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Verdacht auf Vergiftung
Exhumierung soll Arafats Todesursache klären
VideoVerdacht auf Giftmord: Arafat exhumiert
Vor acht Jahren starb Palästinenserchef Jassir Arafat. Über die Todesursache gab es von Anfang an wilde Spekulationen: Giftmord durch Polonium machte schnell die Runde. Die Exhumierung des Leichnams soll nun Klarheit bringen. Für viele Palästinenser ist schon jetzt klar: Es waren die Israelis.Sollte bei der Untersuchung der sterblichen Überreste von Jassir Arafat eine Vergiftung festgestellt werden, wollen die Palästinenser vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) ziehen. Dies kündigte am Dienstag der Chef der palästinensischen Untersuchungskommission, Taufik Tirawi, in Ramallah an. "Dies wird dann das erste Mal sein, dass die Palästinenser den IStGH anrufen, nachdem sie bei der UNO einen aufgewertetem Beobachterstatus als Nicht-Mitgliedstaat erhalten haben."2004 in Militärkrankenhaus in Paris gestorbenViele Palästinenser verdächtigen Israel, ihren früheren Präsidenten vergiftet zu haben, was das Land jedoch zurückweist. Die Exhumierung der sterblichen Überreste erfolgte am Dienstag.Der Palästinenserführer war im November 2004 in einem Militärkrankenhaus bei Paris im Alter von 75 Jahren gestorben. Die Todesursache konnte damals nicht zweifelsfrei geklärt werden. Der Giftmordverdacht verstärkte sich noch, als Schweizer Experten im Juli an der Unterwäsche Arafats, die er kurz vor seinem Tod getragen hatte, Spuren von Polonium 210 fanden.Die französische Justiz hatte im August Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet, nachdem Arafats Witwe Suha dort Anzeige gegen unbekannt erstattet hatte. Schweizer Experten hatten eine rasche Untersuchung der Leiche gefordert, weil sonst mögliche radioaktive Spuren im Knochengewebe Arafats wegen ihres raschen Zerfalls nicht mehr nachweisbar wären.
27.11.2012, Quelle: afp, dpa



