hat Deutschland in die Diskussion versetzt, ob der/das Dogma des Zölibat in ursächlichem Zusammenhang mit dem Massenphänomen des sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche steht.
Von katholischer Seite, auch von dem BILD-Kolumnisten und Papst-Fan Andreas English, der sich gerne nach allen Mikrofonen drängt wird das nach wie vor heftig bestritten.
Dabei scheut man sich nicht, Studien die es gar nicht gibt, in die Debatte zu werfen; und all das, während das katholische System selbst einräumen muss, dass es zutiefst kriminell handelt.
So hat das Bistum Magdeburg einem der Missbrauchsopfer Schweigegeld angeboten, wenn er seine Leidensgeschichte(die eingeräumt wird) nicht an die Öffentlichkeit bringt.
Die Tatsache, dass es nicht nur signifikante Unterschiede bei den sexuellen Missbrauchsfällen zwischen protestantischen Geistlichen und katholischen Geistlichen gibt, wird dabei völlig ausgeblendet.
Alle, aber auch wirklich alle, seriösen Studien geben in einer großen Anzahl von Fachliteratur wider, dass Triebunterdrückung wie durch das Dogma des Zölibat, charakterliche Deformierung zur Folge hat, die den sexuellen Missbrauch begünstigt.
Sehenden Auges wird die Realität ausgeblendet und vorgetragen, dass die katholische Kirche Alles getan hätte um an der Aufklärung mitzuwirken. Dass dies nur eine der offenen Lügen in der Bewältigung von Missbrauchsskandalen ist, kann ernsthaft niemand bestreiten, der mit offenen Augen durch die Welt geht.
Am wenigsten, und das wird durch die Rückzugsgefechte der deutschen Bischofskonferenz deutlich, wird an die Opfer gedacht. Alle Formulierungen der deutschen Bischofskonferenz weisen darauf hin, dass lediglich das Ziel verfolgt wird, zivilrechtliche und strafrechtliche Schadenersatzansprüche zu vermeiden. Dass sich gebildete Menschen noch an einer beschönigenden die deutsche Bischofskonferenz schützenden Art der Diskussion beteiligen ist eine gesellschaftliche Schande.
MIt freundlichen Grüßen
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