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25.05.2013

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Bedrohliche Lage

UNO setzt Einsatz in Syrien aus

  • Bild UN-Fahrzeug in Damaskus
  • Video Arabische Welt protestiert gegen Regimes
  • Video Bombenanschläge in Damaskus
  • BildUN-Fahrzeug in Damaskus
    UN-Fahrzeug in Damaskus / Quelle: dpa
    (Quelle: dpa)
    VideoArabische Welt protestiert gegen Regimes
    (20.11.2012)
    VideoBombenanschläge in Damaskus
    (28.11.2012)
    Die Vereinten Nationen stoppen vorerst ihren Einsatz in Syrien. Ein Teil der Mitarbeiter vor Ort werde angesichts der sich verschärfenden Sicherheitslage abgezogen, sagte ein Sprecher. Die UNO werde "ihre Missionen im Land bis auf Weiteres aussetzen".

    Wegen Sicherheitsbedenken ziehen die Vereinten Nationen alle nicht unbedingt notwendigen Mitarbeiter aus Syrien ab. Bis zu einem Viertel der 100 Mitarbeiter, die für mehrere UN-Sonderorganisationen arbeiten, könnten bis zum Ende der Woche ausreisen, sagte der humanitäre Koordinator der UN für die Region, Radhouane Nouicer. "Die Sicherheitssituation ist sehr schwierig geworden, auch in Damaskus." Zudem sollen alle Reisen der restlichen UN-Mitarbeiter außerhalb von Damaskus eingestellt werden. Sie sollen die Hauptstadt nur in Notfällen verlassen dürfen.

    Syrien versicherte derweil erneut, niemals Chemiewaffen gegen das eigene Volk einsetzen zu wollen. "Syrien bekräftigt, dass es diese Art Waffen, wenn es welche davon besitzt, unter keinen Umständen gegen sein Volk einsetzen wird, denn es verteidigt derzeit sein Volk", hieß es am Montag aus dem syrischen Außenministerium in Reaktion auf eine Warnung von US-Außenministerin Hillary Clinton.


    "Rote Linie"

    Diese hatte zuvor in Prag die syrische Regierung gewarnt, Chemiewaffen gegen die Aufständischen einzusetzen. "Das ist eine rote Linie für die USA", sagte Clinton in der tschechischen Hauptstadt. Das sei einmal mehr eine "sehr ernste Warnung an das Regime" von Präsident Baschar al-Assad, dessen "Verhalten zu verurteilen" und dessen "Vorgehen gegen das eigene Volk tragisch" sei, sagte die US-Außenministerin.


    Syriens Außenminister Walid al-Muallim hatte den USA Anfang Oktober vorgeworfen, die Debatte über das Chemiewaffenarsenal seines Landes als Vorwand für ein Eingreifen in den blutigen Konflikt nutzen zu wollen. Al-Muallim zog dabei eine Parallele zum Irak-Krieg von 2003, zu dessen Rechtfertigung die USA im Vorfeld unter anderem das angebliche Chemiewaffen-Arsenal Bagdads angeführt hatten.

    Dies stellte sich nach der Invasion aber als falsch heraus. Syrien dagegen verfügt Experten zufolge über beträchtliche C-Waffen-Bestände aus den siebziger Jahren. Mit mehreren hundert Tonnen seien sie die größten im Nahen Osten, unter anderem lagere Syrien Nervengas. Die syrische Führung erklärte Ende Juli, Chemiewaffen im Fall eines Angriffs aus dem Ausland einsetzen zu wollen, nicht aber gegen die eigene Bevölkerung. Es war das erste Mal, dass Damaskus offen den Besitz von Chemiewaffen einräumte. US-Präsident Barack Obama drohte daraufhin im August erstmals direkt mit einem militärischen Eingreifen.

    03.12.2012, Quelle: dpa, afp, dapd
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