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14. Februar 2012
 

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Heiter bis wolkig - Ihre Meinung zum Wetter

Hallo,

ich dachte, ich mache mal einen Thread auf zum Winter 1978/79, weil dieser Winter in den letzten Tagen und Wochen immer wieder erwähnt wird. Eben hörte ich noch in den Nachrichten, dass es momentan die längste Zeit ist seit 1979, in der es in Deutschland flächendeckend eine geschlossene Schneedecke gibt.
Ich wurde während dieses Winters acht Jahre alt und kann nur sagen: Es ist erstaunlich, wie wenig seitdem über diesen Winter gesprochen wurde und wie sehr er in Vergessenheit geraten ist. Denn dieser Winter war wirklich außergewöhnlich!

Für mich als Kind war er -ich kann es nicht anders sagen- sensationell! Sicher hängt es davon ab, wo man ihn erlebt hat, ich selbst erlebte ihn in der Nähe von Köln. Wir hatten dort nicht die Probleme wie in Norddeutschland und wie in Teilen der damaligen DDR, dennoch herrschte auch in unserer Gegend so etwas wie ein Ausnahmezustand. Erst dieser Temperatursturz bis auf -20 Grad und ein nicht enden wollender Schneefall in der Nacht vom 30. zum 31. Dezember. Und dann blieb der Schnee auch noch so lange liegen! Es schneite auch noch Wochen später wieder, ich meine sogar im Februar und März oder sogar im April, was in unserer Gegend wirklich extrem ungewöhnlich ist. Ich habe sogar in Erinnerung, dass es bis Anfang Mai (!) noch Schneereste auf unserer Straße gab!

Für mich als Kind war es ein intensives Erlebnis, nicht zuletzt, weil ich so etwas wie -20 Grad vorher wohl kaum mal erlebt hatte. Ich erinnere mich an einen Tag, wo ich unglaublich gefroren habe, einfach deswegen, weil ich aufgrund von Unerfahrenheit mit Gummistiefeln nach draußen ging, wobei Gummistiefel ja überhaupt nicht wärmen. Diese Eisfüsse vergesse ich mein Leben lang nicht!

In diesen Wochen fiel mehrfach die Schule aus (sogar wegen der Gefahr von Dachlawinen!), umso mehr spielten wir Kinder im Schnee und umso gemütlicher war es dann zu Hause. Viele Autos kamen nur schlecht voran, ich glaube, es ging auch bei uns teilweise gar nichts. Denn ich weiß, dass es meine Eltern damals nicht wagten, mich zu meiner Tante nach Düsseldorf zu bringen, die mich für die letzten Tage der Weihnachtsferien zu sich eingeladen hatte. Das war meine einzige traurige Erfahrung in diesem Winter, dass das nicht ging.
Ansonsten habe ich nur positive Erinnerungen und selbst bei den Schwierigkeiten, die es gab, behielten wir in unserer Familie eine große Ruhe und Gelassenheit. Überhaupt waren wohl viele Leute sehr gelassen und man half sich auch gegenseitig. Ich weiß noch genau, wie man sich gegenseitig half, wenn ein Auto liegengeblieben war, weil es in einen Graben gerutscht war oder die Räder nur noch durchdrehten. Einmal hat mein Vater eine große Decke o.ä. vor einen liegengebliebenen Wagen gelegt, über die der Wagen dann aus dem Loch rausgefahren werden konnte. Der Fahrer war ihm so dankbar!

Was wir momentan erleben, ist lächerlich gegen den Winter 78/79, wenngleich es tatsächlich Parallelen gibt. Wir sollten wirklich dankbar sein, dass die Natur uns so ein Schauspiel schenkt und dass wir in einem Land leben, wo wir alle vier Jahreszeiten intensiv erleben können. Es gibt Menschen auf dieser Erde, die kennen keinen Schnee und es gibt auch solche, die nur recht kühle Sommer kennen. Wir haben es echt gut bei uns, meine ich. Aber ich möchte nicht vergessen, wenigstens am Schluss daran zu erinnern, dass der Winter 78/79 für einige Menschen entsetzlich war. Und wir sollten nie vergessen, dass es Katastrophen nun mal gibt und dass wir uns in solchen Fällen gegenseitig helfen und auch davor schützen müssen!

Liebe Grüße von klarabella, ich bin sehr gespannt auf weitere persönliche Erinnerungen!

 

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