Liebe Wetter-Redaktion, ich glaube ihr braucht noch eine kleine Lehrstunde von denen, dies besser wissen. Wer ist dafür verantwortlich (vor allem dieser irreführende Titel)?
http://wetter.zdf.de/ZDFwetter/inhalt/9/0,5998,1040041,00.html
Es stimmt, dieses Schaubild macht deutlich, dass der Dezember und Januar zu warm waren (weltweitbetrachtet). Ich wäre ja nicht in die Versuchung gekommen, euch das jetzt vorzuhalten, wenn ihr euren Artikel auf die Nordhalbkugel beschränkt hättet.
Das Schaubild zeigt nämlich was? Dass das Temperaturmittel in den Monaten Dezember und Januar auf der Nordhalbkugel extrem stark abweicht (Vergl. Kanada und Europa/Russland bzw. Russland und Afrika/Südasien/Nordost-Russland). was ansicht nichts dramatisches ist. So ist das Wetter (Wetter! nicht Klima!) halt. Es schwankt und die Amplitude ist vermutlich durch den Klimawandel verstärkt (eigentlich vermutet man El nino dahinter, aber das wird ja mittlerweile von den Medien auch in einen Topf geschmissen).
Wenn ihr also behauptet, zu den sehr niedrigen Temperaturen auf der Nordhalbkugel (dann ist dort Winter) und zu hohe Temperaturen auf der Südhalbkugel sind (dort herrschte dato Sommer), dann ist das bitteschön nicht vergleichbar.
Ich möchte hier keine Haarspalterei betreiben, aber ich muss. Bitte bleibt wissenschaftlich nüchtern und hyped bitte nicht den Klimawandel-Rausch. Das Thema ist zu komplex und wichtig, als dass man es Gefahr laufen lässt als mediale Einschaltquoten-Kuh missbraucht zu werden. Ich würde mich freuen, wenn der Klimawandel wieder als etwas natürliches in die Köpfe der Menschen getragen würde.
Das Klima hat sich schon seit jeher gewandelt, auch ohne den Menschen. Es macht keinen Sinn die Menschen verrückt zu machen und sie der Illusion hinzugeben, die Menschheit könnte den Klimawandel bekämpfen. Damit macht man genau das, was man eigentlich nicht will - man denkt und arbeitet gegen die Natur. Am Ende stehen Irre, die meinen man müsse alle Dächer der Welt weiß streichen oder Illusionisten, die denken eine CO2 Einsparung würde den Klimawandel verlangsamen. Der Zug ist leider schon abgefahren und viel zu komplex, als dass man jetzt schon annehmen könnte, man hätte wirkungsvolle Eingriffsmöglichkeiten. Anpassung an stark schwankende Wetterbedingungen muss die Devise sein und weniger Hype. Denn, Hand aufs Herz, glaubt denn hier ein Einziger, dass die Lobbyisten und Politiker dieser Welt das GeWissen (die weitsichtige Vernunft wurde schon vor langer Zeit begraben) sprechen lassen, oder doch eher die wirtschaftliche Stabilität oder den Profit? Ich denke nicht.
Grüße in die Welt aus dem kleinen ZDF-Wetter-Forum,
ambassador