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Trotz Unfall-Serie
Geisterfahrer-Gefahr relativ gering
VideoBessere Warnhinweise vor Geisterfahrern
Auch wenn mehrere zeitlich eng beieinanderliegende Unglücke etwas anderes suggerieren: Das Risiko, bei einem Unfall mit einem Geisterfahrer ums Leben zu kommen, ist nach Einschätzung des Automobilclubs ADAC relativ gering. Die Zahl der Falschfahrer ist seit Jahren konstant. Dennoch: Es gibt technische Möglichkeiten, die Zahl zu verringern.Nach Angaben des ADAC werden im Jahr bundesweit 2.800 Fälle von Geisterfahrten gemeldet, davon 2.000 auf Autobahnen. Die allermeisten gehen glimpflich aus, Geisterfahrer verursachen drei Prozent der tödlichen Unfälle auf Autobahnen.Wie lassen sich Geisterfahrten dennoch verhindern?- Bewährt hätte sich die beschleunigte Kommunikation, bei der beispielsweise der Verkehrsfunk Radiosendungen unterbricht und vor Falschfahrern warnt.
- Auf der technischen Seite ließe sich die Beschilderung weiter optimieren. So gibt es in Österreich und in vereinzelt in Bayern gelb-neon reflektierende Tafeln mit einem Handsymbol, das vor Falschfahrten warnt.
- Neu in der Diskussion sind Fahrerassistenzsysteme, die akustisch und optisch signalisierten, wenn jemand falsch fährt und diese Warnungen auch an Radiostationen oder Polizeien weiterleiteten.- Krallen in der Fahrbahn halten die Autoclubs dagegen für unangemessen. Dazu müssten alle rund 2.500 Autobahnauffahrten umgerüstet werden. Hinzu kämen noch die Raststättenauffahrten. Aufwand und Nutzen steht laut Autoclub ACE in keinem vernünftigen Verhältnis, denn die Krallen würden einen vorsätzlichen Geisterfahrer nicht aufhalten. "Der nimmt sich dann die Bundesstraße." Außerdem würden durch Krallen Feuerwehr und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert.Kein hundertprozentiger SchutzDoch einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht: "Wenn jemand bewusst in falscher Richtung auf eine Autobahn auffährt, wird man gar nichts machen können", sagt ADAC-Experte Klaus Reindl. "Denn wir haben in Deutschland 13.000 Autobahnkilometer, wir haben etwa 2.500 Anschlussstellen, Autobahnkreuze, Autobahndreiecke - nicht eingerechnet die ganzen Parkplätze." Auch von Feld- oder Wanderwegen ist eine Auffahrt möglich.Im Falle einer Falschfahrer-Meldung rät Reindl: runter vom Gas, äußert rechts fahren, nicht überholen und - wenn möglich - auf einen Parkplatz fahren, bis die Gefahr gebannt ist. Wenn Autofahrer einen Geisterfahrer entdecken, bevor der Verkehrsfunk vor ihm gewarnt hat, gibt es nur eins: einen Anruf bei der Polizei. Denn: "Der Versuch, den Falschfahrer aufzuhalten, ist lebensgefährlich."
19.11.2012, Quelle: dpa
- Auf der technischen Seite ließe sich die Beschilderung weiter optimieren. So gibt es in Österreich und in vereinzelt in Bayern gelb-neon reflektierende Tafeln mit einem Handsymbol, das vor Falschfahrten warnt.
- Neu in der Diskussion sind Fahrerassistenzsysteme, die akustisch und optisch signalisierten, wenn jemand falsch fährt und diese Warnungen auch an Radiostationen oder Polizeien weiterleiteten.- Krallen in der Fahrbahn halten die Autoclubs dagegen für unangemessen. Dazu müssten alle rund 2.500 Autobahnauffahrten umgerüstet werden. Hinzu kämen noch die Raststättenauffahrten. Aufwand und Nutzen steht laut Autoclub ACE in keinem vernünftigen Verhältnis, denn die Krallen würden einen vorsätzlichen Geisterfahrer nicht aufhalten. "Der nimmt sich dann die Bundesstraße." Außerdem würden durch Krallen Feuerwehr und Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert.Kein hundertprozentiger SchutzDoch einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht: "Wenn jemand bewusst in falscher Richtung auf eine Autobahn auffährt, wird man gar nichts machen können", sagt ADAC-Experte Klaus Reindl. "Denn wir haben in Deutschland 13.000 Autobahnkilometer, wir haben etwa 2.500 Anschlussstellen, Autobahnkreuze, Autobahndreiecke - nicht eingerechnet die ganzen Parkplätze." Auch von Feld- oder Wanderwegen ist eine Auffahrt möglich.Im Falle einer Falschfahrer-Meldung rät Reindl: runter vom Gas, äußert rechts fahren, nicht überholen und - wenn möglich - auf einen Parkplatz fahren, bis die Gefahr gebannt ist. Wenn Autofahrer einen Geisterfahrer entdecken, bevor der Verkehrsfunk vor ihm gewarnt hat, gibt es nur eins: einen Anruf bei der Polizei. Denn: "Der Versuch, den Falschfahrer aufzuhalten, ist lebensgefährlich."



