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Wetten, dass..?

 
Robbie Williams. Quelle: reuters
Robbie Williams

Megastar und Frauenschwarm

Robbie Williams wiedervereinigt mit Take That

Was lange währt, wird endlich gut: Nach 15 Jahren kehrte Robbie Williams im Juli 2010 wieder zurück zu "Take That". Damit ist eine der erfolgreichsten Popbands aller Zeiten wiedervereint - zur großen Freude von Millionen Fans. Doch der Neubeginn mit seiner Band bedeutet nicht das Ende der Solokarriere des Superstars. Auch bei Wetten, dass..? gibt es am 4. Dezember den "doppelten Robbie": Mit Take That singt er die aktuelle Hitsingle "The Flood", solo präsentiert er seinen Titel "Feel".

 
 
 
 

trNach seinem Abschied von "Take That" schaffte Robbie Williams Ende der 90er Jahre den Sprung vom umschwärmten Teenie-Idol zum Solo-Superstar. Als Robert Peter Williams kam er am 13. Februar 1974 in Stoke-on-Trent bei Manchester, England, zur Welt. Nachdem sich seine Eltern nur zwei Jahre später getrennt hatten, wuchs Robbie zusammen mit seiner Schwester Sally bei der Mutter Janet auf, die einen Pub besaß, später aber als staatliche Drogenberaterin arbeitete. Vater Peter war Schauspieler und wurde von seinem Sohn bewundert, der in seine Fußstapfen treten wollte. Robbies erste große Liebe galt jedoch dem Fußballclub von Stoke-on-Trent, dessen Trainingsplatz gleich neben der mütterlichen Kneipe lag.

Mit 15 zum Casting für "Take That"

Als Mutter Janet im Sommer 1989 eine Anzeige des Musikmanagers und Model-Agenten Nigel Martin-Smith in der Zeitung las, schickte sie ihren damals 15-jährigen Sohn zum Casting. Robbie Williams wurde prompt genommen und verließ ohne Abschluss die Schule. Martin-Smith hatte fünf männliche Teenager zwischen 15 und 20 Jahren gesucht, um eine Konkurrenzband zur US-amerikanischen Boygroup "New Kids on the Block" aufzubauen.

 

Für die nächsten sechs Jahre eroberte Robbie Williams als Mitglied von Englands ultimativer Boygroup "Take That" die Herzen von Teenies in aller Welt erobern. Die Gruppe löste überall Hysterie und Verehrung unter den meist jugendlichen und weiblichen Fans aus. Zwischen 1992 und 1995 hatten die Fünf nicht weniger als neun Nummer-eins-Hits, davon allein sieben in Folge. Nach über 20 Millionen weltweit verkaufter Alben löste sich die Band allerdings im Februar 1996 endgültig auf.

 

Beginn der Solo-Karriere

Die erste Solo-Single von Robbie Williams, "Freedom", verkaufte sich 1996 über eine Viertel Million Mal. Mehr als ein Jahr später erreichte sein Albumdebüt "Life Thru A Lens" 28 Wochen nach Veröffentlichung die Spitze der britischen Charts und erreichte mehrfachen Platinstatus. Den Wendepunkt hatte die Single "Angels" eingeläutet, die das Album zu gigantischen Verkäufen katapultierte. Eine ausverkaufte Tournee durch Großbritannien unterstrich Robbies aufblühende Popularität.

 
Robbie Williams auf der Bühne. Quelle: EMI Music
EMI Music
Robbie Williams auf der Bühne

Das Sahnehäubchen war schließlich der große Erfolg der Single "Let Me Entertain You". Von den Massen verherrlicht, von den Kritikern gefeiert, preisgekrönt und heiß begehrt - ein solcher Erfolg musste erst einmal wiederholt werden. Gesagt, getan: Gemeinsam mit Guy Chambers, dem kongenialen Songwriting-Partner, entstanden die Songs zum Album "I've Been Expecting You".

 

Sammler von Preisen und Rekorden

1998 wurde Williams sechs Mal für den Britischen Music Award nominiert und stellte damit einen neuen Rekord auf. Überhaupt wurde 1998 sein Jahr: Nach dem "Angels"-Erfolg legte er schon im März mit dem stürmischen Power-Popsong "Let Me Entertain You" eine weitere Top-Single vor und veröffentlichte im Oktober sein zweites Album "I've Been Expecting You", das sofort auf Platz 1 der Charts stürmte.

 

Als erster Künstler seit langem hatte Robbie Williams damit im Frühjahr 1999 gleichzeitig zwei Platten unter den Top Ten der britischen Albumcharts. Bei den "Brit Awards" wurde er zum "besten Solokünstler" gewählt und noch für das "beste Video" ("Millennium") und die "beste Single" ("Angels") ausgezeichnet. Im Rahmen der "MTV Europe Music Awards" verlieh man ihm Preise in den Kategorien "Bester Sänger" und "Bestes Album" ("I've Been Expecting You").

Robbie Williams im Video zu "Rock DJ". Quelle: EMI Music
EMI Music
Robbie Williams im Video zu "Rock DJ"

Hits in Serie

Mit Titeln wie "Millenium", "It's Only You" (mit Tom Jones) oder "Kids" (mit Kylie Minogue) und dem Album "Sing When You're Winning" war er im Jahr 2000 ebenfalls auf der Erfolgsspur. Für Diskussionen und Boykott einiger Musiksender sorgte der Videoclip zum Titel "Rock DJ", in dem Robbie sich "bis aufs Fleisch" entblätterte. Die Single-Ballade "Eternity" war einer der großen Hits des Sommers 2001.

Es folgten die Alben "Swing When You're Winning" (2001), mit dem er die Nachfolge der von ihm bewunderten Entertainer der alten Schule wie Dean Martin und Frank Sinatra antrat, "Escapology", "Live Summer 2003" und - im Herbst 2004 - sein erstes Best of-Album. 2003 wurde Williams - wie schon 1999, 2001 und 2002 - bei den "Brit Awards" zum "Besten nationalen Solokünstler" gekürt. Im Sommer desselben Jahres tourte er durch Europa und erntete wieder begeisterte Kritiken.

 

Größtes Live-Konzert in Großbritannien

2003 erschien die DVD "What We Did Last Summer: Robbie Williams Live At Knebworth", ein Mitschnitt seines dreitägigen Gastspiels im englischen Knebworth, zu dem insgesamt 375.000 Menschen gekommen waren, um den Star zu sehen. Es war das bis dahin größte Live-Event auf der Insel.

 

Im Herbst 2005 erschien mit "Intensive Care" das sechste Studioalbum des Vollblut-Entertainers. Für 1,6 Millionen innerhalb eines Tages verkaufter Tickets für seine Welttournee 2006 erhielt Robbie Williams zudem einen Eintrag ins "Guinness-Buch der Rekorde". Bei der "Echo-Verleihung" 2006 wurde er als "Bester internationaler Künstler" ausgezeichnet, 2007 erhielt er den Preis in der Kategorie "Künstler Rock/Pop".

 

Comeback und Hochzeit

Danach wurde es still um den Superstar - zumindest, was seine Musik angeht. Zeitweise musste er sich wegen Medikamentenabhängigkeit in einer Klinik behandeln lassen. 2009 dann das große Comeback: Mit "Reality Killed The Video Star", seinem neuen Album, gelang es Robbie Williams, seine Fans gleich wieder im Sturm zurückzuerobern - unter anderem mit einem umjubelten Auftritt bei Wetten, dass..?. Im Februar 2010 erhielt er für seine Verdienste um die Popmusik einen "Brit Award". Auch privat ist Williams obenauf: Im August 2010 heiratete er seine Freundin Ayda Field.

 

Nachdem Robbie im Juli 2010 seinen Wiedereinstieg bei Take That ankündigte, steht nun erst einmal die Band im Vordergrund. Das Album "Progress" erscheint am 19. November. Bei Wetten, dass..? werden Williams und seine Bandkollegen daraus den Hit "The Flood" präsentieren.

 
 
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