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Brand in Behindertenwerkstatt
14 Tote durch Rauchvergiftung - Verletzte außer Lebensgefahr
VideoJany: "Verletzte außer Lebensgefahr"
VideoBrand in Behindertenwerkstatt: 14 Tote
VideoZDF spezial: "Feuerdrama im Schwarzwald"
Bei einem Brand in einer Behindertenwerkstatt der Caritas im Schwarzwald sind 14 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern in Titisee-Neustadt sind Behinderte und Betreuer, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Alfred Oschwald. Die Todesursache sei vermutlich Rauchvergiftung. Ministerpräsident Kretschmann sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus."Wir gehen davon aus, dass es keine weiteren Toten gibt," sagte Oschwald. Das Gebäude sei durchkämmt. Niemand werde mehr vermisst. Nach Informationen des ZDF wurden insgesamt acht Menschen schwer verletzt, alle werden in entsprechenden Spezialkliniken behandelt.Arbeitsplatz für 120 BehinderteVermutet wird, dass es in einem Lagerraum eine Explosion gegeben haben könnte. Einsatzleiter Oschwald sagte im ZDF, es sei zu früh um Aussagen über die Ursache zu treffen. Sachverständige versuchten derzeit, die Brandursache aufzuklären. Ob in dem Lagerraum, wo das Feuer ausbrach, auch Chemikalien gelagert wurden, ist noch nicht geklärt.Der Brand war in einer Behindertenwerkstatt der Caritas im Ortsteil Neustadt ausgebrochen. Gegen 14.00 Uhr wurde die Feuerwehr über einen Brandmelder alarmiert. In der Werkstatt sind etwa 120 Menschen mit geistiger oder mehrfacher Behinderung unter anderem in der Metall- und Holzverarbeitung sowie in der Elektromontage beschäftigt. Feuerwehr und Rettungsdienste waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch zwei Rettungshubschrauber waren am Unglücksort.Kretschmann: Zutiefst getroffenDie Polizei richtete in einer benachbarten Spedition eine Personensammelstelle ein. Dort sollen sich Personen melden, die zum Zeitpunkt des Brandausbruches im Gebäude waren und noch nicht registriert sind. Angehörige der Opfer werden den Angaben nach notfallpsychologisch betreut.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zeigte sich erschüttert. "Die Nachricht über den Brand in der Behindertenwerkstatt und das schreckliche Ausmaß hat mich zutiefst getroffen", teilte Kretschmann in Stuttgart mit. "In Gedanken bin ich bei den Opfern, und mein tiefes Mitgefühl gilt ihren Angehörigen." Kretschmann und Innenminister Reinhold Gall (SPD) flogen mit dem Hubschrauber zum Unglücksort.Beileid von BundespräsidentAuch Bundespräsident Joachim Gauck hat der Opfer der Brandkatastrophe gedacht. "Ich denke an die armen Menschen, die Opfer zu beklagen haben", sagte Gauck am Abend in Duisburg zum Abschluss seines Antrittsbesuchs in Nordrhein-Westfalen.
Er habe mit Ministerpräsident Kretschmann telefoniert und sein Beileid ausgedrückt, sagte Gauck.Bei einem Abendgottesdienst im Freiburger Münster ist der Opfer gedacht worden. "Wir beten für die Opfer, ihre Angehörigen und Freunde sowie für alle Rettungskräfte. Auch den Menschen, die bei der Feuerkatastrophe verletzt wurden, gelten unsere mitfühlenden Gedanken", sagte Erzbischof Robert Zollitsch am Abend in Freiburg.Auch der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, äußerte sich tief erschüttert. "Mein Beileid und mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen", sagte Neher. "Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort werden gemeinsam mit Fachleuten alles tun, die
Ursache für diese Katastrophe herauszufinden."
26.11.2012, Quelle: dpa, dapd, kna
Anderes Konzept gefordert
Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat nach dem verheerenden Brand in einer Behindertenwerkstatt spezielle Sicherheitskonzepte für solche Einrichtungen gefordert. "Menschen mit Behinderungen haben verlängerte Reaktionszeiten und können in Gefahrsituationen unberechenbar handeln", sagte DFV-Vizepräsident Hartmut Ziebs. "Dem
müssen vernetzte Sicherheitskonzepte Rechnung tragen." Als Beispiel nannte er das Zusammenspiel von baulichem Brandschutz, Einsatzplänen und den Abläufen in den Betrieben.
Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat nach dem verheerenden Brand in einer Behindertenwerkstatt spezielle Sicherheitskonzepte für solche Einrichtungen gefordert. "Menschen mit Behinderungen haben verlängerte Reaktionszeiten und können in Gefahrsituationen unberechenbar handeln", sagte DFV-Vizepräsident Hartmut Ziebs. "Dem
müssen vernetzte Sicherheitskonzepte Rechnung tragen." Als Beispiel nannte er das Zusammenspiel von baulichem Brandschutz, Einsatzplänen und den Abläufen in den Betrieben.
Er habe mit Ministerpräsident Kretschmann telefoniert und sein Beileid ausgedrückt, sagte Gauck.Bei einem Abendgottesdienst im Freiburger Münster ist der Opfer gedacht worden. "Wir beten für die Opfer, ihre Angehörigen und Freunde sowie für alle Rettungskräfte. Auch den Menschen, die bei der Feuerkatastrophe verletzt wurden, gelten unsere mitfühlenden Gedanken", sagte Erzbischof Robert Zollitsch am Abend in Freiburg.Auch der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, äußerte sich tief erschüttert. "Mein Beileid und mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen", sagte Neher. "Die Kolleginnen und Kollegen vor Ort werden gemeinsam mit Fachleuten alles tun, die
Ursache für diese Katastrophe herauszufinden."



