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Drei Jahre nach Erdbeben
"Haiti könnte einer der schönsten Orte der Welt sein"
VideoNoch immer Versorgungsengpässe auf Haiti
VideoNach "Sandy" droht Haiti der Hunger
von Christoph Röckerath, Port-au-PrinceIn Haitis Hauptstadt stehen immer noch Ruinen, mehr als 350.000 Menschen leben in Zeltstädten - drei Jahre nach dem schweren Erdbeben. Es hat sich viel gebessert, aber vieles liegt auch noch im Argen. Und den Hilfsorganisationen geht langsam das Geld aus.
Spenden für Haiti
Das Erdbeben in Haiti ist fast drei Jahre her, und Trümmer gibt es noch mehr als genug. Die Stiftung des amerikanischen Schauspielers Sean Penn hat auch den Präsidentenpalast in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince beseitigt und Tausende Menschen umgesiedelt. Seit drei Jahren ist der Schauspieler hier und warnt vor Ungeduld. "Haiti ist zu reich, um arm zu sein. Das spüren wir hier jeden Tag. Dieser Ort ist ideal für Landwirtschaft, ideal für Kunst und Musik, für Tourismus. Haiti könnte einer der großartigsten Orte der Welt sein", sagt Penn.
Seine Mitarbeiter verarbeiten Erdbebenschutt zu neuen Zementbausteinen - nicht nur symbolisch ein wichtiger Schritt. Es entstehen Arbeitsplätze und günstiges Baumaterial. Doch es liegt noch viel im Argen. Mehr als 350.000 Menschen leben weiter in Zeltstädten. Elendig. Doch knapp drei Jahre nach dem Beben geht vielen Hilfsorganisationen langsam das Geld aus.
"Sandy" verwüstet HaitiIm vergangenen Oktober kam der nächste Schlag für das ärmste Land Amerikas: Wirbelsturm "Sandy" zerstörte viele Straßen, Brücken und Häuser. Zwei Monate zuvor hatte bereits der Wirbelsturm "Isaac" in Haiti vor allem die Region verwüstet, in der die Menschen immer noch unter den katastrophalen Schäden durch das Erdbeben vom Januar 2010 leiden. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat hier in den zerstörten Vororten von Port-au-Prince neue Häuser gebaut. In einem wohnt nun der Bauer Pierre Zillas, den erst das Beben und dann "Sandy" obdachlos gemacht hat: "Ich bin überglücklich. Ohne dieses Haus wäre ich ein Nichts. Ich könnte gar nicht genug arbeiten, um mir so etwas leisten zu können. Ich danke dem lieben Gott."
Das Leben auf dem Land ist rau, geprägt von Naturgewalt und bitterer Armut. Die Böden sind fruchtbar, aber schutzlos, weil die Bäume fehlen. Mehr als 90 Prozent sind abgeholzt. Die Diakonie will mit einem Wiederaufforstungsprojekt gegen den Kahlschlag kämpfen - mit Hilfe einer schnell wachsenden Pinienart. "Die Wurzeln schützen vor Erosion und speichern die Feuchtigkeit. Und die Bäume spenden Schatten, das kommt auch den Bauern zugute", erklärt Projektleiter Vernice Phernol.Sauberes Wasser - ein kostbares Gut Auch der Süden des Landes blieb von "Sandy" nicht verschont. Dort wurde teilweise die gesamte Ernte des Jahres vernichtet, so dass sich die ohnehin angespannte Versorgungslage wieder deutlich verschlechtert hat. In dem Städtchen Bainet hat die Diakonie einen Brunnen gebohrt und eine Aufbereitungsanlage gebaut – sauberes Wasser ist ein kostbares Gut in Haiti und hier kostenlos. "Früher musste ich immer zur Quelle unseres Flusses laufen. Das hat Stunden gedauert. Dank der Diakonie ist das vorbei", erzählt die Bewohnerin Ton Lina Barthelemy. Kleine Erfolge in Haiti. Einem gebeutelten Land, das eigentlich so schön sein könnte.
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Spenden für Haiti
Seine Mitarbeiter verarbeiten Erdbebenschutt zu neuen Zementbausteinen - nicht nur symbolisch ein wichtiger Schritt. Es entstehen Arbeitsplätze und günstiges Baumaterial. Doch es liegt noch viel im Argen. Mehr als 350.000 Menschen leben weiter in Zeltstädten. Elendig. Doch knapp drei Jahre nach dem Beben geht vielen Hilfsorganisationen langsam das Geld aus.
Karte von Haiti
Das Leben auf dem Land ist rau, geprägt von Naturgewalt und bitterer Armut. Die Böden sind fruchtbar, aber schutzlos, weil die Bäume fehlen. Mehr als 90 Prozent sind abgeholzt. Die Diakonie will mit einem Wiederaufforstungsprojekt gegen den Kahlschlag kämpfen - mit Hilfe einer schnell wachsenden Pinienart. "Die Wurzeln schützen vor Erosion und speichern die Feuchtigkeit. Und die Bäume spenden Schatten, das kommt auch den Bauern zugute", erklärt Projektleiter Vernice Phernol.Sauberes Wasser - ein kostbares Gut Auch der Süden des Landes blieb von "Sandy" nicht verschont. Dort wurde teilweise die gesamte Ernte des Jahres vernichtet, so dass sich die ohnehin angespannte Versorgungslage wieder deutlich verschlechtert hat. In dem Städtchen Bainet hat die Diakonie einen Brunnen gebohrt und eine Aufbereitungsanlage gebaut – sauberes Wasser ist ein kostbares Gut in Haiti und hier kostenlos. "Früher musste ich immer zur Quelle unseres Flusses laufen. Das hat Stunden gedauert. Dank der Diakonie ist das vorbei", erzählt die Bewohnerin Ton Lina Barthelemy. Kleine Erfolge in Haiti. Einem gebeutelten Land, das eigentlich so schön sein könnte.
Haiti: ZDF-Reporter Röckerath twittert
Tweets aus Haiti
11.12.2012



