commerce de Paris (ESCP). Bitterlich lebt mit seiner Familie in Frankreich.
Joachim Bitterlich (63) war von 1993 bis 1998 Leiter der Abteilung Auswärtige Beziehungen, Entwicklungspolitik und äußere Sicherheit im Bundeskanzleramt und damit engster außen- und sicherheitspolitischer Berater von Bundeskanzler Helmut Kohl. Danach war er als deutscher Botschafter bei der NATO und in Spanien tätig. Heute arbeitet er unter anderem als Dozent an der Ecole Supérieure de Commerce de Paris (ESCP). Bitterlich lebt mit seiner Familie in Frankreich.




