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23. Februar 2012
 

heute-Nachrichten

 
Angeklagter Patrick S. Quelle: dpa
Der Angeklagte wurde zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.

Schießunfall: Bewährungsstrafe für Ex-Soldaten

Gericht: Soldat der fahrlässigen Tötung schuldig

Bewährungsstrafe nach Schießunfall: Gut zehn Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen Kameraden in Afghanistan hat das Landgericht Gera einen Ex-Soldaten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.

 
 
 
 

Das Landgericht Gera sprach den ehemaligen Soldaten der fahrlässigen Tötung und des Ungehorsams in einem besonders schweren Fall schuldig.

 

Gegen grundlegende Regel

Der junge Mann habe die Waffe in einem Feldlager in der Unruheprovinz Baghlan in Richtung seines Kameraden gehalten und bewusst den Abzugshebel betätigt, sagte der Vorsitzende Richter Martin Giebel. Der Soldat sei aber davon ausgegangen, dass die Pistole nicht geladen war. Der Angeklagte habe gegen die grundlegende Regel verstoßen, die Waffe nie auf einen Kameraden zu richten. Durch den Schuss war ein 21-jähriger Soldat aus Bayern tödlich verletzt worden.

 

Die Verteidigung hatte eine Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren beantragt, die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren.

 
 
 
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