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Aktuelle Umfrage
Große Mehrheit gegen Betreuungsgeld
VideoMehrheit gegen Betreuungsgeld
BildDas Betreuungsgeld spaltet CDU und CSU
Vorsprung Union vor SPD geschrumpft – Kraft knapp vor Merkel auf Platz eins
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen lehnt das Betreuungsgeld ab. Das zeigt das aktuelle ZDF-Politbarometer. In der Projektion verringert sich der Abstand zwischen CDU/CSU und SPD. Weder Schwarz-Gelb noch Rot-Grün hätten zurzeit eine parlamentarische Mehrheit.
Die Pläne der Bundesregierung, ein Betreuungsgeld an Eltern zu zahlen, wird von einer breiten und zunehmenden Mehrheit abgelehnt. Der Anteil der Kritiker ist in den vergangenen Monaten von 53 Prozent im November und 61 Prozent im April auf mittlerweile 71 Prozent angestiegen, nur 25 Prozent finden diese Maßnahme richtig (weiß nicht: vier Prozent). Die mehrheitliche Ablehnung wird von den Anhängern aller Parteien geteilt, darunter auch die Anhänger der CDU/CSU, von denen 64 Prozent gegen das Betreuungsgeld sind (dafür: 32 Prozent, weiß nicht: vier Prozent).Mehr Kontrolle über Schulden gefordert
Das aktuell mit Abstand wichtigste Problem in Deutschland ist für die Befragten die Euro-Krise. Mit Blick auf die Krise sagen 39 Prozent, dass sie Angst um ihre Ersparnisse haben, 46 Prozent sorgen sich da nicht, 14 Prozent haben nach eigenen Angaben keine Ersparnisse und ein Prozent hat bereits Verluste erlitten. Erstmalig in diesem Jahr gehen mehr Menschen davon aus, dass es mit der Wirtschaft abwärts statt aufwärts geht. Zwar glaubt ähnlich wie im Mai (51 Prozent) rund die Hälfte (49 Prozent), dass sich konjunkturell nicht viel ändern wird, nach 18 Prozent im Vormonat rechnen aber jetzt 29 Prozent mit einem Abwärtstrend und nur 20 Prozent (Mai: 29 Prozent) damit, dass es wirtschaftlich aufwärts geht.Zurzeit werden in Brüssel Pläne für eine weiterführende politische und wirtschaftliche Union erarbeitet. Eckpunkte sollen zum EU-Gipfel Ende Juni vorgelegt werden. Grundsätzlich mehr Befugnisse an die EU abzugeben, um so eine gemeinsame europäische Politik besser durchsetzen zu können, wird von 51 Prozent der Deutschen abgelehnt, 40 Prozent der Befragten unterstützen es, mehr Kompetenzen an Brüssel abzutreten (weiß nicht: neun Prozent).Konjunktur wird negativer bewertet
Mehrheit fordert schärfere Kontrollen für Schuldenstaaten
Quelle: dpa
Quelle: dpa
SPD holt auf
In der Politbarometer-Projektion verringert sich der Abstand zwischen Union und SPD deutlich: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, müsste die CDU/CSU zwei Punkte abgeben und käme auf 34 Prozent, während die SPD erneut zulegen könnte auf jetzt 32 Prozent (plus eins). Die FDP verbesserte sich auf fünf Prozent (plus eins) und die Linke bliebe bei fünf Prozent. Die Grünen erreichten mit leichten Verlusten 13 Prozent (minus eins) und die Piraten unverändert sieben Prozent. Die sonstigen Parteien erhielten zusammen vier Prozent (plus eins). Damit hätten weiterhin weder die amtierende Regierungskoalition noch eine rot-grüne Koalition eine parlamentarische Mehrheit.
Hannelore Kraft (SPD) führt die Politiker-Top-Ten an.
Gespaltenheit bei "Jogis Jungs"
Und so sehen die Meinungen zum Abschneiden der deutschen Elf bei der Fußball-Europameisterschaft aus: Nur zwei Prozent glauben, dass Deutschland schon in der Vorrunde ausscheidet, elf Prozent erwarten ein Scheitern im Viertelfinale und 31 Prozent im Halbfinale, 27 Prozent gehen davon aus, dass die Mannschaft maximal das Finale erreicht und 19 Prozent, dass Deutschland Europameister wird. Jeder Zehnte äußert sich dazu nicht.
Die Umfragen
Zu diesem Politbarometer wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 11. bis 14. Juni 2012 bei 1.232 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 34 Prozent, SPD: 36 Prozent, FDP: drei Prozent, Linke: fünf Prozent, Grüne: 13 Prozent, Piraten: sieben Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 13. Juli 2012.
Zu diesem Politbarometer wurden wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 11. bis 14. Juni 2012 bei 1.232 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Parteianteil von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Parteianteil von zehn Prozent rund +/- zwei Prozentpunkte. Daten zur politischen Stimmung: CDU/CSU: 34 Prozent, SPD: 36 Prozent, FDP: drei Prozent, Linke: fünf Prozent, Grüne: 13 Prozent, Piraten: sieben Prozent. Das nächste Politbarometer sendet das ZDF am Freitag, den 13. Juli 2012.




