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UN-Gipfel in Doha zu Ende
"Keinen Millimeter in Richtung mehr Klimaschutz"
VideoDoha-Ergebnis "extrem enttäuschend"
VideoKlimagipfel droht zu scheitern
VideoDoha: Unterwegs mit ZDF-Reporter Angres
Die drei Lehren von Doha
von Volker AngresDie UN-Klimakonferenz hat für 37 Staaten eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls beschlossen. Doch wenn man es nüchtern betrachtet, heißt das Ergebnis: Der Verhandlungsprozess wird weitergehen. Mehr Klimaschutz gibt es nicht. Wenn es ein Guinness-Rekordbuch des Versagens gäbe, wäre einer der ersten Plätze der Doha-Konferenz sicher.Dabei besteht bei nahezu allen Delegierten Einigkeit darüber, dass wir immer schneller in eine Phase der unkontrollierbaren Erderwärmung hineinstürmen. Taktisch geschickt gesetzt, hatte kurz vor der Klimakonferenz das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung im Auftrag der Weltbank simuliert, wie es sich denn auf den Globus auswirken würde, wenn die Temperaturen durchschnittlich nicht um zwei, sondern um vier Grad ansteigen würden. Mit einem Wort: katastrophal.Hans Joachim Schellnhuber, der Leiter des Instituts, bestätigte, dass vor allem tropische und subtropische Gebiete massiv betroffen wären, bis hin zur Unbewohnbarkeit. Und dabei handelt es sich um Länder, die nichts zur Klimaerwärmung beigetragen haben. Deshalb fordern auch Umweltaktivisten seit Jahren Klimagerechtigkeit ein. Besonders bitter ist, dass die Doha-Konferenz hier zu keinen konkreten Finanzierungs-Verabredungen für die am meisten betroffenen Entwicklungsländer gekommen ist.
Kyoto-Protokoll: Neuauflage beschlossen
In einer im Verfahren umstrittenen Schlussabstimmung hat die UN-Klimakonferenz am Samstag den Weg für die geplante neue Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls bis 2020 freigemacht. Der katarische Konferenzpräsident Abdullah bin Hamad al-Attijah stellte fest, die Konferenz habe die Annahme der Beschlussvorlage befürwortet. Zuvor waren die Verhandlungen stundenlang ins Stocken geraten, weil Russland und weitere Staaten Vorbehalte gegen Teile des Kyoto-Textes geltend machten. Russland protestierte gegen das Vorgehen der katarischen Präsidentschaft.
37 Staaten verpflichten sich mit der Neuauflage des Kyoto-Protokolss, ihre Treibhausgase bis 2020 weiter zu reduzieren. Gemeinsam sind diese Staaten für rund 15 Prozent des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich.
Quelle: afp, dapd
In einer im Verfahren umstrittenen Schlussabstimmung hat die UN-Klimakonferenz am Samstag den Weg für die geplante neue Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls bis 2020 freigemacht. Der katarische Konferenzpräsident Abdullah bin Hamad al-Attijah stellte fest, die Konferenz habe die Annahme der Beschlussvorlage befürwortet. Zuvor waren die Verhandlungen stundenlang ins Stocken geraten, weil Russland und weitere Staaten Vorbehalte gegen Teile des Kyoto-Textes geltend machten. Russland protestierte gegen das Vorgehen der katarischen Präsidentschaft.
37 Staaten verpflichten sich mit der Neuauflage des Kyoto-Protokolss, ihre Treibhausgase bis 2020 weiter zu reduzieren. Gemeinsam sind diese Staaten für rund 15 Prozent des weltweiten Treibhausgasausstoßes verantwortlich.
Quelle: afp, dapd



