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21. März 2010
 

ZDFdokukanal

 
ab 1. November ZDFneo
Frauen mit Essensbehältern stehen Schlange. Quelle: ap

Rückblende

Ist der Hunger zu besiegen?

Plädoyer für eine neue Weltordnung

Hunger ist nicht allein eine Frage des Angebots und der Produktionsmenge. Hunger hat viele Gesichter: unfaire Wettbewerbsbedingungen im Weltagrarhandel, schlechte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, zunehmende Umweltzerstörung oder die mangelnde Förderung der ländlichen Entwicklung.

 
 
 

Infobox

Sendedaten

Ab Samstag, 28. März 2009 um 7.15 und 14.15 Uhr. Weitere Sendedaten entnehmen Sie bitte dem Programm des ZDFdokukanals.

Es geht schlichtweg um einen Skandal: Jeder achte Mensch auf diesem Planeten, also insgesamt 852 Millionen Menschen, sterben jährlich an Hunger und seinen Folgen.

Berichterstattung erst wenn es zu spät ist

Um diese gigantische Zahl noch weiter ins Bewusstsein zu rücken, noch ein paar Zahlen mehr: Täglich sterben weltweit bis zu 100.000 Menschen - die meisten davon in Asien und Afrika - etwa 69 pro Minute, elf davon Kinder oder wie der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, immer wieder und wieder betont: Alle sieben Sekunden stirbt auf dieser Welt ein Kind an Hunger und dass, obwohl weltweit so viele Lebensmittel produziert werden, dass damit zwölf Milliarden Menschen ernährt werden könnten.

 

Doch trotz dieser dramatischen Situation scheinen Ernährungskrisen ihren Schrecken verloren zu haben. Die Medien berichten meist erst dann, wenn es schon zu spät ist oder wenn die Hungersituation durch Naturkatastrophen, Kriege und Vertreibung gerade mal wieder besonders akut ist.

 

Ist die Entwicklungshilfe gescheitert?

Die Schreckensbilder von abgemagerten und sterbenden Kindern zeigen aber nur einen Bruchteil des ganzen Ausmaßes an Elend. Viele Menschen in afrikanischen Dürregebieten, Flüchtlingslagern und Ghettos leiden unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit.

 

Ist die gut gemeinte Entwicklungshilfe der Industrieländer, die allzu oft in den Taschen korrupter Staatsapparate landet, letztendlich gescheitert? Wie fair ist ein Welthandel, in dem die Industrieländer landwirtschaftliche Überschüsse subventionieren und massiv verbilligt in Entwicklungsländer exportieren und damit Bauern in der so genannten 3. Welt in den Ruin treiben?

 

Kann nur die Globalisierung der Weltwirtschaft einen solchen Modernisierungssog entwickeln, dass Armut und Hunger in den ärmsten Ländern dieser Welt besiegt werden, wie neoliberale Wirtschaftsexperten meinen? Wo liegt der Fehler im System und wie ist der Hunger zu besiegen?

 
 
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