- Mainz
- Aachen
- Angermünde
- Arkona
- Augsburg
- Bad Salzuflen
- Bamberg
- Berlin
- Bonn
- Braunschweig
- Bremen
- Bremerhaven
- Celle
- Chemnitz
- Chieming
- Cottbus
- Cuxhaven
- Dresden
- Düsseldorf
- Eisenach
- Emden
- Erfurt
- Essen
- Frankfurt/Main
- Freiburg
- Freudenstadt
- Garmisch-Partenkirchen
- Gera
- Gießen
- Glücksburg
- Görlitz
- Göttingen
- Greifswald
- Gütersloh
- Halle
- Hamburg
- Hannover
- Helgoland
- Hof
- Karlsruhe
- Kassel
- Kempten
- Kiel
- Köln
- Konstanz
- Landsberg
- Leipzig
- List/Sylt
- Lübeck
- Lüdenscheid
- Magdeburg
- Mannheim
- Mühldorf
- München
- Münster
- Neuburg/Donau
- Norderney
- Nürnberg
- Oberstdorf
- Öhringen
- Passau
- Plauen
- Potsdam
- Putbus
- Regensburg
- Rostock-Warnemünde
- Saarbrücken
- Schleswig
- Schwerin
- Seehausen
- Straubing
- Stuttgart
- Trier
- Ulm
- Waren
- Weiden
- Westermarkelsdorf
- Wiesbaden
- Wittenberg
- Würzburg
Länder für neuen Anlauf
Innenminister wollen NPD verbieten lassen
VideoEinigung über NPD-Verbot in Sicht
VideoWas bringt ein NPD-Verbot?
Links
NPD am Scheideweg
Der NPD-Bundesvorstand
Holger Apfel (Parteivorsitzender)
Holger Apfel wurde im November 2011 zum neuen Parteivorsitzenden der NPD gewählt. Sein Ziel: Die NPD solle endlich bei den Bürgern ankommen und sich um "seriöse Radikalität" kümmern. Apfel will dem vorherrschenden Bild von kahlköpfigen NPD-Schlägern entgegenwirken.
Apfel sitzt seit 2004 im Sächsischen Landtag und fiel dort vor allem wegen verbaler Ausfälle auf. Im Juni 2010 sorgte Holger Apfel mit antisemitischer Hetze für einen einmaligen Vorgang in der Geschichte des Sächsischen Landesparlaments: Er wurde des Saales verwiesen und durfte bis Dezember 2010 nicht mehr an den Landtagssitzungen teilnehmen. Apfel hatte Israel in der Sitzung als "jüdischen Terrorstaat" bezeichnet und er sprach von "blühender Holocaust-Industrie."
Udo Pastörs (stellv. Parteivorsitzender)
Udo Pastörs wurde im November 2011 als Stellvertreter von Holger Apfel gewählt. Der gelernte Kaufmann und Uhrmachermeister sitzt seit Oktober 2006 im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Er ist dort Vorsitzender der NPD-Fraktion.
Pastörs wurde wegen Verleumdung und Verunglimpfung des Andenkens von Verstorbenen zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Er hatte in einer Landtagssitzung am 28. Januar 2010 eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag als "Schuldkult" und "Betroffenheitstheater" bezeichnet.
Karl Richter (stellv. Parteivorsitzender)
Karl Richter wurde auf dem NPD-Parteitag im November 2011 als stellvertretender Parteivorsitzender bestätigt. Er ist der Chefredakteur der "Deutschen Stimme", dem Presseorgan der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands.
Frank Schwerdt (stellv. Parteivorsitzender)
Frank Schwerdt machte im März 2012 auf sich aufmerksam, als er der ARD sagte, dass das mutmaßliche NSU-Mitglied Uwe Mundlos Ende der neunziger Jahre mindestens ein Mal als Fahrer für ihn tätig gewesen sei.
Schwerdt stand 2009 vor Gericht. Damals hatte das Berliner Amtsgericht die Führungsriege der NPD wegen Volksverhetzung und gemeinschaftlicher Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Dagegen ging er in Berufung und wurde 2011 freigesprochen.
Andreas Storr (Bundesschatzmeister)
Auch Andreas Storr ist Abgeordneter im Sächsischen Landtag. Der gelernte Bankkaufmann und Bilanzbuchalter sorgte im Juni 2012 im Dresdner Landtag für Aufsehen, als er für die NPD in der Debatte um die Imagekampagne des Landes ans Rednerpult trat. Storr legte sein Sakko ab und stand damit direkt im Blickfeld des Landtagspräsidenten. Auf der Rückseite seines T-Shirts war die Aufschrift "Thor Steinar" aufgebracht. Dabei handelt es sich um eine bei Neonazis beliebte Modemarke. Das Tragen dieser Kleidung im Parlament ist nach den Regeln des Sächsischen Landtags untersagt.
"NPD für viele Menschen normale Partei "
Die Neonazi-Mordserie hat dem Jenaer Soziologen Klaus Dörre zufolge nichts daran geändert, dass die rechtsextreme NPD von vielen Menschen als ganz normale Partei wahrgenommen wird. "Ich bin nicht so sicher, dass ein Verbot daran etwas ändern würde", sagte er. Vor allem in strukturschwachen Regionen pflege die NPD weiter ihr Image als "Kümmerer" etwa für Jugendliche. In kleinen Orten fehle zudem häufig eine demokratische Gegenöffentlichkeit.
Die Neonazi-Mordserie hat dem Jenaer Soziologen Klaus Dörre zufolge nichts daran geändert, dass die rechtsextreme NPD von vielen Menschen als ganz normale Partei wahrgenommen wird. "Ich bin nicht so sicher, dass ein Verbot daran etwas ändern würde", sagte er. Vor allem in strukturschwachen Regionen pflege die NPD weiter ihr Image als "Kümmerer" etwa für Jugendliche. In kleinen Orten fehle zudem häufig eine demokratische Gegenöffentlichkeit.



