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Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit
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"Ausdruck totaler Hilflosigkeit"
Millionen junge Europäer haben weder Job noch Ausbildungsplatz. EU-Sozialkommissar László Andor fordert deshalb eine Beschäftigungsgarantie von den Mitgliedsstaaten. Die Idee sei ein "Ausdruck totaler Hilflosigkeit", sagt Hilmar Schneider vom Institut zur Zukunft der Arbeit im heute.de-Interview.heute.de: EU-Sozialkommissar Andor fordert eine Beschäftigungsgarantie für junge Menschen bis 25 Jahre. Was halten Sie von der sogenannten Jugendgarantie?Hilmar Schneider: Das ist ein Ausdruck totaler Hilflosigkeit. Man kann Unternehmen nicht dazu zwingen, Jugendliche einzustellen, wenn sich das für die Unternehmen nicht rechnet. Würde es sich für sie rechnen, bräuchte es keine Beschäftigungsgarantie, denn dann würden die Unternehmen von sich aus Jugendliche einstellen. Bliebe also nur ein staatliches Beschäftigungsprogramm für Jugendliche.Nicht zuletzt aus den Erfahrungen mit solchen Programmen in den Anfangszeiten der deutschen Wiedervereinigung wissen wir, wozu das führt: Nutzlose und perspektivlose Beschäftigungstherapie. Abgesehen davon, dass die Länder, die das umsetzen müssten, ohnehin kein Geld dafür haben, ist es das Letzte, was den betroffenen Jugendlichen dabei hilft, auf eigenen Beinen zu stehen.
Dr. Hilmar Schneider, Direktor Arbeitsmarktpolitik am IZA in Bonn
Quelle: Institut zur Zukunft der Arbeit
Quelle: Institut zur Zukunft der Arbeit
Institut zur Zukunft der Arbeit
Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist ein privates, unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut, das nationale und internationale Arbeitsmärkte erforscht. Das IZA arbeitet eng mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn zusammen.
Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist ein privates, unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut, das nationale und internationale Arbeitsmärkte erforscht. Das IZA arbeitet eng mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn zusammen.
Die Jugendgarantie
Europäer unter 25 Jahren sollen spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Angebot für eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz erhalten.
Mit diesem Vorschlag sagt EU-Sozialkommissar László Andor der europäischen Jugendarbeitslosenquote von 22,8 Prozent den Kampf an. Besonders schwer haben es junge Menschen in Griechenland und Spanien mit Quoten über 55 Prozent. In Portugal, Italien oder Irland ist etwa jeder Dritte Jugendliche ohne Job.
Europäer unter 25 Jahren sollen spätestens vier Monate nach Ende ihrer Ausbildung oder nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes ein Angebot für eine neue Stelle, einen neuen Ausbildungsplatz oder aber zumindest einen Praktikumsplatz erhalten.
Mit diesem Vorschlag sagt EU-Sozialkommissar László Andor der europäischen Jugendarbeitslosenquote von 22,8 Prozent den Kampf an. Besonders schwer haben es junge Menschen in Griechenland und Spanien mit Quoten über 55 Prozent. In Portugal, Italien oder Irland ist etwa jeder Dritte Jugendliche ohne Job.
Das duale Ausbildungssystem
Das duale Ausbildungssystem gibt es vor allem im deutschsprachigen Raum wie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Voraussetzung für eine Berufsausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb. Der praktische Teil der Ausbildung wird den Lehrlingen in den Betrieben vermittelt, den theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule. Zudem kann man vielerorts an Berufsschulen Zusatzqualifikationen erwerben.
Das duale Ausbildungssystem gibt es vor allem im deutschsprachigen Raum wie in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Voraussetzung für eine Berufsausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb. Der praktische Teil der Ausbildung wird den Lehrlingen in den Betrieben vermittelt, den theoretischen Teil übernimmt die Berufsschule. Zudem kann man vielerorts an Berufsschulen Zusatzqualifikationen erwerben.



